Vom extrovertierten Prog-Rocker über den Weltmusik-Förderer zum Soundtrack-Komponisten. Die Wege des Peter Gabriel sind nicht immer einfach, doch meist künstlerisch beeindruckend.
Nach seinen ersten lohnenden Versuchen in Richtung Filmmusik mit "Die letzte Versuchung Christi" und "Birdy" zeichnet er sich nun als Komponist für o.g. Film aus. Dieser spielt im Australien der 30er Jahre, dennoch hat er bewußt darauf verzichtet, Instrumente aus dieser Zeit zu verwenden, sondern vielmehr versucht, den Geist der damaligen Zeit einzufangen. Mit am Computer entworfener Musik, die mit dem Gesang und dem Zirpen der australischen Tierwelt unterlegt ist, schafft er es, Bilder unabhängig von der visuellen Stimulation auch im Kopf zu erzeugen.
Die 13 Songs bewegen sich meist in ruhigen sphärischen Bahnen, teilweise untermalt durch hypnotische Gesänge wie in "Ngankarrparni". Alleine dadurch nimmt er den Hörer schon mit auf eine Reise in eine fremde Welt. Wer Peter Gabriel nur aus der Zeit seiner Solo-Alben "Us" oder "So" kennt, wird mit diesem Soundtrack nicht viel anfangen können. Wer jedoch kontinuierlich die stilistischen Sprünge des Ex-Genesis-Frontmannes miterlebt und goutiert hat, der wird auch seine Freude an diesem Album haben.