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Loslabern, Bericht Herbst 2008,
  
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Loslabern, Bericht Herbst 2008, [Unbekannter Einband]


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Produktinformation

  • Unbekannter Einband
  • Verlag: Frankfurt/Main, Suhrkamp 2009, (2009)
  • ASIN: B002U6YEMM
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 2.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)

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Rainald Goetz
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Ich hab mir loslabern gekauft, nachdem ich Goetz bei Schmidt gesehen hatte, wie es wahrscheinlich vielen gegangen sein wird. Warum? Weil ich sah, dass der gute Mann sich den Feuilletons annimmt und dessen Vertreter sind in meiner Welt in der Regel die Menschen mit dem dicksten Brett vorm Kopf. Goetz ist da teils mit mir auf einer Linie, teils nicht, aber das ist ja zu erwarten. Wäre ja auch langweilig sonst.
Dementsprechend kam ich gut rein und hab auch am Buch gehangen. Auch mit der Sprache kam ich gut klar. Ob man so schreiben muss, ist ne andere Frage, aber wer Goetz mal hat reden sehen, weiß wohl warum er so schreibt. Weil er auch so spricht. Ein rastloser Mann hat eine rastlose Schreibe. Dementsprechend gehetzt fühlt man sich auch gerne mal bei der Lektüre.
Blöderweise scheint ihm dann gegen Ende doch die Luft ein wenig auszugehen. Das letzte Drittel schleppt sich dann doch ein bisschen, aber am Ende zieht er dann für die letzten 20 Seiten nochmal an und endet so wie man es erwarten könnte: Nicht wirklich verständlich, nicht wirklich wichtig, aber nett anzusehen.

Ich habs nicht bereut, es gelesen zu haben. Ist das hier ein intellektueller Höhenflug? Nee! Aber wer braucht das denn auch? Spaß machts trotzdem.
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18 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Da ist er wieder: Dr. Dr. (Medizin, Geschichte) Rainald Goetz. Selbstverständlich ist das nicht, weil Goetz mitunter praktiziert, was man mancher Gestalt des aktuellen Literaturbetriebs (Maxim Biller!) wünscht: einfach mal eine Weile kein Buch schreiben. 'Jahrzehnt der schönen Frauen' 2001 war zuvor seine letzte selbständige Buchveröffentlichung. Das 2004 erschienene 'Heute Morgen' enthielt lediglich bereits vorher veröffentlichtes, während das 2008 erschienene 'Klage' sein 2007/08 geschriebenes Internettagebuch dokumentiert.
Nils Minkmar (dessen Band 'Mit dem Kopf durch die Welt' gar nicht genug gelobt werden kann) hat einmal sinngemäß formuliert, dass Goetz und das Internet sehr gut zueinander passten, was für beide keine gute Nachricht sei. Anders als Minkmar hat Goetz den Versuch des journalistischen Schreibens aufgegeben. In seinen Worten: 'Um guten Journalismus machen zu können, musste man sich auf eine selbstverständliche Art im Sozialen so aufgehoben fühlen, wie ich mich ebenso selbstverständlich fern davon fühle, diese Alienationsposition konnte zu einer das Soziale aus der Abweichung erschließenden Ichliteratur führen, nie aber zu dem guten Journalismus' (86). Seinen eigenen Ansatz hat er damit ebenso treffend formuliert wie das Buch selbst.
Wer in Berlin dann und wann einmal eine öffentliche Veranstaltung oder einen Supermarkt in Mitte besucht, kann Begegnungen mit Goetz eigentlich nicht entgehen. Meist ist er der Charakter, der in vorderer Reihe eifrig mitschreibt. Ein Ergebnis ist hier mit recht zwischen zwei blauen Buchdeckeln platziert. Loslabern zu lesen ist ein reines Vergnügen: man möchte sich manche Formulierungen herausnehmen und in die Wohnung stellen, bspw. seinen Kurzkommentar zu 'Nudge'. Weitere Gegenstände des Protokolls sind u.a. eine Kracht-Lesung im LCB, ein FAZ-Empfang und die Finanzkrise. Völlig abwegig ist allerdings die Einschätzung, im Ex-Extra bzw. Rewe in der Chausseestr. arbeiteten die nettesten Menschen an der Kasse. Die arbeiten eindeutig im von Goetz nur zweitplatzierten Kaisers in der Schwedterstr., und wenigstens das weiß ich zu beurteilen.
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20 von 42 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Aha, man nehme einen leicht angegrauten Mediziner, der sich aufgrund gesteigerten Volumens an Allgemeinbildung berufen fühlt, über weltwirtschaftliche Zusammenhänge los zu labern. Sodann fasse man dieses basislektorisch in eine intergalaktische Art von Hypergrammatik, lasse notwendige Interpunktion kategorisch weg, füge dafür bedenkliche Satzzeichen irgendwo ein, und schon hat man "Junge deutsche Literatur". Wahrscheinlich sogar hochintellektuelle!

Ein Satz ist erst dann ein Satz, wenn er über mindestens eine dreiviertel Normseite geht. Alles andere ist allenfalls eine Anmerkung.

Wie soll man das lesen, bitte?
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