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Lost Girls: 3 Bde. im Schuber
 
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Lost Girls: 3 Bde. im Schuber [Gebundene Ausgabe]

Alan Moore , Melinda Gebbie-Moore
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
Preis: EUR 75,00 kostenlose Lieferung. Siehe Details.
  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 336 Seiten
  • Verlag: Cross Cult; Auflage: 1 (26. Mai 2008)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3936480001
  • ISBN-13: 978-3936480009
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 17 - 18 Jahre
  • Größe und/oder Gewicht: 31 x 23,4 x 7 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 263.184 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

KulturSPIEGEL, Ausgabe Mai, 28. April 2008

[...] Moore nutzt den historischen Hintergrund virtuos: Das Herandämmern des Ersten Weltkriegs, der Beginn des Modernismus fließen in sein Werk ein, die Premiere von Igor Strawinskis "Le sacre du printemps" an der Pariser Oper, Arbeiten von Oscar Wilde und Egon Schiele. [...] Moores Pornografie, von Melinda Gebbie in kunstvolle Bilder umgesetzt, ist in vielerlei Hinsicht außergewöhnlich, Moore verschmilzt Pornografie mit Realität , Philosophie, Psychologie und Kunst. [...]

Kurzbeschreibung

Das neue große Werk von Starautor Alan Moore und Melinda Gebbie!

Lost Girls ist eine anspruchsvolle, fantasievolle, erotische Graphic Novel, die die sexuellen Abenteuer von drei der bekanntesten weiblichen Figuren des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts beschreibt: Alice aus ALICE IM WUNDERLAND, Dorothy Gale aus DER ZAUBERER VON OZ und Wendy Darling aus PETER PAN. Sie treffen sich als Erwachsene 1913 in einem österreichischen Hotel und erzählen sich ihre erotischen Abenteuer und Träume. Historische Ereignisse wie das Attentat auf Erzherzog Franz Ferdinand werden ebenso in die Erzählung eingewoben wie pornografische Literatur und Kunst dieser Zeit. Jedes Kapitel wird in dem Stil eines anderen Künstlers der Epoche präsentiert, darunter Oscar Wilde, Aubrey Beardsley, Alfons Mucha und Egon Schiele.

Ausgezeichnet als: Eine der „10 besten Graphic Novels“ bei Amazon.com, eines der „25 besten Bücher des Jahres“ von Village Voice und als eine der „besten Graphic Novels des Jahres“ von den Publishers Weekly Kritikern.


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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
17 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Jan-niklas Bersenkowitsch TOP 1000 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Gebundene Ausgabe
Das Hotel Himmelgarten.

Hier treffen drei bemerkenswerte Frauen aufeinander, deren Wege sich an diesem Ort kreuzen und die sich im Laufe der Handlung, vor allem sexuell, näher kommen. Es handelt sich dabei um die ehrwürdige Lady Alice Fairchild, Miss Wendy Potter geborene Durling("Darling" gerufen) und Misses Dorothy Gale aus Amerika, eine junge Frau vom Land. Wie sich später herausstellen soll, haben wir es hier mit den gealterten Versionen der Heldinnen aus den Kinderbüchern "Alice im Wunderland", "Peter Pan" und "der Zauberer von Oz" zu tun, deren Geschichten Melinda Gebbie und Starautor Alan Moore in Form erotischer Erlebnisse nacherzählen.

Eine kurze Anmerkung ehe ich die Rezension fortsetze. Lost Girls ist vor allem zwei Dinge: Teuer und ein Porno reinsten Wassers. Zwar anspruchsvoll und höchst raffiniert erzählt, aber immer noch ein Porno und das wollen Miss Gebbie und Mister Moore auch gar nicht abstreiten. Für unvorbereitete Naturen bedeutet das Folgendes: Es wird in jedem Kapitel zumindest einmal kopuliert, masturbiert und geblasen. Neben gleichgeschlechtlichen Verkehr, finden auch Inzest, Gruppensex und Pädophilie ihren Platz in der Geschichte um die verlorenen Mädchen, die sich durch das Erzählen ihrer allesamt traumatischen Erlebnisse "befreien" und sogar sexuell stimulieren um zum Schluss, trotz des drohenden ersten Weltkrieges positiv in die Zukunft zu sehen. Um es auf den Punkt zu bringen: Was hier einem als Leser serviert wird, ist trotz der geradezu berührenden Geschichte und deren positiver, lebensbejahender Botschaft harter Tobak, der auf empfindliche Gemüter, ähnlich verstörend wirken kann wie Moores letztes großes Meisterwerk From Hell, da die Erlebnisse der liebenswerten Hauptfiguren hochgradig verstörend und abgründig sind und immer mehr an Düsternis gewinnen, je weiter ihre Erzählungen voranschreiten. Dies alles sollte man sich vor Augen halten ehe man sich, das als Schuber erhältliche Gesamtpaket von drei Bänden zulegt und dafür 75 Euro bezahlt.

Wie zu Beginn meiner Rezension erwähnt, werden die Geschichten der Vorlagen nicht neu geschrieben sondern in Form erotischer Versionen nacherzählt. Dabei wird jeder der drei Hauptfiguren ein eigener Zeichenstil zugestanden, der entweder recht spartanisch wie bei Wendy oder erstaunlich detailliert wie bei Dorothy ausfällt. Melinda Gebbies Zeichnungen wirken geradezu unschuldig, was im krassen Gegensatz zur expliziten Darstellung der diversen Sexualakte steht und die farbenfrohen Kulissen tragen ebenfalls dazu bei, den Leser zur irrigen Annahme zu verleiten, es handele sich eventuell hierbei um ein buntes Bilderbuch für Kinder, dem selbstverständlich die, wie gesagt den ausführlichen und unzensiert wiedergegebenen, Bildern gegenüber stehen. Ob nun Vagina oder erregiertes Glied hier wird alles bis zum Coitus gezeigt und distanziert Lost Girls endgültig von dem Verdacht etwas für jüngere Semester zu sein.

Dazu trägt auch die raffinierte Geschichte bei die, trotz Nacherzählungscharakter, auch durch teilweise ironischen, teilweise durch sehr derben Humor den Leser zum lachen oder zumindest zu einem Schmunzeln verleitet und der sonst sehr ernsten und düsteren Thematik der Handlung ein wenig ihrer Schwere nimmt. Kenner der literarischen Originale werden übrigens die versteckten Anspielungen wohl sofort verstehen(mir selbst ist das vor allem deswegen gelungen, da ich diverse Filme und ein Theaterstück mitverfolgen durfte), alle anderen erfreuen sich an den durch hervorragend geschriebene Texte getragene Geschichten, in denen auch Auszüge aus anderen pornographischen Werken und erotisierte Versionen der sieben Todsünden ihren Platz finden. Zu den Dialogen sei noch gesagt, dass diese trotz ihres intellektuellen Anspruchs selbstverständlich ebenfalls Teil des pornographischen Gesamtwerkes sind, weswegen man sich nicht an den vulgären Ausbrüchen der Figuren stören sollte.

Diesen möchte ich den letzten Teil meiner Rezension widmen. Wie gesagt haben wir es hier mit drei liebenswerten Frauen zu tun. Frauen mit starken Persönlichkeiten, die nicht einfach nur als Sexualobjekte degradiert werden, sondern sich über ihre Sexualität, den Austausch und dem Ausleben ihrer Fantasien, heilen, sich selbst und ihrer Vergangenheit stellen und mit dem Wissen, dass sie trotz ihrer teilweise perversen Fantasien nicht zu jenen Monstern gehören, unter denen sie in der Vergangenheit zu leiden hatten, mit sich im reinen der Zukunft entgegenblicken können(ob es sich dabei tatsächlich um eine positive handelt, sei angesichts des Schlusses dahingestellt).

Denn von seiner tiefsinnigen Bedeutung her ist Lost Girls eine Geschichte über Fantasien, deren Botschaft es vordergründig ist, den Leser dazu zu ermutigen diese als normal und positiv zu akzeptieren und ihm in Form einer perfekten Symbiose aus Melinda Gebbies Zeichnungen und Alan Moores Texten zugänglich gemacht werden. Dank des hervorragenden Hardcoverformats des Cross Cult-Verlags bleibt einem dieses exquisite Lesevergnügen für eine lange, lange Zeit erhalten.

Lost Girls ist ein Porno.

Und ein Meisterwerk.
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von breedstorm TOP 500 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Alan Moore mag ja aussehen wie der Sänger von Cannibal Corpse auf Extasy, aber in meinem persönlichen Comic-Olymp steht der Brite ganz oben. Nahezu alles, was er geschrieben hat, finde ich geil, z.B. Watchmen, Die Liga der außergewöhnlichen Gentleman, From Hell, V für Vendetta usw.

Auch bei Lost Girls setzt er neue Maßstäbe, in krasser Art und Weise.
Wir erleben Dorothy aus "Der Zauberer von OZ", Wendy aus "Peter Pan" und Alice aus "Alice im Wunderland", wie sie kurz vor Ausbruch des 1. Weltkriegs aufeinander treffen. Nach und nach fallen die Damen übereinander her, und auch die restlichen Bewohner des österreichischen Hotels, in dem sie aufeinander treffen, werden nicht ausgespart. Das heißt in diesem Fall, daß in diesem aufwendig aufgemachten Schuber mit 3 HC Großbänden im Großformat mehr unterschiedliche Sexszenen vorkommen, als in einer mittelständischen Videothek.
Nebenbei erfahren wir, was den gealterten Damen Damen wirklich in den fantasievollen Geschichten ihrer Jugend passiert ist. Glaubt mir, nach diesem Buch sieht man Peter Pan, die Herzkönigin oder den ängstlichen Löwen mit anderen Augen.

Das Werk wird sicher nicht jeden Gefallen. Viele werden es auch aufgrund des Preises nicht erwerben. Andere wird das Thema Sex, was wirklich in jeder Spielart präsentiert wird (Homosexualität, Inzest, Sodomie etc.) schwer abschrecken. Und auch die Zeichnungen von Debbie Gibson, des Großmeisters Dauerfreundin, sind, obwohl in 15 Entwicklungsjahren entstanden, auch Geschmacksache, da sie einen verspielten Stil zeigt, der auch in ein Kinderbuch passen würde.
Trotzdem wird eine dichte Atmosphäre geschaffen, der man einfach folgen muß. Egal, ob man interessiert oder abgestoßen ist.
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39 von 53 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Alan Moore ist ein Genie. Ja, so deutlich muß man es wohl sagen, denn der Brite hat (z.B. mit Watchmen oder V wie Vendetta oder Batman: Bitte lächeln oder oder oder) wahre Meisterwerke geschaffen, die die Comics als ausdrucksstarkes Medium verankert haben. Es ist daher wohl nur natürlich, wenn man jedem neuen Werk von Moore mit hohen Erwartungen entgegensieht. Umso verstörender ist es, wenn die Erwartungen nicht nur unterlaufen werden, sondern völlig in sich zusammenfallen. Mit "Lost Girls" hat Alan Moore einen Porno schreiben wollen, der auf verschiedenen Ebenen mit der Pornographie, mit dem Medium Comics und natürlich mit dem Leser spielt. Leider gelingt ihm das nicht einmal ansatzweise.

Die Ursprungsidee ist herrlich: Alice (aus dem Wunderland), Dorothy (aus Oz) und Wendy (aus dem Nimmerland, also Peter Pan) treffen sich in einem Schweizer Hotel vor dem ersten Weltkrieg. Von hier an legt Moore zwei Erzählstränge an, mit denen er Boccaccios Decamerone imitiert (nur miteinander ins Bett steigen wäre auch ein bissel wenig Handlung, wenngleich dem Leser gegenüber ehrlicher): Auf der Jetztzeitebene treibt es sukzessive jede/r mit jeder/m, auf der Erzählrundenebene, in der sich die Figuren einander ihre (sexuelle) Vergangenheit berichten, deutet Moore die uns bekannten Geschichten dieser literarischen Figuren in sexuelle Erweckungserlebnisse um. Leider ist die Idee das einzige, was brillant ist, denn die ausgeführte Geschichte ist flach, langweilig und nicht sonderlich innovativ. Besonders unangenehm wird es dann leider, wenn Moore mit Elementen der Kinderpornographie spielt (in der Peter-Pan-Erzählung), ohne diese sinnvoll aufzufangen. Bei aller Verehrung für Herrn Moore: Das ist dilettantisch und macht nicht wirklich Spaß (bei Kindersex hört derselbe nämlich zumindest bei mir auf, was rein gar nichts mit meiner Akzeptanz von Pornographie zu tun hat, falls der geneigte Leser dieser Rezension davon ausgeht, dass ich für dieses Werk zu prüde sein könnte). Die langatmigen Stellen, die die Erzählung auf der Stelle treten lassen, sind zahlreich und zeigen nicht einmal ansatzweise Moores Brillanz, Spannungsbögen auf mehreren Ebenen aufbauen zu können. Vereinzelte nette Einfälle stechen zwar hervor, aber eher schmerzhaft, weil man als Leser merkt, wie rar diese sind und durch wie viele Seiten man sich durchquälen muß, um auf diese zu stoßen. Als größtes Ärgernis meiner Intelligenz als Leser gegenüber werte ich Moores offensichtliche Verwechslung, daß die Verwendung literarischer Charaktere gleichbedeutend sein könnte mit dem Erschaffen von Literatur.

Die deutlichen Schwächen in der Erzählung werden leider noch durch die unwirklich schlechten Zeichnungen von Melinda Gebbie unterstrichen. Ihre Zeichenkunst, die sich um verschiedene Stile bemüht, die letztlich aber alle ähnlich aussehen (und damit leider ähnlich schlecht) orientieren sich am ehesten an einer Underground-Linie der Achtziger. Wenn ich es richtig mitbekommen habe, war das der Startzeitpunkt dieses Werkes, insofern ergibt das Sinn. Leider hat sich auch der Underground weiterentwickelt und kommt nicht mehr so bescheiden daher. Auch für die Zeichnungen gilt, daß es vereinzelt nette Einfälle gibt (besonders die Jugendstildekore), aber eine einsame Kirsche macht eben keine Kirschtorte.

Mein persönliches Fazit: Eine 75 teure Geldverschwendung (in altem Geld 150 DM!). Den einen Stern gibt's für die an sich gute Verarbeitung des Verlages (gute Hardcoverbände in einem stabilen Schuber - leider mit aufgeklebtem Textblatt auf der Rückseite, warum auch immer das nicht einfach beigelegt wurde) - außerdem kann man ja hier nicht mit 0 bewerten.
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