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Lost in La Mancha
 
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Lost in La Mancha

Terry Gilliam , Johnny Depp , Keith Fulton , Louis Pepe    Freigegeben ab 12 Jahren   DVD
4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Darsteller: Terry Gilliam, Johnny Depp, Jean Rochefort
  • Regisseur(e): Keith Fulton, Louis Pepe
  • Komponist: Miriam Cutler
  • Format: Dolby, PAL, Vollbild
  • Sprache: Deutsch (Dolby Digital 2.0), Englisch (Dolby Digital 2.0)
  • Region: Region 2
  • Bildseitenformat: 4:3 - 1.33:1
  • FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
  • Studio: KSM GmbH
  • Erscheinungstermin: 12. Juli 2010
  • Produktionsjahr: 2001
  • Spieldauer: 89 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B003N5VTWM
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 3.644 in Filme & TV (Siehe Top 100 in Filme & TV)

Rezensionen

Produktbeschreibungen

Lost in La Mancha ist der beeindruckende Dokumentarfilm über das Scheitern eines ehrgeizigen Projektes namens The Man who killed Don Quijote. Sozusagen der einzige „The Unmaking of“-Film der Geschichte.

Die beiden bekannten Doku-Regisseure Keith Fulton und Louis Pepe, die bereits einen großartigen Hintergrundfilm über die Dreharbeiten zu 12 Monkeys gemacht hatten, begleiteten Terry Gilliam und seine Filmcrew in jenen schicksalhaften Tagen des September 2000 mit ihren Kameras.

Bereits an die zehn Jahre hatte Gilliam in die Vorbereitungen für seinen Don Quijote gesteckt. Er war durchaus ein Regisseur, der es gewohnt war, mit Schwierigkeiten umzugehen. So waren etwa seine Filme Brazil (1985) und Die Abenteuer des Baron Münchhausen (1988) nur unter extrem widrigsten Umständen fertig gestellt worden. Aber was während der Dreharbeiten zu Don Quijote passierte, sollte alles andere um Längen in den Schatten stellen. Zwar hatte Terry Gilliam endlich alles zusammen- von einem 32 Millionen Dollar Budget bis hin zu den Schauspielern, Kostümen und Drehlocations - doch es sollte einfach nicht sein. Als hätte er es selbst doch schon geahnt, scherzte er noch kurz vor Drehbeginn: „It´s got a lot of potential of chaos“. Anfangs noch voller Hoffnung und guten Mutes reist der Regisseur nach Spanien, um an Originalschauplätzen zu drehen. Zwar fehlen zu Beginn noch seine beiden Stars - Hollywood-Ikone Johnny Depp (Fluch der Karibik, Fear and Loathing in Las Vegas) der Sancho Panza spielen sollte und der französische Charakterdarsteller Jean Rochefort (Pret-á-Porter, Der Mann der Friseuse) als Don Quijote - wegen anderer Verpflichtungen, als diese jedoch endlich kommen, scheint alles klar. Man kann es als Spiel höherer Mächte ansehen oder einfach als Pech: Denn schon am ersten Drehtag kann eine geplante Sequenz kann nicht gedreht werden, weil der Ablauf nie mit den Statisten durchgesprochen und geprobt wurde. Zudem überfliegen Düsenjäger das Wüstengelände und der Ton wird völlig unbrauchbar. Und am zweiten Tag bricht ein Unwetter über die Crew herein und ihr Equipment wird von großen Wassermassen weg geschwemmt. Zudem ist der Drehort ruiniert, es existiert nur noch eine einzige Schlammlandschaft, keine trockene Wüste mehr. Als Krönung wird bei Jean Rochefort am fünften Tag eine Rückenverletzung festgestellt, die ihn für mehrere Tage ausfallen lässt. Er muss in ein Flugzeug verfrachtet und nach Paris zu seinem Arzt geflogen werden. Zudem werden die Investoren des Films langsam nervös. Schließlich entscheidet Gillliam, das Projekt bereits nach zwei Wochen abzubrechen und auf Eis zu legen. Wer will, kann die Ironie der Geschichte gut erkennen: Der Regissseur als gescheiterter Held und „Ritter von der traurigen Gestalt“. Doch unglaublich, aber wahr: Genau wie Quijote gibt auch Gilliam nicht auf und sitzt zur Zeit wieder an den Vorbereitungen für neue Dreharbeiten. Der Film soll im Jahre 2011 herauskommen. Mehr als 10 Jahre nach dem ersten Versuch. 

Lost in La Mancha aus dem Hause NewKSM ist die faszinierende Dokumentation über das Scheitern eines der ambitioniertesten Projekte der Filmgeschichte. In diesen gut 90 Minuten kommt neben den Darstellern Johnny Depp, Jean Rochefort, Vanessa Paradis oder Miranda Richardson auch der Regisseur selbst zu Wort. In der Tat beeindruckend, wie Terry Gilliam versucht, sich gegen das Schicksal zu stemmen: Sein Ausspruch „Ich mag es nicht, nichts zu drehen" spricht einfach Bände.

Lost in La Mancha
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Im Jahr 2000 reist Terry Gilliam, der Regisseur von Kinohits wie "König der Fischer" und "12 Monkeys", nach Spanien, um mit namhaften Stars und einem nach Hollywoodmaßstäben bescheidenen, für europäische Verhältnisse jedoch astronomischen Budget das Fantasy-Abenteuer "The Man Who Killed Don Quichote" in Szene zu setzen. Von Beginn an steht die Produktion unter keinem guten Stern: Finanziers springen ab, Drehs scheitern an tückischen Kulissen, teure Technik fällt Naturkatastrophen zum Opfer, und zu allem Überfluss kann der Don Quichote nicht reiten.

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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Tagebuch einer Tragödie 3. Oktober 2010
Von Amazon bestätigter Kauf
Terry Gilliam halte ich für einen der visionärsten Regisseure der Gegenwart. Er ist bekannt dafür,
dass er sich mit Produzenten anlegt und das Budget gnadenlos überzieht, um seine Visionen
umzusetzen. Wer Brazil, 12 Monkeys oder Dr. Parnassus gesehen hat, kann das sicherlich
nachvollziehen. Doch bei seinem Projekt "The Man Who Killed Don Quichote" ist er an seine Grenzen
gestoßen. Keine Produzenten oder Investoren haben ihm einen Strich durch die Rechnung gemacht,
sondern die ganz profanen Widrigkeiten des Lebens: Tief fliegende Düsenjäger, wo eigentlich
keine sein sollten, sintflutartiger Regen, ein Bandscheibenleiden seines Hauptdarstellers und eine
nicht ausreichend geprüfte Versicherungspolice.

Man erfährt eine Menge über die Vorbereitungen bei einem Filmprojekt, aber der Schwerpunkt
liegt auf dessen grandiosem Scheitern. Ursprünglich wohl als Beitrag zum Making Of für die
DVD-Verwertung gedacht, geriet die Dokumentation damit zu einem eigenständigen Werk.
Ein besonderer Reiz besteht darin, dass man als Zuschauer weiß, wie die Sache ausgegangen
ist - im Gegensatz zu den Filmemachern, die einfach nur von Anfang an mit der Kamera
dabei gewesen sind, ohne zu wissen, was auf sie (und das gesamte Team) zukommen würde.

Realistisch, deprimierend, sehenswert. Und Johnny Depp-Fans können sich wieder einmal davon
überzeugen, was für ein zurückhaltender, smarter Typ er in Wahrheit ist.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Spassprediger TOP 500 REZENSENT
Kennen Sie Terry Gilliams tollen Film "The Man who Killed Don Quixote", in dem Johnny Depp einen Werbefachmann spielt, den es ins 17. Jahrhundert verschlägt? Nein, können Sie auch nicht - denn leider gibt's den Film bis heute nur in Gilliams Kopf. Warum das so ist, erklärt der Dokumentarfilm "Lost in La Mancha", der auch schon mal sehr treffend als das erste "Unmaking of" der Filmgeschichte bezeichnet worden ist.

Ein Budget von 32 Millionen Dollar (laut Gilliam immerhin die Hälfte des Budgets, das er sich für sein ehrgeiziges Projekt eigentlich erhofft hätte) stand bereit, ein Drehbuch und Storyboards gab's auch bereits, die Besetzung stand ebenfalls fest, und spätestens angesichts der Screen Tests und fertigen Szenen, die, allen Widrigkeiten zum Trotz, doch "im Kasten" sind, ahnt man, was für ein großartiger Film "The Man who Killed Don Quixote" geworden wäre, wenn, ja, wenn der Dreh nicht unter einem so ungünstigen Stern gestanden hätte, dass Gilliams das Projekt bis heute immer wieder zugunsten anderer Filme auf Eis legt.

Die Regisseure Keith Fulton und Louis Pepe begleiten ihren von einem Kompagnon liebevoll "Captain Chaos" getauften Kollegen von Anfang an und halten, beginnend bei der Pre-Production-Phase acht Wochen vor Drehbeginn, die Geschichte eines Films fest, der nicht hat sollen sein. Viele der Aufnahmen sprechen für sich, wo ein zusätzlicher Kommentar gefragt ist, erläutert Off-Sprecher Jeff Bridges das Leinwandgeschehen.

Schon in der Pre-Production-Phase werden erste Probleme offenbar: Auch kurz vor Drehbeginn hat Darstellerin Vanessa Paradis noch keinen Vertrag unterschrieben, das Studio, in dem sämtliche Innenaufnahmen entstehen müssen, ist vom Standpunkt der Akustik her katastrophal - im Rückblick muss das wie ein Omen auf späteres Ungemach wirken. Der leidgeprüfte Terry Gilliam, der Jahre zuvor mit "Baron Münchhausen" ein legendär verunglücktes Projekt realisiert hatte, lässt sich freilich nicht ins Bockshorn jagen.

Dann, eine Woche vor Drehbeginn, die erste wirkliche Hiobsbotschaft: Der französische Schauspieler Jean Rochefort, den man für die Rolle des Ritters von der traurigen Gestalt hat gewinnen können, erkrankt - die Dreharbeiten zu "Münchhausen" habe er ohne Kostüme und Kulissen beginnen müssen, diesmal fehlten ihm die Darsteller, kommentiert ein bemerkenswert gefasst wirkender Gilliam trocken. Naja, so ganz stimmt das ja nicht, denn immerhin Johnny Depp ist dann doch vor Ort, und auch Vanessa Paradis trudelt dann mal für erste Kostümproben und Kameratests ein. Als dann auch die Diagnose für Jean Rochefort günstig ist, sieht es immerhin so aus, als müsse Gilliams Film zumindest nicht schon vor Beginn der Dreharbeiten sterben.

Dann ist es endlich soweit: Für Tag eins der Dreharbeiten wird die gesamte Crew in ein vier Fahrstunden von Madrid entferntes Naturschutzgebiet expediert, und tatsächlich gelingen hier einige Aufnahmen, die einen Vorgeschmack auf den Film bieten, der "The Man who Killed Don Quixote" hätte sein können. Aber hätte ein Location Scout nicht herausfinden müssen, dass es sich bei dem Areal nebenan um militärisches Sperrgebiet handelt, über dem die Luftwaffe lautstarke Übungsflüge durchführt?

Das eigentliche Desaster aber hat das Schicksal sich für den zweiten Drehtag aufgespart. Erst dräuen am Himmel schwarze Wolken, dann grollt es onimös - "If it isn't the F16s, it's thunder", stellt Gilliam fest. Die Dreharbeiten müssen abgebrochen und das Equuipment eilends in Sicherheit gebracht werden. Dann bricht ein Hagelsturm von geradezu biblischem Ausmaß los, und eine Schlammwelle spült Kulissen und Teile der Ausrüstung weg. Am dritten Drehtag herrscht Nebel, und die Versicherung hat inzwischen bestätigt, dass die beschädigten Ausrüstungsgegenstände zwar ersetzt werden können, die aber nicht gegen den Ausfall teurer Drehzeit versichert ist.

Am vierten Drehtag ist die Ausrüstung zwar getrocknet, aber das Unwetter hat die Farbpalette der Umgebung drastisch verändert, und der Himmel zeigt sich weiterhin bedeckt - die Folge: Alles, was jetzt noch gedreht wird, passt nicht zu den bei strahlendem Sonnenschein gedrehten Szenen, die bereits im Kasten sind. Gilliam macht aus der Not eine Tugend, bricht die Zelte ab und beschließt einen Ortswechsel, um kurzerhand den Dreh einer anderen Szene vorzuziehen. Am Himmel drehen unermüdlich die Kampfpiloten ihre Runden, in der Crew greift Verwirrung um sich, und offensichtlich ist es um die Gesundheit des tapfer um gute Miene bemühten Hauptdarstellers doch nicht so gut bestellt.

Terry Gilliam bringt die Gesamtsituation prägnant auf den Punkt: "We're fucked".
Leider reißen die Schwierigkeiten auch in der Folge nicht ab - es scheint, als entwickele sich der Filmdreh zum Paradebeispiel für das Murphy'sche Gesetz, demzufolge bekanntlich stets alles schief geht, was schief gehen kann.

Im Unterschied zur Fassung für den deutschsprachigen Markt bietet der UK-Import neben dem 93 Minuten langen Dokumentarfilm übrigens Interviews mit den Regisseuren der Reportage sowie Terry Gilliam und Johnny Depp, außerdem geschnittene Szenen und zwei alternative Anfänge; insgesamt bringt es das Zusatzmaterial noch einmal auf gut zwei Stunden Laufzeit - wer auf eine deutsche Tonspur verzichten kann, ist also gut damit beraten, zur englischsprachigen Version zu greifen.

R e s ü m e e

Tragikomische, anrührende Reportage über Dreharbeiten, bei denen schief läuft, was schief laufen kann, auf einer DVD, die das Bonusmaterial der Ausgabe für den englischsprachigen Markt leider unterschlägt. Pflichtstoff für angehende Filmstudenten und jeden, der sich jemals gewünscht hat, bei einer großen Filmproduktion im Regiesessel zu sitzen - und ein guter Tipp für alle Filminteressierten, die wissen möchten, warum aus Gilliams hochfliegenden "Don Quixote"-Plänen nie etwas geworden ist.
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lost in la mancha 2. August 2011
Von L.Ollo
Von Amazon bestätigter Kauf
terry gilliams terrierqualitäten sind sehenswert. von seinem optimismus kann man einiges lernen. kann den film allen pessimisten nur wärmstens ans herz legen.
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