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Loslabern: Bericht. Herbst 2008
 
 
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Loslabern: Bericht. Herbst 2008 [Gebundene Ausgabe]

Rainald Goetz
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 187 Seiten
  • Verlag: Suhrkamp Verlag; Auflage: 2. (12. Oktober 2009)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3518421123
  • ISBN-13: 978-3518421123
  • Größe und/oder Gewicht: 17,6 x 11,4 x 1,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 2.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 162.001 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über den Autor

Rainald Goetz
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

»Rainald Goetz ist zweifellos einer der ganz wenigen Autoren, die an einem vollkommen anderen Verständnis von Literatur festhalten, an einem Schreiben, das die Nahtstellen zwischen Erfahrung und Text ständig freilegt, das die Reflexion über das Schreiben immer schon enthält.«

(Andreas Bernard Süddeutsche Zeitung )

»Goetz arbeitet seit seiner furiosen Klage aus dem letzten Jahr an einem fortlaufenden Kommentar der Gegenwart. ... [Was] nicht genug zu loben ist: lebendige Kulturkritik, wie es sie lange nicht gegeben hat.«

(Iris Radisch Die Zeit )

»Der Ich-Erzähler Rainald Goetz beschreibt in seinem hochgepitschten, hypernervösen Tonfall verschiedene Begegnungen im vergangenen Herbst. [...] Da ist er dann plötzlich mittendrin im komplizierten Gewebe der Autorenbeziehungen, das sich zwischen Neid und Anerkennung, Freund- und Feindschaften aufspannt. Goetz ist Teil davon, sticht mit seinen Texten aber heraus. Denn er ist einer der wenigen inzwischen, die sich wirklich an der unmittelbaren Gegenwart abarbeiten, die immer wieder experimentieren.«

(Tom Kretschmer BR-online )

»Keine Wende, keine Kehre, kein Zurück. Der symbolische Kampf der Kultur geht weiter. Und Rainald Goetz ist wieder dabei. Mit »Loslabern« hat er gerade den zweiten Band seines Buchprojekts »Schlucht« vorgelegt. Man merkt dem Text das Vergnügen an, das das Schreiben dem Autor bereitet hat. Das Vergnügen bleibt dabei nicht einseitig. ... Das Buch ist unreiner Anti-Hegel und legt den bohrenden Finger andauernd auf die schmerzende Stelle eines jeden Subjekts: sein Begehren nach Anerkennung. In der Anerkennung aber, davon handelt Goetz wie kein anderer Schriftsteller unserer Tage hierzulande, wird der Begehrende bloß zum Objekt. Anerkannt werde ich bloß als Objekt.«

(Cord Riechelmann Jungle World )

»Das ist das Wunderbare an diesem Autor, der einer der letzten Romantiker ist: dass er Lust macht auf die Gegenwart, aufs Erleben und das Darüberreden, auf Lebenssuff und Daseinsrausch. Vielleicht gibt es unter den zeitgenössischen Autoren keinen, der derart Anteil nimmt am Jetzt und sich derart aufgehoben fühlt in der Zeitgenossenschaft. Er schreibt die Welt gewissermaßen mit, simultandolmetscht die Wirklichkeit, fängt Zauberhaftes ein und zermalmt das Geschaute sogleich zwischen seinen Werkzeugen, der Theorie und der Interpretation.
Nun hat Rainald Goetz ein neues Buch veröffentlicht; es ist großartig und kleingeistig, anmaßend und engstirnig, menschenfreundlich und elitär, und es regt an wie zuletzt kaum ein Text.«

(Philipp Holstein Rheinische Post )

»Ein wahrlich infernalisches, ja ein sprachgewaltiges Buch ist Rainald Goetz' ›Loslabern‹ geworden. ... Ein Buch, das mit irre witzigen, geistreichen und präzisen Beobachtungen zur Gegenwart und Machtkulisse der Republik lockt. ... Irre scharfzüngig und feingeistig, manchmal fragmentarisch und rätselhaft, immer jedoch ein empfindsames Seismogramm unserer Zeit.«

(Hamburger Abendblatt )

»Goetz begegnet diesem geballten Weltirrsinn mit hochartistischem Gelaber: einer wütenden, witzigen, wahnsinnigen Tirade. Das ist die äußerste mögliche Reaktion. Im Loslabern nimmt die Sprache Tempo auf, um mit den Ereignissen mitzuhalten.«

(Jörg Magenau Deutschlandradio Kultur )

»Es gehört zu Goetz' wunderbaren Tricks, ... einen mit Bekenntnissen zu ködern, etwa die eigene Schwäche, Peinlichkeit etc. betreffend. ... Man nehme ein besonders begehrtes Fest, beobachte die hochmögenden Gäste ausgiebig und gnadenlos und gebe sie ihrer eigenen Dummheit und Vulgarität preis, ohne selbst von dem niederen Instinkt des Entlarvens infiziert zu werden. Letzteres ist natürlich die eigentliche Kunst.«

(Ina Hartwig Frankfurter Rundschau )

»Eine Suada der besonderen Art. ... Alleine die Schilderung der Machtverhältnisse am Tisch von Angela Merkel und den gastgebenden FAZ-Herausgebern anhand der Körpersprache ist von einer brillanten analytischen Schärfe. Wer weiß: Vermutlich muss man in zehn Jahren erneut zu diesem Buch greifen, wenn man verstehen will, wie die ›Nullerjahre‹ wirklich waren.«

(Fuldaer Zeitung )

»Das Teil ist geil, es fährt ein und es fährt wie die Hölle.«

(Klaus Nüchtern Volltext )

»FAS: Ist das die Herausforderung im Fernsehen: einer Million Zuschauern Rainlad Goetz zu präsentieren? Über ein Buch zu sprechen, das vermutlich kaum einer der Zuschauer gelesen hat, und mit ihm über ein Feuilleton-Aufmacher der FAZ zu diskutieren (der eine Million Leser hatte)?

Harald Schmidt: Das ist die Renaissance. Man ist der eigene Medici und macht einfach, was einen interessiert. Ich finde Loslabern das Buch von Goetz, super. Und mich interessieren genau die Themen, die Goetz anschneidet. In der Klientel ist die Reaktion auf Goetz genauso wie auf Gert Voss oder Anne Tismer: super.«

(Harald Schmidt im Interview mit Volker Corsten und Claudius Seidl Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung )

Kurzbeschreibung

Beck wurde rausgeschmissen am Schwielowsee, in Cern wurde der Teilchenbeschleuniger angestellt, und nachdem Damien Hirst in London seine Sensationsauktion glücklich (111 Millionen Pfund Erlös) hinter sich gebracht hatte, kollabierten noch am selben Tag in New York die in die dortigen Feuchtbiotope und Felsen hinein errichteten Banken: Lehman, Goldman, Partners und Konsorten. Das Wort Rettungsschirm kam auf, die Dinger wurden aufgespannt, die Kredite trotzdem immer fauler. Kreditkrise, Staatskrise, Vertrauen weg, Derivate angeblich hochspekulativ usw. Frage an den Staat: Hast du mal ein paar Millliarden? Herr Ackermann, Herr Mehdorn, der Schwarze Schwan im Herbst 2008; September, Oktober, November. Ja: Wie war das gleich noch mal gewesen? Wie hat sich das angefühlt? Loslabern erzählt in drei Kapiteln (1. Reise; 2. Herbstempfang 2008; 3. Der Jüngling) verschiedene Geschichten aus dieser grandios durchgeknallten Zeit. Das Ende vom Anfang des neuen Jahrtausends war plötzlich da.

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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen Länger dürfte es auch nicht sein, 24. November 2010
Von 
Felix Vosen (Hürth) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Loslabern: Bericht. Herbst 2008 (Gebundene Ausgabe)
Ich hab mir loslabern gekauft, nachdem ich Goetz bei Schmidt gesehen hatte, wie es wahrscheinlich vielen gegangen sein wird. Warum? Weil ich sah, dass der gute Mann sich den Feuilletons annimmt und dessen Vertreter sind in meiner Welt in der Regel die Menschen mit dem dicksten Brett vorm Kopf. Goetz ist da teils mit mir auf einer Linie, teils nicht, aber das ist ja zu erwarten. Wäre ja auch langweilig sonst.

Dementsprechend kam ich gut rein und hab auch am Buch gehangen. Auch mit der Sprache kam ich gut klar. Ob man so schreiben muss, ist ne andere Frage, aber wer Goetz mal hat reden sehen, weiß wohl warum er so schreibt. Weil er auch so spricht. Ein rastloser Mann hat eine rastlose Schreibe. Dementsprechend gehetzt fühlt man sich auch gerne mal bei der Lektüre.

Blöderweise scheint ihm dann gegen Ende doch die Luft ein wenig auszugehen. Das letzte Drittel schleppt sich dann doch ein bisschen, aber am Ende zieht er dann für die letzten 20 Seiten nochmal an und endet so wie man es erwarten könnte: Nicht wirklich verständlich, nicht wirklich wichtig, aber nett anzusehen.

Ich habs nicht bereut, es gelesen zu haben. Ist das hier ein intellektueller Höhenflug? Nee! Aber wer braucht das denn auch? Spaß machts trotzdem.
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18 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Raus aus dem Internet, rein ins Vergnügen, 7. Januar 2010
Von 
Joachim Rock (Berlin) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Loslabern: Bericht. Herbst 2008 (Gebundene Ausgabe)
Da ist er wieder: Dr. Dr. (Medizin, Geschichte) Rainald Goetz. Selbstverständlich ist das nicht, weil Goetz mitunter praktiziert, was man mancher Gestalt des aktuellen Literaturbetriebs (Maxim Biller!) wünscht: einfach mal eine Weile kein Buch schreiben. 'Jahrzehnt der schönen Frauen' 2001 war zuvor seine letzte selbständige Buchveröffentlichung. Das 2004 erschienene 'Heute Morgen' enthielt lediglich bereits vorher veröffentlichtes, während das 2008 erschienene 'Klage' sein 2007/08 geschriebenes Internettagebuch dokumentiert.

Nils Minkmar (dessen Band 'Mit dem Kopf durch die Welt' gar nicht genug gelobt werden kann) hat einmal sinngemäß formuliert, dass Goetz und das Internet sehr gut zueinander passten, was für beide keine gute Nachricht sei. Anders als Minkmar hat Goetz den Versuch des journalistischen Schreibens aufgegeben. In seinen Worten: 'Um guten Journalismus machen zu können, musste man sich auf eine selbstverständliche Art im Sozialen so aufgehoben fühlen, wie ich mich ebenso selbstverständlich fern davon fühle, diese Alienationsposition konnte zu einer das Soziale aus der Abweichung erschließenden Ichliteratur führen, nie aber zu dem guten Journalismus' (86). Seinen eigenen Ansatz hat er damit ebenso treffend formuliert wie das Buch selbst.

Wer in Berlin dann und wann einmal eine öffentliche Veranstaltung oder einen Supermarkt in Mitte besucht, kann Begegnungen mit Goetz eigentlich nicht entgehen. Meist ist er der Charakter, der in vorderer Reihe eifrig mitschreibt. Ein Ergebnis ist hier mit recht zwischen zwei blauen Buchdeckeln platziert. Loslabern zu lesen ist ein reines Vergnügen: man möchte sich manche Formulierungen herausnehmen und in die Wohnung stellen, bspw. seinen Kurzkommentar zu 'Nudge'. Weitere Gegenstände des Protokolls sind u.a. eine Kracht-Lesung im LCB, ein FAZ-Empfang und die Finanzkrise. Völlig abwegig ist allerdings die Einschätzung, im Ex-Extra bzw. Rewe in der Chausseestr. arbeiteten die nettesten Menschen an der Kasse. Die arbeiten eindeutig im von Goetz nur zweitplatzierten Kaisers in der Schwedterstr., und wenigstens das weiß ich zu beurteilen.
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20 von 41 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen Wo, bitte, is'n das Hirn?, 9. April 2010
Von 
Peter Bockelbrink (München) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Loslabern: Bericht. Herbst 2008 (Gebundene Ausgabe)
Aha, man nehme einen leicht angegrauten Mediziner, der sich aufgrund gesteigerten Volumens an Allgemeinbildung berufen fühlt, über weltwirtschaftliche Zusammenhänge los zu labern. Sodann fasse man dieses basislektorisch in eine intergalaktische Art von Hypergrammatik, lasse notwendige Interpunktion kategorisch weg, füge dafür bedenkliche Satzzeichen irgendwo ein, und schon hat man "Junge deutsche Literatur". Wahrscheinlich sogar hochintellektuelle!

Ein Satz ist erst dann ein Satz, wenn er über mindestens eine dreiviertel Normseite geht. Alles andere ist allenfalls eine Anmerkung.

Wie soll man das lesen, bitte?
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