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Buchnotiz zu : Die Zeit, 13.02.2003
Susanne Meyer bespricht eingehend diesen Roman, in dem ein Modell und ein Terrorist gemeinsam in einen Verkehrsunfall verwickelt sind und damit in eine "neue Existenz" hineingeworfen werden. Während das Modell vom Zeigen ihrer Schönheit lebt, ist dem Terroristen daran gelegen unsichtbar und unerkannt zu bleiben, fasst die Rezensentin den Antagonismus der beiden Hauptfiguren zusammen. Die amerikanische Autorin, selbst eine "gerühmte Schönheit", wie die Rezensentin weiß, versucht mit ihrem Roman die "Obsessionen einer medialen Gesellschaft" zu beschreiben, die lediglich auf die Oberfläche zu schauen imstande ist, so Meyer resümierend. Dabei gelinge ihr, ein "scharfes Bild" von der "Bedrohung" dieser oberflächlichen Medienrepräsentationen zu zeichnen. Das findet die Rezensentin um so erstaunlicher und faszinierender, als dass das Buch schon kurz vor dem 11. September 2001 erschienen ist, als man noch nicht ahnen konnte, wie real diese Bedrohung in Wirklichkeit ist. Meyer beschreibt den Roman als "ambitioniert" und die Autorin als von "kühler Intellektualität" und vor allem "rasanter Erzählkraft" geprägt. Sie sieht sich "hoffnungsvoll" an den "whiskygegerbten Alt" großer Erzählerinnen der amerikanischen Literatur wie Dorothy Parker und Lillian Hellman erinnert und preist insbesondere die Szene des Romans als "unvergesslich", in dem das Model, das endlich erstmals seit dem Unfall wieder ein Shooting hat, erkennen muss, dass die Öffentlichkeit längst von makelloser Schönheit gelangweilt ist und "echtes Blut sehen will".
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Pressestimmen
"Jennifer Egan hinterfragt nicht nur provokativ unsere Image-gesättigte, digitalisierte, kommerzielle und narzissistische Gesellschaft, sie entwickelt auch exzellente, vollkommen überraschende Charaktere und erzählt ihre spannende Geschichte auf eine elegante, emotional eindrucksvolle Art und Weise." (Newsday, New York)
"Im Herzen von Egans Geschichte sitzt ein Terrorist aus dem Mittleren Osten, der mörderische Pläne für Manhattan entwickelt. Jennifer Egan beschreibt ihn mit der gleichen gespenstischen Vorsehung wie überhaupt ihr ganzer Roman verblüffend ist." (New York Times)