Eines vorneweg: "Lost Boys" ist ein Teeniefilm - man erwarte also kein Oscar-nominiertes Leinwandabenteuer. Man erwarte aber auch keinen blutrünstigen Horrorfilm, denn das ist "Lost Boys" trotz der Vampir-Thematik auch nicht. Das Vampirthema ist Nebensache, es ging lediglich darum, der Rocker-Halbstarken-Truppe noch "einen draufzusetzen". Somit sind sie unwiderstechlich - gewaltbereit, durchgestylt, mit dem Motorrad Herrscher der Stadt. Geradezu wie aus einem alten Billy-Idol-Musikvideo entsprungen.
Michael zieht mit seiner Familie in eben diese Stadt der "Lost Boys" - und ist fasziniert von Hippietochter Star, die ihn mit den Vampiren bekanntmacht... Er lässt sich herausfordern, weil er Stars Aufmerksamkeit gewinnen möchte. Doch selbst ein Vampir werden? Und was ist mit den Kindern, die dauernd verschwinden?
Die Charaktere sind ausgereift, in sich stimmig und exzellent gespielt. Vor allem die Jungs um Michael's kleinen Bruder bestechen durch ihr Rambo-Gehabe und entlocken den ein- oder anderen Lacher - trotz des tragischen Hintergunds mit den verschwundenen Mädchen.
Die Bildqualität ist für einen 80er Film erstaunlich gut, der Soundtrack perfekt abgestimmt. Ein Film ohne Macken, ohne nennenswerten intellektuellen Anspruch, einfach nur schöne Bilder & spannende Unterhaltung - KULT.