Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Vogelfrei!, 27. Juni 2006
Herzlich Willkommen im neuen Klanggewand der Nelly Furtado. Bereits seit Wochen geistert der DanceKnaller "Maneater" in meinem Kopf und ich bin nun froh sagen zu können, dass auch das komplette Album dieses Niveau halten kann. "Loose" beginnt mit dem düsteren "Afraid", dass als Opener sehr gut ausgewählt wurde. Es ist die ideale Einstimmung auf die beiden folgenden roughen R'n'B/Hip-Hop-Tracks "Maneater" und "Promiscuous". Letzterer ist außerdem als nächste Single für Deutschland vorgesehen und wurde zusammen mit Timbaland eingesungen. Er ist zugleich auch für die Hälfte der Songs von "Loose" verantwortlich und setzt seine unverkennbare Beatgebung bei jedem seiner produzierten Songs mehr als gekonnt ein. Nellys "neues Image" hat übrigens nicht zu bedeuten, dass sie ihre Wurzeln verleugnet, die sie auf "Folklore" doch so sehr an den Tag legte. Songs wie "In God's Hands", eine Ballade über die verloren gegangene Liebe" oder "Te Busque", zusammen geträllert mir Juanes, erinnern stark an Nellys überaus erfolgreichen Vorgänger. Auf "Loose" sind eben nicht nur Timbalands krasse Beats vertreten, die Nelly gleich ein völlig neues Image andichten wollen. Falls man es doch so empfindet, muss ich sagen es steht ihr ausgesprochen gut. Traut man ihr mehr zu, kann man mit "Wait for you" eine kleine Reise in die orientalische Musik machen um anschließend mit "Somebody to love" zurück in die Latinowelt zu gelangen. Der absolute Hit ist neben "Maneater", das bedrückende "Say it right". Man kann nicht sagen worum es geht, aber man bekommt eine Gänsehaut. Sie besingt nur ein Gefühl, doch dass ist nicht wichtig, da man sich nur auf den tragischen und düsteren Beat konzentriert, der eine mystische Atmosphäre verbreitet. Kommen wir zum guten Ende, denn "All good things (come to an end)" ist der letzte Track auf Nellys 3. Album, den sie zusammen mit Chris Martin von Coldplay geschrieben hat. Allgemein fehlen auf "Loose" lebensbejahenden Songs á la "I'm like a bird" gänzlich, was jedoch nicht heißen soll, dass hier Trauerstimmung angesagt ist. Ganz im Gegenteil, man möchte zu fast jedem Song die Tanzfläche entern und sich in schmutzigen Clubs Nellys abwechslungsreicher Musik hingeben.
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11 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Nelly in der Krise???, 26. Juni 2006
Nelly Furtados neues Album wurde schon von vielen mit Spannung erwartet. Jedem der vor Erscheinen des Albums bereits die ausgekoppelte Single "Maneater" hören konnte, ahnte da bereits das uns auf dem neuen Album auch eine neue Nelly erwartete. Nun ist es also so weit und die Ahnungen haben sich bestätigt. Nellys neues Album ist so ganz anders, als das was man bisher von ihr kannte.
In ihrem neuen Album hat sie sich mit Timberland, dem hochangesehenen Produzenten aus der amerikanischen Musikszene zusammengetan. Timberland steht für HipHop, Rap und R&B, er hat schon erfolgreich mit Stars wie Missy Elliott, Aaliyah und Justin Timberlake zusammengearbeitet. Seine Handschrift merkt man dem Album ziemlich stark an, Nellys typische folkloristische Art ist nur noch in vereinzelten Stücken zu hören, ansonsten gibt sie sich dem Mainstream hin und klingt zeitweise wie Gwen Stefani.
Nicht das das Album schlecht wäre, "Meaneater" entwickelt sich wie viele andere Songs nach einer Zeit zum Ohrwurm. Bei den fetten Beats lässt es sich bei vielen Titeln auch gut abtanzen. Nelly hat somit bewiesen, dass sie auch verrückte Songs wie Gwen Stefani singen kann, dass sie auch schmutzige Videos wie Christina Aquilera drehen kann, sie beherrscht auch schon ziemlich sicher den HipHop und R&B.
Nur brauchen wir eine neue Gwen Stefanie, Britney Spears, Christina Aquilera oder Rihanna??? Ehrlich gesagt wäre es mir lieber wenn Nelly sich mit ihrer natürlichen Art weiterhin auf ihre folkoristischen Stärken besinnen würde, denn da war sie wirklich einzigartig, eben "Nelly Furtado"!!!
In einem Artikel einer Musikzeitschrift las ich Nelly hätte beziehungsmäßig eine Trennung hinter sich, in einem Fernsehinterview (ich glaube anläßlich Rock-Am-Ring) erklärte sie, sie sei nun erwachsener geworden. Ich hoffe, dass das neue Album nur ein Zeichen dafür ist das sie ihre Krise verarbeitet hat und sie sich im nächsten Album wieder mehr auf ihre ganz eigene Art der Musik besinnt. Wie dem auch sei, ich hoffe Nelly macht noch lange weiter.
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30 von 41 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Hitalbum mit kleinen Schwächen, 7. Juli 2008
Nelly Furtado erlangte zunächst durch "I'm like a bird" Berühmtheit. Nach ihrer zweiten Platte "Folklore" erwähnte sie mehrfach in Interviews, sie strebe die Vermischung verschiedener Musikstile an und wolle die "Genre-Grenzen" verschwimmen lassen. Dies ist ihr auf den ersten beiden Alben gelungen. Für die mittlerweile 3. CD "Loose" hat sie sich HipHop-Mogul Timbaland als Produzent ins Boot geholt, der ihr zum entgültigen Durchbruch verhalf. Heraus kam ein massentaugliches Pop-Album mit HipHop-Einflüssen, auf dem sich ihre portugiesischen Wurzeln leider nicht mehr ganz so stark heraushören lassen als auf den beiden früheren Alben.
Die erste Single-Auskopplung "Maneater" hat mich zunächst geschockt - vorbei die Zeiten von schönen Songs wie "Try" oder eben dem Superhit "I'm like a bird", hin zur tanzbaren Disco-Pop-Mucke? Aber ihre neue CD bietet zum Glück auch noch anderes. "Afraid" besticht bereits durch Timbaland-typische Beats und einen interessanten Background-Chor am Ende.
Bei "Promiscuous", der 2. Single-Auskopplung, rappt Timbaland selbst mit - ein weiterer Club-Hit, genauso wie die 4. Single "Say it right", in der besagter Produzent im Hintergrund zu hören ist. Eine angenehme Abwechslung zu Pop-Dancern wie "Glow" stellen die 3. Single "All good things" (eine sehr schöne Ballade) und die zarte R&B-Perle "Showtime" dar. Mit "No Hay Igual" kehrt sie ein bisschen zu ihren Wurzeln zurück, auch wenn der Track für mich persönlich den Tiefpunkt des Albums darstellt. Auch "Te Busque", das Duett mit Juanes, bleibt zwar im Ohr, ist aber nicht gerade ein Superhit. Sehr gut gelungen sind dagegen der poppige Kopfnicker "Do it", der Ohrwurm "Wait for you" und "Somebody to love", in dem spanische Latin-Rhythmen erklingen. Geheimtipp der CD ist die wunderschöne Ballade "In God's Hands" - Nelly, so wie wir sie mal kannten!
Fazit: Gut ist sie immer noch, und weltweit erfolgreich ist sie jetzt auch, aber der Preis dafür ist hoch. Das Album ist (dank Timbaland) tanzbar, modern und absolut chartstauglich wie eine Justin-Timberlake-Platte, lässt aber mit den vielen Club-Beats und HipHop-Einflüssen Nellys alten, unverkennbaren Weltmusik-Sound vermissen.
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