Mit "Lost City Raiders" schließt sich ein großer deutscher Sender der immer wieder aufkommenden Trendwelle der Katastrophenfilme (zuletzt "2012") an.
Die Grundidee der Geschichte ist gut: in der Zukunft sind große Teile der Welt überflutet und nur mit einem magischen Zepter soll es möglich sein, die Zerstörung der Welt zu verhindern. Jenes magische Zepter wird bereits in der Bibel erwähnt, teilte doch beispielsweise Moses mit seiner Hilfe das Meer. Soweit, so gut, die Grundidee bekam ein bisschen Hintergrund und der Zuschauer freute sich auf zwei Stunden aufregende Schatzjagd und die anschließende spektakuläre Rettung der Welt.
Doch dazu kommt es nicht. Trotz guter Ideen kam im Film keine Spannung auf, viele gute Möglichkeiten wurden schlichtweg verschenkt und was blieb war eine steife Handlung mit platten Figuren und einem vollkommen unspektakulären Ende ohne viele Erklärungen. Nicht einmal die ganz guten visuellen Effekte konnten über diese Mängel hinwegtrösten.
Hinzu kommen filmische Mängel wie der übertriebene Einsatz von Zeitlupen und die manchmal sehr hektischen Schnitte, die das Gefühl wecken, Szenen verpasst zu haben.
Fazit: wer gutes und ausgereiftes Abenteuerkino sehen will, ist mit Filmen wie dem schon erwähnten 'Indiana Jones' oder auch der Reihe 'Das Vermächtnis...' wirklich um einiges besser bedient. Es ist wirklich schade, dass so viele deutsche Eigenproduktionen einen faden Geschmack von 'netter Versuch...' hinterlassen.