Erstmal gleich vorne weg, muss ich sagen, dass natürlich jeder Vergleich mit dem ersten Teil der Lost Boys aus den 80ern gar nicht erst aufgestellt werden soll. Lost Boys ist ein Kultfilm und damals unter ganz anderen Vorraussetzungen entstanden, also die beiden Direct-To-Video Fortsetzungen.
Wer also erwartet hier einen Film zu sehen, der den Vorgänger toppt oder gleichkommt, kann nur enttäuscht werden. Deshalb gebe ich dem Film auch nur 4 Sterne, statt 5. Aber seien wir mal ehrlich, muss denn immer jede Fortsetzung größer, schneller, besser, etc... sein.
Eigentlich kann man bei einem Kultfilm nichts anderes machen, als diesen durch kleine, aber feine Widererkennungseffekte, bekannten Gesichtern zu huldigen....
Und genau dies passiert hier in dieser bereits zweiten Fortsetzung. Ansätze dazu, waren ja schon in Lost Boys: The Tribe zu erkennen, durch Corey Feldmann als Edgar Frog und einem Kurzauftritt von Corey Haim (der ja inzwischen leider tot ist), sowie dem Saxophonspieler und annhöhernd die Atmosphäre. Leider wiederholte man bei Teil 2 ja nur in etwa die Story von Teil 1 und gerade die bekannte Figur aus Teil 1 Edgar Frog war mehr in einer Nebenrolle, als in einer Hauptrolle zu sehen.
Dies hat sich jetzt geändert und Cory Feldmann ist nun der Hauptdarsteller, ebenso stößt nun auch sein Bruder wieder dazu (den man ja auch aus Teil 1 kennt), und die anderen Charaktere aus dem ersten Film werden zumindestens namentlich erwähnt.
Es ist erstaunlich, dass Corey Feldmann immer noch fast so aussieht, wie ein Zwölfjähriger. Aber er macht seinen Job echt gut und ich konnte mich bei dem Film herrlich amüsieren.
Der Film geht diesmal auch eigenständigere Wege, hat sogar eine kleine Message in Bezug auf die Vampirschmalzromanwelle und dem Twilight-Quatsch, der ein eigentlich bösartiges, gruseliges Geschöpf verherrlicht und dem Vampirmythos, auch in meinem Augen, erheblich schadet.
Bei dem Bösewicht am Ende, mußte ich ein wenig an True Bloods Godric denken. Man sollte also nicht denken, dass der Film das Rad neu erfindet.
Schön ist die Widervereinigung der Frog-Brüder und am Ende die Anspielung auf Werwölfe, welche wohl die Zukunft der Serie weisen werden. Im Internet liest man u.a. auch, dass Warner wohl jedes Jahr eine neue Lost Boys Fortsetzung produzieren will, vielleicht auch sogar mal wieder fürs Kino. Man darf also gespannt sein und ich freu mich darauf. Vielleicht tauchen ja auch noch Starr und Michael mal wieder auf, nachdem Sam (Corey Haim) ja aus dem Rennen ist.
Fazit: Wer den Kultfilm Lost Boys liebte und den mal wieder feiern möchte, ohne jedoch die Qualität dieses Films zu erwarten, sollte zugreifen !