Ich kenne einige Aufnahmen von Maazel, die als Referenz gelten (z.B. Schubert, 8. und Mendelssohn, 4. mit den Berlinern) - die sind durchweg mit europäischen Orchestern oder dem Israel Philharmonic. Ich habe "Maazel" gelesen, und "Great Recordings" - hatte also entsprechend hohe Erwartungen.
Vorweg: Der Beethoven-Zyklus ist der langweiligste, den ich kenne (das sind immerhin 16 an der Zahl wie z.B. Karajan 1963, 1977, 1984, Böhm und Bernstein mit den "Wienern", Järvi, Harnoncourt, Gardiner, Jochum, Konwitschny, Chailly, Klemperer, Wand usw. sowie natürlich einzelne Aufnahmen. Auch der Sibelius-Zyklus ist für meine Begriffe ohne Feuer. Ob es an den Pittsburgern liegt?
Sehr ansprechend finde ich die meisten enthaltenen Aufnahmen mit europäischen Orchestern: Wagner (2 CD), Berlioz, Mahler (!) und auch den R. Strauss.
Aber: das kann man mit anderen Aufnahmen auch besser haben.
Da also die Anzahl der m.E. guten Aufnahmen sehr überschaubar ist, lohnt sich die Box nicht wirklich.
Ich würde vom Kauf abraten - auch für Einsteiger mit kleinem Klassik-Budget gibt es deutlich bessere Alternativen.