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Lost Highway
 
 

Lost Highway

Bill Pullman , Patricia Arquette , David Lynch    Freigegeben ab 16 Jahren   DVD
4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (63 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Darsteller: Bill Pullman, Patricia Arquette, Balthazar Getty
  • Regisseur(e): David Lynch
  • Komponist: Angelo Badalamenti
  • Format: Dolby, PAL, Surround Sound, Widescreen
  • Sprache: Deutsch (Dolby Digital 5.1), Englisch (Dolby Digital 5.1)
  • Untertitel: Deutsch
  • Region: Region 2
  • Bildseitenformat: 16:9 - 1.77:1
  • FSK: Freigegeben ab 16 Jahren
  • Studio: Universum Film GmbH
  • Erscheinungstermin: 3. Juli 2000
  • Produktionsjahr: 1997
  • Spieldauer: 129 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (63 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B00004TFRF
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 29.041 in Filme & TV (Siehe Top 100 in Filme & TV)

Rezensionen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Wenn man Lost Highway beschreiben möchte, dann ist "Handlung" ein bedeutungsloses Wort. Dennoch, hier ist mehr oder weniger das, wovon Lost Highway handelt: Ein Noisejazz-Saxofonist (Bill Pullman, Independence Day) verdächtigt seine Frau (Patricia Arquette, True Romance), untreu zu sein. Unterdessen bricht jemand in das Haus der beiden ein und filmt das Paar im Schlaf mit einer Videokamera. Die Ehefrau wird umgebracht und Pullman wird für das Verbrechen verurteilt. Dann, in seiner Gefängniszelle, verwandelt er sich auf wunderbare Weise in einen jungen Mechaniker (Balthazar Getty), der daraufhin unverzüglich freigelassen wird, weil er nicht derjenige ist, der verurteilt wurde. Getty kehrt in sein früheres Leben zurück und trifft die Braut eines Unterweltbosses, die zufällig auch von Patricia Arquette gespielt wird. Aber all das hat nicht wirklich etwas damit zu tun, worum es in diesem Film geht.

Träume sind es, die Regisseur David Lynch faszinieren. Keine freundlichen, glücklichen Träume: Seine Träume flüstern uns ein, dass das, was wir für real halten, nur etwas ist, das wir uns selbst vormachen, um nicht in ein totales Chaos zu fallen. Die Charaktere sind allenfalls fragmentarisch angelegt. Die Dinge, die passieren, geschehen nicht, weil es einen Sinn ergibt, sondern weil wir tief in unserem Innern wollen, dass sie geschehen. Und natürlich ist auch in Lynchs Träumen, wie in unserem wachen Leben, die Erfahrung, das zu bekommen, was wir wollen, nicht immer angenehm.

In den besten Sequenzen des Films hat man nicht die geringste Ahnung, was man eigentlich sieht. Die Leinwand ist ein gigantisches Rechteck aus Farben und Schatten -- aber was sie genau darstellt, könnte alles und nichts sein. Und dennoch, in diesen Momenten bekommt man gerade so viele Hinweise auf Orte, Charaktere und die Geschichte, dass diese schwer erfassbaren Bilder einen echten Horror erzeugen -- ein Gefühl, dass man vielleicht nicht sehen möchte, was passieren wird, aber trotzdem nicht wegsehen kann. Ein unterschwellig nagendes Gefühl, dass irgendetwas in unserer Psyche mächtig schief läuft.

Insgesamt gesehen ist Lost Highway nicht unbedingt Lynchs bester Film: zu viel überflüssiges Füllmaterial und eine Vielzahl schwacher Nebenrollen, die die ohnehin schon langsame Erzählweise an einigen Stellen fast zum Erliegen bringen. Nichtsdestotrotz gibt es in Lost Highway auch Momente, die wertvoller sind, als einige andere überaus erfolgreiche Filme in ihrer Ganzheit. --Bret Fetzer

Produktbeschreibungen

Universum Film Lost Highway, USK/FSK: 16+ VÃ--Datum: 03.07.00

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10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Abgründe der Seele 11. September 2006
Von abraxas
Format:DVD
Es geht um die Fragen, wer bin ich, wer ist die Frau die ich glaube zu lieben und was für eine Beziehung habe ich zu ihr. Diese drei Fragen, so alltäglich und harmlos sie auf den ersten Blick scheinen, führen den Zuschauer in einen unaufhaltsamen und faszinierend verstörenden Albtraum, der in einer Endlosschleife gefangen ist. Es gibt kein Erwachen daraus. Im Gegenteil, je mehr Fred über sich selbst und seine Frau Renee glaubt herausfzufinden, um so abgründiger und verworrender werden Personen und Geschichte.

Es ist eine scheinbar normale Beziehung, in der sich jedoch beide fremd sind. Fred weiss nicht mehr wer er selbst und seine Frau eigentlich ist. Als er versucht sich darüber klar zu werden und seine Frau verdächtigt ihn zu betrügen, geschehen plötzlich mysteriöse Dinge um sie herum, die Fred in einen Strudel von Ereignissen ziehen, gegen die er absolut machtlos zu sein scheint und die in ihrer Tragweite unüberschaubar werden. Auf einer Party begegnet er plötzlich dem "Mystik Man", der Freds eigene Manifestation des Wahnsinns ist. Langsam wird Fred klar, dass er die Kontrolle über sein Leben verliert und es der "Mystik Man" ist, der die Fäden in der Hand hat. Am Ende dieser psychotischen Achterbahnfahrt bringt Fred seine Frau um.

In seiner Verzweiflung betritt Fred nun eine Parallelwelt - eine Realität in einer anderen Wahrscheinlichkeit und versucht die Geschichte von sich als Pete und seiner Frau als Alice neu zu ergründen. Die Beziehung und der Handlungsrahmen verwandeln sich plötzlich in einen erotischen Thriller. Auch dieses Szenario wird zu einem skurilen, bedrängenden Albtraum, der jede Minute gefährlicher wird. Auch hier gibt es kein Entkommen. Alice ist nun die verlockende Femme Fatale, doch bleibt für Pete unerreichbar, auch wenn er alles für sie tut, sogar einen Mord.
Beide Szenarios vermischen sich nun miteinander und suchen verzweifelt nach einem Ausweg. Doch nichts wird aufgeklärt und nichts wird gelöst. Es bleibt eine psychotische Reise in die Abgründe der Seele, gefangen in der eigenen Interpretation, aus der es kein Entrinnen gibt. Der "Mystik Man" gewinnt die Oberhand, während Fred sich selbst hoffnungslos in beiden Realitäten verrennt. Fred wird schließlich zum Tode verurteilt.

Der Film ist unter anderem eine Hommage an "Blood Simple" der Coen Brüder, die in ihrem Thriller eine Vorlage geschaffen haben, in dem die Geschichte von 4 Personen erzählt wird, die in einem Netz aus Eifersucht und Wahnsinns gefangen sind und sich gegeneinander ausspielen. Das wiederkehrende Bild des Wagens der nachts auf einem Highway fährt und im Scheinwerferlicht die gelben Mittelstreifen zu sehen sind, stammt aus diesem Film der Coen Brüder, der Menschen im selben konfusen Zustand zeigt, die verzweifelt versuchen wieder Herr der Lage zu werden.
Ein Film für Leute die fremde Dinge mögen, nicht alles verstehen müssen und sich auch Zeit zum Nachdenken lassen. Aber das macht die Filme von David Lynch ja gerade aus, dass sie sich einem nicht sofort erschliessen, sondern erst später und auf einer anderen Ebene, als man vermutet.
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29 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Surreales Meisterwerk 15. Januar 2004
Von Mohemian
Format:DVD
Als ich vor vielen Jahren dieses Machwerk zum ersten Mal gesehen hatte, war meine erste Reaktion: "Wahnsinnsfilm, aber was habe ich da eigentlich gerade gesehen?". Ich denke, das Problem, das viele Zuschauer mit diesem Film haben, ist, daß er gängige Konventionen durchbricht. Insofern werden Liebhaber des Hollywoodheldenepos mit Happy End an diesem Film zweifelsohne keine Freude haben.

Da ist zum einen die fehlende Stringenz der Handlung, die unmerkliche Vermischung von Realität und Illusion, die Absenz eines Helden. Zum anderen wird das Verwirrspiel untermalt von beklemmenden Bildern, einer surreal bedrückenden Stimmung, dem Gefühl des Ausgeliefertseins (nicht nur als Zuschauer, sondern auch als Akteur). David Lynchs Stärke liegt darin, daß er polarisiert, und das durchaus absichtlich. Seine Filme kann man nur lieben oder hassen; es gibt kein dazwischen. Darüber hinaus bietet er in seinen Geschichten natürlich nicht immer leicht verdauliche Kost (von „The Straight Story" einmal abgesehen). Da werden in "Blue Velvet" Ohren abgeschnitten und Oedipuskomplexe aufgedeckt oder in "Mulholland Drive" Personen ausgetauscht und allgegenwärtige Albträume visualisiert. Nicht viel anders verhält es sich mit "Lost Highway", dem für mich persönlich besten Lynch-Streifen.

Kurz zur Handlung: "Dick Laurant ist tot". Das sind bedeutungsschwangere Worte, die da (zweimal) durch Freds (Pullman) Sprechanlage geflüstert werden. Dazu kommen anonyme Videobotschaften vom Innenleben seines Hauses. Einige Zeit später wird der Saxophonist unter Mordverdacht an seiner Frau verhaftet und weggesperrt. In Haft verwandelt er sich auf einmal in den jungen Mechaniker Pete (Getty), der anscheinend durch einen unbekannten Vorfall sein Gedächtnis verloren hat. Dieser läßt sich nach seiner Entlassung auf eine gefährliche Affäre mit der Freundin (Arquette) des Pornoproduzenten Dick Laurant ein, die noch dazu Freds ehemaliger Ehefrau verblüffend ähnlich sieht.

Soviel fragmentartig zur Story, die ebenso fragmentartig von Lynch umgesetzt wurde. An einer Interpretation versuche ich mich erst gar nicht. Interessant finde ich allerdings den Hinweis auf einer amerikanischen Internetseite, auf der vom Wunschdenken des impotenten Fred, als omnipotenter Sexmaniac dastehen zu wollen, gesprochen wird. Das Machwerk Lost Highway besticht daher nicht nur durch seine unergründliche Geschichte (ich habe den Film mehr als 10 mal gesehen und komme jedesmal zu einer anderen Schlußfolgerung), sondern vor allem durch seine grandiosen Bilder und Kameraperspektiven. Alltagsgegenstände wie eine simple Videokamera werden auf einmal zu Angstobjekten, ohne daß man den Grund dafür ausmachen könnte. Für mich absolut unschlagbar umgesetzt ist der mysteriöse schwarze Mann, der wie ein Deus ex machina die Geschicke des (der) Protagonisten zu lenken scheint. Die Begegnung zwischen Fred und dem geheimnisvollen Mann auf der Party gehört meiner Meinung nach zu den besten Szenen der Filmgeschichte.

David Lynch hat mit Lost Highway ein Meisterwerk des Surrealismus oder Film Noir abgeliefert. Bill Pullman überzeugt fern seines Komödienfachs als kafkaeske Hauptfigur mit ernsthaften Problemen auf ganzer Linie. Unabhängig davon, ob der Film nun eine Aussage, geschweige denn Lösung hat oder einfach nur als Kunstwerk stehen bleibt, bietet er unendlich viel Gesprächsstoff und treibt das Verlangen an, sich alles nochmals anzusehen. Für eine DVD, mit der man genau das tun kann, ist also meiner Meinung nach das Geld nirgendwo besser angelegt. Minimale, aber unmerkliche Abzüge muß ich der DVD allerdings für die mangelhaften, da kaum vorhandenen Features bescheinigen, was allerdings für Lynch DVD Releases nichts neues ist. Wer diesen Silbling kauft, kauft also quasi nur den Film, das aber in bester Bild- und Tonqualität. Für mich ist dieser allerdings auf der Liste der ewigbesten Filme nach Memento die unangefochtene Nummer 2.

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16 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von tmaxr
Format:DVD
David Lynch gehört für mich zu den besten amerikanischen Regisseuren, denn er trotzt dem ewigen Hollywood-Plot beständig und mit Bravour.
Ein Beispiel für seine Kunst ist "Lost Highway".
Zur Handlung möchte und kann ich hier nicht viel sagen, denn es ist eigentlich unmöglich die Handlung kurz mal eben zu beschreiben ...
"Lost Highway" ist nämlich kein typischer Thriller oder Horrorfilm, der mal eben so eine Geschichte erzählt.
Der Handlungsrahmen bildet eher eine Art Gerüst für Stimmungen und Gefühle, die David Lynch seinem Zuschauer intensiv übermittelt. Dabei spielt er raffiniert mit Urängsten, wie dem Kontrollverlust, dem Identitätsverlust, unberechenbarer Gewalt, der Angst vor dem vollkommen Unbegreiflichen. Wo andere Regisseure Serienkiller oder Mutanten durch ihre Filme huschen lassen, läßt David Lynch etwas ganz Anderes auf seine Zuschauer los ... wahre Dämonen des Unterbewußtseins. Ungreifbar, unsichtbar aber ständig präsent und beängstigend.
Alles was auf den ersten Blick normal und vertraut wirkt, wird sehr schnell zu einer Fassade, hinter der sich äußerst seltsame Dinge verbergen.
Wer die besondere Gänsehaut liebt und auch Lust hat, sich tiefer auf einen Film einzulassen als sich den rein vordergründigen Kick zu holen, sollte sich Lost Highway nicht entgehen lassen!
Tausendmal beängstigender und verstörender als die ganzen Hollywood-Shocker à la "Ring" und Co. Lynch does it better!
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Ich weiß ja nicht....
Eins muss man David Lynch lassen: Er schert sich nicht mal einen Dreck darum, ob der Mainstream seine Filme mag. Lesen Sie weiter...
Vor 6 Tagen von Benjamin Klein veröffentlicht
Atemraubendes Exempel kontemporärer Filmkunst
Die neuen Wege, welche die Malerei bereits ein Jahrhundert vorher beschritten hat, wagen nur wenige Filmemacher zu betreten. Lesen Sie weiter...
Vor 5 Monaten von jury veröffentlicht
David Lynch...
...liefert hier einen sehr offenen Film mit vielen Interpretationsmöglichkeiten. Spannend, verwirrend und intensiv vom Anfang bis zum Ende. Zum Kopf zerbrechen. Genial.
Vor 23 Monaten von T. Glocke veröffentlicht
Es geht um die DVD, nicht den Film
Der Film ist wirklich stark, die DVD etwas schwach, da keine wirklichen Boni u.ä. vorhanden sind. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 27. Dezember 2009 von P. Stroh
Die Hölle, der Teufel und ich
Die Geschichte ist schon öfters mal erzählt worden, zu oft vielleicht. Ein Mann reibt an einer Flasche, ein Geist erscheint und sagt: "Du hast drei Wünsche frei. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 1. Dezember 2009 von Niclas Grabowski
Ein düsteres Gemälde aus Gewalt und Wahnsinn - David Lynchs:...
Fred Madison (Bill Pullman) und seine Frau Renee (Patricia Arquette) erhalten von einem Unbekannten Videobänder, die das Innere ihres Hauses und die beiden im Schlaf zeigen. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 26. November 2009 von Amigo Del Sol
Traumatisierend!
"Lost Highway" ist für mich Lynch's perfektester Film: er geht in Mark und Bein - visuell und akustisch. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 28. Oktober 2008 von Tino Schwanemann
Filmkunstwerk
"Lost Highway" ist ein überragender Film über einen Saxophonspieler, der von Eifersucht und Depressionen geplagt seine Frau umbringt. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 29. Juni 2008 von Sixfeet123
"Lost Highway"... genial, spannend und verstörend !
"Lost Highway" ist ein grandios inszenierter Film, der einen auf eine Reise jenseits aller filmischen Regeln entführt. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 27. November 2007 von billy
Mysterium David Lynch
Als ich den Film zum ersten Mal sah, hatte ich Schwierigkeiten bis zum Ende durchzuhalten! Damals wußte ich mit dem Namen David Lynch nicht viel anzufangen, sonst hätte... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 25. September 2007 von sydney75
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