"Welcome to a story that's supposed to have an end and if not we'll pretend as if there was..." Die fünf Jungs von Slut erzählen uns eine wundervolle Geschichte von Andy, der sich isoliert, um die Welt zu verstehen, musikalisch verpackt in 15 zuckersüße Pop-Tracks. Die Schrammel-Gitarren der ersten beiden Alben sind verschwunden, einzig "No Time" rockt das Haus, der Synthesizer rückt in den Vordergrund und fabriziert Klangteppiche, wie wir sie vielleicht auf "Kid A" von Radiohead vermutet hatten. Der musikalische Vergleich liegt alles andere als fern, aber vor allem das originelle Artwork des Booklets erinnert stark an "OK Computer". Die instrumentalen und gesprochenen Zwischenstücke lassen einen denken, bei "Lookbook" handele es sich tatsächlich um einen Soundtrack und wenn man beim Hören das Booklet liest und ab un zu die Augen schließt, kann man sich die Geschichte bildlich vorstellen. "Andy" und "Minerals" sind heiße Kandidaten für eine 3. Auskopplung, weil einfach perfekt, "Global Cut" und "On Fire" etwas ausladendere Schmankerl zum dahinschwelgen, "Welcome2" zwar kürzer, aber dem in nichts nachstehend und vielleicht schon vom Crazy-Soundtrack bekannt. Das letzte Stück ("Hope") könnte glatt von The Cure's "Bloodflowers" stammen und bildet den perfekten Abschluß dieses Meisterwerks. Eine Stunde Musik, für die man sich Zeit nehmen sollte! Kaufen!