Kurzbeschreibung
Auf 200 Seiten werden klar und verständlich die Grundlagen der mentalen Prozesse der Reizverarbeitung dargestellt.
Biologische Rhythmen, die innere Uhr und die psychosomatischen Zusammenhänge werden für den »Stressgeplagten« wie für den Fachmann beschrieben und mittels zahlreicher Grafiken und Übersichten erklärt. Tests zur Klassifizierung der eigenen Persönlichkeitsmerkmale wurden ergänzt und helfen bei der Auswahl des eigenen Verfahrens zur Stressbewältigung.
Der praktische Teil gestaltet sich als hervorragende Anleitung für die wichtigsten Entspannungstechniken wie:
- Muskelentspannung - Autogenes Training - Atementspannung und Phantasiereisen - Biofeedback - Entspannung für Kinder (eigener Teil) - Trance, Hypnose und meditatives Entspannen - Anleitungen zum erholsamen Schlaf und gezieltes Träumen
und gibt eine ausführliche Literaturübersicht zu den Themen.
Über den Autor
Auszug aus Loslassen - Stress bewältigen. Wege zu entspanntem Bewusstsein und besserem Schlaf. Ein Wegweiser durch das Labyrinth unseres Gehirns und der Entspannungstechniken. von Christoph Schenk. Copyright © 2002. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.
Hirntraining: Voraussetzung für positives Denken und Handeln
Praktische kleine mentale Übungen übertreffen jede theoretische Grundlage. Aus diesem Grunde habe ich Ihnen im folgenden zwei Möglichkeiten dargestellt, die Ihnen helfen, die rechte Gehirnhälfte ein wenig zu fördern. Trainieren Sie die suggestiven Möglichkeiten der grauen Zellen. Es kann Sie kreativer machen und vor allem macht es auch noch Spaß auf diese Art und Weise zu entspannen:
1. Malen Sie sich ein geistiges Bild, indem Sie mehrfach pro Woche die Worte der unten aufgeführten Liste mit einbeziehen. Lesen Sie sich die Liste zweimal hintereinander durch, dann schließen Sie die Augen und versuchen Sie ein inneres geistiges Bild davon zu entwerfen (keine Handlung, keine Erinnerung an den letzten Urlaub oder Ähnliches, sondern nur ein »stehendes Bild in der Vorstellung«). Versuchen Sie dabei die Einzelheiten aus der Liste im Geist mit einzubeziehen. Wenn Sie eine davon vergessen, ist das nicht weiter schlimm. Achten Sie jedoch auf Farben, Ihre Gefühlsstimmung dabei, auf die Formen oder auf Gerüche, die Sie sich dabei vorstellen.
Suggestionsliste:
grüne Wiese mit Mohnblumen
blühender Baum im Sonnenschein
Schmetterlinge
Vogelgezwitscher
blauer Himmel mit Wolken, die sich verändern
ein Bach, der plätschert und auf dessen Grund Sie sehen.
Wenn Sie Spaß an dieser kleinen Übung haben, verinnerlichen Sie täglich für etwa 10 bis 15 Minuten eines der Bilder in entspannter Köperhaltung. Legen Sie sich dazu auf den Teppich, vielleicht mit einem Kissen unter dem Kopf und sorgen dafür, dass Sie in der Zeit keiner stören kann. Durch die folgende kleine weitere Übung können Sie diese stehenden Bilder aus der oben genannten Übung noch durch Handlungsabläufe ergänzen:
Drehen Sie eine kleine Filmszene in Ihrem Kopf, eine Szene mit Happy-End, die folgende Elemente beinhalten sollte:
ein aufziehendes Gewitter aus der Ferne
prasselnder Regen in einer Pfütze auf einem Weg
Hundegebell aus der Ferne
Vorbeifahrt eines Autos
das Knarren einer Tür und das vorsichtige Ins-Schloss-Fallen
Vogelgesang über einer Blumenwiese im Sommer
Auch bei dieser Übung kommt es nicht unbedingt darauf an, alle Einzelheiten der Liste mit einzubeziehen. Vielmehr trainieren Sie die geistigen Fähigkeiten und assoziativ-kreativen Möglichkeiten Ihres Gehirns, wenn Sie diese kleinen Bilder oder Szenen in Ihre Entspannungstechniken integrieren. Beispielsweise können Sie die oben genannten Bilder oder Handlungen in das autogene Training integrieren, um die Entspannung noch zu intensivieren. Erinnerungen werden dabei aus Ihrem Gehirn wachgerufen, aber auch neue Phantasien, die sich damit vermischen. Im Übrigen trainieren Sie hierbei auch die visuellen Fähigkeiten, die Ihnen letztendlich dazu verhelfen, die Wahrnehmung über Ihre Sinnesorgane (Sehen, Hören, Riechen, Schmecken) nach einigen Monaten zu intensivieren.