... lesen Sie auch die Laudatio von PETER VON MATT anläßlich der Buchvernissage von "Los" im Zürcher Literaturhaus unter: Autorenportrait Es geht hier, wie überhaupt bei Merz, nicht um die Fabel, sondern um das Wortgewebe, den Subtext, die komplexe Motivstruktur, mit einem Wort: um die Verdichtung von Vorstellungen in einer Sprache von ganz eigenem Duktus. In ihr zeigt sich der Meister; sie ist es, die die Lektüre so leicht und belebend macht - dem düsteren Thema zum Trotz. Schon die ersten zweiundzwanzig Zeilen des Buchs ... zeigen die Handschrift dieses bedeutenden Autors. NZZ, Manfred Papst Ein kostbares Buch. Der Standard, Stefan Gmünder Als balancierte der Aargauer Schriftsteller auf dem Grat der Stille: In "Los" erzählt Klaus Merz, auf ein Minimum an Wörtern reduziert, die Geschichte eines Verschollenen und zeichnet - wie nebenbei - den eigenen poetologischen Leitfaden. Aargauer Zeitung, Markus Bundi Die poetische Prosa von Klaus Merz überrascht uns schon eine ganze Zeit, doch das größte Wunder ist, daß es nicht aufhört. SWR, Wilhelm Hindemith Merz ist immer Feinarbeiter gewesen und hat sich darin nicht beirren lassen. In "Los", das den Untertitel tragen müsste "eigentlich eine Novelle", ist er ganz zu seinen lakonischen Anfängen zurückgekehrt, hat aber auch beinahe all die körnig-sinnlichen Bilder aus "Jakob schläft" abgelegt. "Los", in dem die letzten Monate des Einzelgängers Peter Thaler erzählt werden, ist von erstaunlich unerbitterlichem Ernst. Süddeutsche Zeitung, Hans-Peter Kunisch Der schmale, aber sprachlich meisterhafte Prosatext zählt zum Besten, womit das Buchfrühjahr heuer aufwartet. NEWS, Dagmar Kaindl "Mein Thaler hat sich verwandert", weiß seine Frau. Ein kurzer Satz. In ihm steckt die ganze Erzählung. Gut 20 Bücher hat Klaus Merz bislang veröffentlicht, kaum eines ist mehr als 100 oder 150 Seiten lang. Romane, Erzählungen, Kurzprosa und Lyrik. Ein konsequentes, ein stimmiges Oeuvre, das vielfach ausgezeichnet wurde, zuletzt mit dem renommierten Gottfried-Keller-Preis. Jedes dieser Bücher war eine Überraschung, keines einer Mode unterworfen, dem Diktat eines Verlages oder eines Marktes. Klaus Merz ist sich über die Jahre treu geblieben. Er glaubt nicht an die großen Versuche, den Lesern das Leben zu erklären. Wo die Welt zerschellt ist, lassen sich auch in der Literatur nur mehr die Trümmer auflesen. Ö1/Ex libris/Buch der Woche, Susanne Schaber Eine Erzählung, deren Kürze in umgekehrt proportionalem Verhältnis zur Intensität des Erzählens steht. Bayerischer Rundfunk/B5 aktuell, Ulrich Klenner Wieder hat Merz, der Großmeister der kleinen Form, der präzise Miniaturenmaler, ein Werk geschaffen, eine literarische und bibliophile Kostbarkeit, deren Gesamtauftritt durch die Vignetten von Heinz Egger noch verstärkt und veredelt wird. Man denkt beim Lesen an die Vergeblichkeit menschlichen Strebens, an die Vergänglichkeit all unseren Bemühens, doch seltsam: Merz' Sprache stimmt uns dabei licht und hell. SonntagsZeitung An Merz' Sprache gefällt die Unaufgeregtheit, die statt aufzubauschen das Wesentliche in der Stille vertieft - oder versenkt, wie die vorangestellten Sätze von Walter Benjamin es nennen: "Die Erzählung senkt die Sache in das Leben der Berichtenden ein, um sie wieder aus ihm hervorzuholen." Der Erzähler hinterlässt so eine Spur. Klaus Merz' wiedererkennbare Hand ist die Poesie. Verdichtung ist auch als Erzähler sein Metier, er findet Bilder, die sprechen, ohne viele Worte zu machen. Merz braucht sie nicht, um das Leben daran zu messen, zu vergleichen - sie sind das Leben, sie sind der Text. St. Galler Tagblatt, Eva Bachmann ... unendliches Leseglück. JOURNAL Frankfurt Ein Buch, in dem das Leichte sich mit dem Schweren trifft, das Leben mit dem Schicksal einhergeht. WOZ, Anna Wegelin Klaus Merz hat eine grosse kleine Erzählung geschrieben, die - so rasch sie gelesen - so rasch nicht ausgelotet ist. Neue Luzerner Zeitung, Urs Bugmann Vieles an diesem neuen Buch erinnert an die Kurzprosa und die Lyrik des Klaus Merz... Des Autors poetische Methode scheint immer wieder ähnlich: So viel wie möglich wegzulassen, die Sprache so radikal wie möglich zu reduzieren und auch die Leerzeilen sprechen zu lassen. So entsteht eine rhythmisch und klanglich durchgestaltete, reduzierte Prosa mit starken lyrischen Einschlägen. Da verschwimmen die Genres. Viele seiner Sätze trägt man wie Gedichtzeilen mit sich herum, wie Mantren einer spröden Poesie... "Los" - so wie der Titel hat bei Merz eben alles nicht nur eine Bedeutung oder Wahrheit. Das Titelbild und die drei Vignetten des Malers Heinz Egger stimmen dem zu. Man vergesse oft, heißt es in dieser Erzählung, "dass es auch große, schiefe, eckige Köpfe braucht, wenn das Große, Schräge und das Sperrige auch weiterhin einen Ort haben sollen, um gedacht und ausgebrütet zu werden." Bei Merz haben sie einen solchen Platz gefunden. Bei und mit ihm ist gut sein. Die Presse/Buch der Woche, Susanne Schaber Auf gerade mal 90 Seiten gelingt es Klaus Merz, ein Leben in all seinen Facetten zu erzählen: ein gewöhnliches, unspektakuläres Leben, Millionen von Menschen führen ein ähnliches. Der Leser hat am Ende das Gefühl, er kenne Thaler, das könnte sein Nachbar oder gar er selber sein. Merz schreibt dazu in einer absolut fantastischen Sprache, in Sätzen wie in Stein gemeisselt. Aber nicht hart und reportagemässig, sondern fein, zuweilen fast poetisch. Rheinische Post, Sonja Kolb Ein beklemmendes Buch, das die Melancholie in dichtem, lyrischen Stil fühlbar macht. Die Geschichte eines Verschwindens, beinahe wispernd erzählt. Schweizer Familie Klaus Merz erzählt mit "Los" etwas mindestens so Großes wie den "Grünen Heinrich", und je weniger er erzählt, umso größer wird im Kopf des Lesers der Stoff. Los ist eine Implosion ins Wesentliche! Tiroler Gegenwart, Helmuth Schönauer Die wahre Kunst steckt im Erzählen des Banalen. Klaus Merz beherrscht sie. Buchkultur, Manfred Schiefer Wer die Sprache liebt, sollte Thaler begleiten. Wirtschaftsblatt, Engelbert Washietl Ein poetisches Requiem. SBD.bibliotheksservice ... einer der heimlichen Hits des Literaturfrühlings. Der Standard, Sebastian Fasthuber Der 60-jährige Schweizer Schriftsteller Klaus Merz beweist in "Los" einmal mehr, dass er ein Meister der Auslassung ist: Seine Sprache reduziert sich aufs Notwendigste, nichts ist hier zufällig oder überflüssig. Trotzdem oder gerade deshalb ist die Erzählung auch zutiefst dichterisch; zwischen den Zeilen des Textes lassen sich Thalers Lebenswelten enträtseln, entsteht in wenigen Strichen doch das präzise, eindrucksvolle Bild eines fast zwangsläufigen Scheiterns. Tiroler Tageszeitung Klaus Merz' schlankes Prosastück zeichnet sich aus durch einen anrührenden Ton, der noch lange nachhallt, gerade weil er unaufgeregt von einer Ungeheurlichkeit berichtet. Der kleine Bund, Sandra Leis Imagination und Realität mischen sich zu einer faszinierenden Dämmerstunde, die in ihrer schwebenden Vergänglichkeit zwischen Tag und Nacht berührt, und das von der ersten bis zur letzten Seite. bn.bibliotheksnachrichten, Christiana Ulz Eine meisterliche Miniatur. Fuldaer Zeitung, Anke Zimmer Klaus Merz beschreibt in kurzen prägnanten Sätzen die Geschichte eines stillen Verschwindens, umreißt mit wenigen Sätzen ein Schicksal, verdichtet Beiläufiges zum Panorama des Lebens. Passauer Neue Presse In seiner fein ziselierten, äußerst konzisen Prosa beschreibt Merz die Geschichte eines Lebensflüchtlings, dem mit dem eigenen stillen Verschwinden ganz einverstanden ist. Die dennoch nicht düster anmutende Erzählung steckt voller anspielungsreicher Details - Zitate, Bilder, Sentenzen. Vor allem der vielschichtige Ton, von lakonisch bis ironisch verspielt, besticht so, dass man dem einsamen Antihelden auch nach der letzten Seite noch lange hinterherschaut. Eßlinger Zeitung, Antje Weger "Los" gehört zu denjenigen Büchern, bei denen man während der Lektüre die verbleibenden Seiten zählt, um sie mit höchster Konzentration Satz für Satz zu verschlingen. Denn Klaus Merz' schlankes Porsastück zeichnet sich aus durch einen anrührenden Ton, der noch lange nachhallt, gerade weil er unaufgeregt von einer Ungeheuerlichkeit berichtet. Mittelland Zeitung Ein Sprachverdichter, der in einem Satz ein Leben erzählen kann. FF Südtiroler Wochenmagazin, Georg Mair Klaus Merz hat ein großartiges Buch über das allmähliche Verschwinden eines Menschen geschrieben: raffiniert erzählt und subtil gegliedert. "Los" enthält überdies einige philosophische Passagen von poetischer Schönheit... Auch in "Los"'schießt die Verdichtung ins Imaginäre' und zieht den Leser in ihren Bann wie seit "Jakob schläft" kaum ein zweites Buch des Autors. Saarländischer Rundfunk, Frank Thomas Grub Merz schreibt dazu in einer absolut fantastischen Sprache, in Sätzen wie in Stein gemeißelt. Aber nicht hart und reportagemäßig, sondern fein, zuweilen fast poetisch. Nichts passiert doch geschieht vieles. Die einzige Hoffnung der Menschen ist der Briefträger mit seiner Makulatur in der Tasche, schreibt Merz. Das sagt eigentlich alles. Associated Press Klaus Merz beweist sich als raffinierter Erzähler, als Meister der Verdichtung, mit dem Hang zur Reduzierung... Biel-Benkemer Dorf-Zyting In seiner fein ziselierten Prosa beschreibt Merz die Geschichte eines Lebensflüchtlings, der mit dem eigenen stillen Verschwinden ganz einverstanden ist. Die dennoch garnicht düstere Erzählung steckt voller Anspielungen, Zitate, Bilder. Vor allem der Ton, von lakonisch bis ironisch-verspielt, besticht so, dass man dem Antihelden noch lange hinterher schaut. Die Märkische, Antje Weber