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Produktinformation
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Loriots bissige Komödie über den Ödipus-Komplex
Der rüstige Mittfünfziger Paul Winkelmann (Loriot) leitet das familieneigene Möbel- und Dekorationsgeschäft. Wirklich selbständig ist er allerdings nicht, da er nach wie vor bei seiner dominanten Mutter lebt. Als sich Paul das erste Mal in seinem Leben für eine andere Frau, die Psychologin Margarethe Tietze interessiert, sind weder Pauls Mutter noch Margarethes Eltern, von denen auch sie sich noch nicht komplett abgenabelt hat, von dieser Partnerschaft begeistert. Die bald daraufhin stattfindende Zusammenführung der Familien Tietze und Winkelmann führt nicht zum gewünschten Erfolg, sondern endet in einer gesellschaftlichen Katastrophe. Gerade noch rechtzeitig geling es Paul, das Steuer seines Lebens herumzuwerfen.
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Nun ist Loriot natürlich ein Ausnahmekünstler im heiteren Fach, und so tut es gut zu sehen, dass er diese Aufgabe besser gelöst hat. Auch "Ödipussi" lebt zwar von Anekdoten, die teilweise etwas herbeikonstruiert wirken, rutscht aber nie in die Abspulung von Gags ab. Die Handlung ist denkbar einfach: ein bereits ergrautes Muttersöhnchen entdeckt bereits im fortgeschrittenen Alter das andere Geschlecht - in Form einer ebenfalls willigen, aber völlig verkorksten Psychologin. Beide stehen unter dem Einfluss der dominanten Mütter, die am Ende quasi als Showdown auch noch gegeneinander anstänkern dürfen.
Die Figuren mögen ein bisschen stereotyp sein, die Klischees ein wenig heftig: es sind - wie könnte es bei Loriot anders sein - der Wortwitz und die Situationskomik, die "Ödipussi" so sehenswert machen. Hier lacht man über den ganz normalen Wahnsinn des Elternhauses, der Liebe und über die Tücken des Alltäglichen, für deren Entlarvung Loriot so eine perfekte Hand hat.
Herrlich anzusehen z.B. die Diskussion beim Scrabble, ob man denn nun "Schwanzhund" legen darf, oder wie sich die verklemmte Angebetete auf einem Betriebsfest der Verpackungsindustrie mit dem Tophit "Meine Schwester heisst Polyester" freitanzen will. Und mal ehrlich: wenn Sie bei einer Diskussion in einem Bekleidungsgeschäft ein Kunde mit der Frage unterbrechen würde: "Haben Sie kurzärmelige Hausjacken mit Zopfmuster?", würden Sie auch verzweifeln...
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