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The Long Tail - Der lange Schwanz: Nischenprodukte statt Massenmarkt - Das Geschäft der Zukunft
 
 

The Long Tail - Der lange Schwanz: Nischenprodukte statt Massenmarkt - Das Geschäft der Zukunft (Gebundene Ausgabe)

von Chris Anderson (Autor), Michael Bayer (Übersetzer), Heike Schlatterer (Übersetzer)
4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (13 Kundenrezensionen)
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Allein im Jahr 2005 stieg in den USA die Zahl der neu veröffentlichten Musikalben um 36 Prozent. Der Grund liegt auf der Hand: Jeder Künstler kann heute seine Musik selbst aufnehmen und veröffentlichen. Alleine in MySpace wurden im selben Jahr über 300.000 Titel zum kostenlosen Herunterladen eingestellt. Wir erleben nicht nur in der Musikbranche eine erhebliche Ausweitung des Produktangebots. Fast überall produzieren Menschen Produkte und Dienstleistungen jenseits von Kaufhaus, Einzelhandel, Handwerk und Old Economy. Was natürlich seine Gründe hat.

Im digitalen Zeitalter verändern sich, so Anderson, die ökonomischen Spielregeln dramatisch. Die bisherigen Massenmärkte zerfallen in unzählige Nischen. Das Internet ist ihre ideale Vermarktungsschiene. Denn Produktpräsentation oder Lagerhaltung kosten nicht mehr viel. Die Folge: Jeder kann mitmachen im weltweiten Spiel um Verkäufe und Profite. Und offenbar spielen immer mehr mit. Jenseits des Mainstreams mit wenigen Blockbustern werden Millionen kleiner Minimärkte sichtbar. Genau dort hat der Verbraucher jetzt Zugang zur überbordenden Vielfalt aller möglichen Produkte. Ein Beispiel, das jeder kennt: Fast alles, was über eBay oder iTunes angeboten wird, wird auch verkauft. Egal, wie exotisch oder überflüssig es zunächst scheinen mag. Die Folge: Das Geschäft der Zukunft verlagert sich langsam dorthin, wo Vielfalt statt Einfalt herrscht.

Anderson hat hierfür eine Nachfragekurve entwickelt und etwa am Beispiel der Medien illustriert. Ganz links weist die Kurve stark nach oben. Klar, an ihrer Spitze stehen die Bestseller, Blockbuster und Musikhits. Dann läuft die Kurve sanft nach rechts aus. Dort finden wir die weniger beliebten Bücher, Filme und Songs. Dieser Rattenschwanz ist im Vergleich zur Spitze natürlich viel länger. Deshalb nennt ihn Anderson „The Long Tail“. Mit Millionen von Artikeln, die nicht im täglichen Rampenlicht der Prospekte und Werbeanzeigen stehen.

Was bisher nur wenige wussten: Die vielen grauen Produktmäuse erzielen einen höheren Umsatz als die wenigen Blockbuster. Der Grund: „Heute, in einer Zeit, in der die Verbraucher vernetzt sind und nahezu alles digital ist, hat sich die Ökonomie des Vertriebs radikal verändert, da das Internet jede Branche, mit der es in Kontakt kommt, absorbiert und die Funktion von Lager, Kino und Sendeanstalt übernimmt - und das zu einem Bruchteil der bisherigen Kosten.“

-- Peter Lutz

Pressestimmen

"Anderson konzentriert sich darauf, die Mechanismen der Long-Tail-Geschäfte in vielen Facetten zu erläutern." Manager Magazin, März 2007 "Das Ende der Hitparade, wie wir sie kennen: Der US-Journalist Chris Anderson beschreibt in seinem neuen Buch 'The Long Tail', wie das Internet den Konsum radikal verändert - und warum dies der Wirtschaft die Demokratie bringt." Welt am Sonntag, 4. März 2007 "Sehr anregend!" Financial Times Deutschland enable, 11. April 2007 "Anderson trägt seine Thesen überzeugend vor und untermauert sie mit handfesten wirtschaftswissenschaftlichen Beobachtungen und Erkenntnissen. Sein Stil ist sachlich, aber keinesfalls trocken, und er verzettelt sich nicht in Details. Am Ende hat er soger nützliche Ratschläge für all diejenigen parat, die sich den 'Long-Tail'-Effekt zunutze machen wollen." c't, 1. Oktober 2007

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33 von 36 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Gehört die Zukunft den Nischenprodukten?, 20. März 2007
Chris Anderson, Chefredakteur des amerikanischen Magazins "Wired", brachte 2004 einen Artikel unter dem Titel "The Long Tail" heraus, der die Grundlage dieses Buches bildet, nachdem er in Vorträgen, in Beiträgen im Blog http://longtail.com und Diskussionen weiter entwickelt wurde.

Das Buch beruht auf der Prämisse, dass ein Wandel in unserer Kultur stattfindet, der dazu führt, dass nicht mehr nur die "Hits" oder "Blockbuster" zählen, sondern mehr und mehr die Nischenprodukte. An Beispielen wie Amazon, iTunes, Rhapsody, Netflix zeigt der Autor, dass mittlerweile ein großer Teil des Umsatzes wie des Gewinnes aus Produkten generiert wird, die zwar jedes für sich keine bedeutenden Umsatzbringer sind, wohl aber in der Summe. "The Long Tail" ist letztlich die graphische Darstellung dieses Phänomens, nämlich eine Kurve, die am Anfang sehr hoch und spitz ist und dann in einem langen "Schwanz" weiterläuft.

Die linke Seite dieser Kurve war so lange maßgeblich, wie der Regalplatz beschränkt war. Ein CD-Laden oder traditioneller Buchladen musste sich aus ökonomischen Gründen auf die bestverkäuflichen Produkte konzentrieren. Amazon und die anderen erwähnten Unternehmen haben jedoch Geschäftsmodelle entwickelt, diese Einschränkungen zu überwinden. Begünstigend wirkt sich aus, wenn das Produkt von vornherein ein virtuelles Produkt ist, das man sich im Internet herunterladen kann.

Der Autor hat herausgefunden, dass der rechte Teil der Kurve, der "Rattenschwanz" immer mehr der interessantere Teil wird. Erstaunlicherweise finden tendenziell alle Produkte Abnehmer, während es immer schwieriger wird, einen "Hit" zu landen, ein echtes Massenprodukt. Die Summe der verkauften Nischenprodukte macht einen wachsenden Teil des Kuchens aus.

Als die drei Wirkungsmechanismen des "Long Tail" hat er ermittelt:

- Demokratisierung der Produktion durch zum Beispiel Software zum Komponieren, Aufnehmen und Bearbeiten von Musik
- Demokratisierung des Vertriebs durch so genannte Aggregatoren wie Amazon, iTunes, Netflix, die das Angebot für viele Kunden verfügbar machen
- Verbindung von Angebot und Nachfrage durch Filter wie zB Google, Kundenempfehlungen, Bestsellerlisten u.ä.

Das Buch ist faszinierend zu lesen, wenn auch teilweise zu Redundanzen neigend. Es ist ein Ausgangspunkt für weitere spannende Fragen: Ist der "Long Tail" ein Phänomen, das auf die von Anderson untersuchten Unternehmen bzw. Branchen beschränkt bleibt oder hat es das Potenzial, sich auch in nicht-virtuellen Branchen durchzusetzen? Stehen wir am Beginn eines generellen Paradigmenwechsels von einer Knappheits-Ökonomie zu einer Überfluss-Ökonomie? Wie lassen sich die von ihm beschriebenen Regeln auf andere Branchen übertragen? Er selbst nennt gegen Ende des Buches weitere Beispiele wie zB Kitchen Aid und LEGO, die das Internet für Verkaufsaktivitäten nutzen, die offline nicht oder nur schwer möglich wären.

Insofern ist das Buch sehr lesenswert, um zu verstehen, wie das Internet unsere Kultur und unsere Wirtschaft verändert und wie neue Geschäftsmodelle funktionieren. Darüber hinaus bietet es eine vorzügliche Basis, um seine Untersuchungen und Gedanken weiter zu spinnen, möglicherweise neue Modelle in anderen Branchen zu entwickeln und zu testen und das Potenzial von Nischenprodukten völlig neu zu bewerten.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Unter den aktuellen Wirtschaftsbüchern ein Muss!, 11. Juni 2007
Von Marco Hader "leipoldsnickl" (Naila i. Bay.) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Dieses Buch sollte man gelesen haben. Anschaulich und beeindruckend werden die Umwälzungen, die das digitale Business mit sich gebracht hat und wohl noch bringen wird auf den Punkt gebracht.
Wer sich mit der Entwicklung seiner eigenenen Firma oder seiner Branche auseinander setzt, sollte dieses Buch gelesen haben.
Einschränkung aber: viele Gedanken werden mehrfach wiederholt. Das mindert das Lesevergnügen.
Und: ob die Erkenntnisse, die Anderson zusammenfasst, auch auf den klassischen Handel übertragbar sind, bleibt offen. Denn seine Überlegungen beschränken sich weitgehend nicht nur auf den digitalen Handel, sondern auf den digitalen Handel mit digitalen Gütern. Die Regeln, die Anderson definiert, lassen sich aber wohl kaum beliebig auf alle Produkte bzw. Branchen übertragen. Insofern ist fraglich, ob die beschriebenen Umwälzungen wirklich das komplette Wirtschaftsleben bis hin zum produzierenden Gewerbe nachhaltig umkrempeln werden, wie Anderson es andeutet.
Trotzdem: unbedingt lesen!!!
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11 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen 250 Seiten zu lang, 19. Oktober 2008
Von T. Bock "bocksbox" (Dortmund) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
und das Buch hat nur 275 Seiten. Die Quintessenz des Buches ist hier schon genannt worden. Mit den Topartikeln macht man die Mehrheit seines Umsatzes, die Nebenartikel zusammengenommen, machen auch einen schönen Umsatz aus, wenn man die Möglichkeiten dazu hat sie zu "lagern". Physische CDs und DVDs im Gegensatz zu Downloads, die keinen Regalplatz belegen. Schon nach wenigen Seiten hat man begriffen, was der Autor einem an die Hand geben möchte. Für einen Zeitungsartikel, aus dem das Buch hervorgegangen ist hat das alles gereicht, für ein komplettes Buch meiner Meinung nach nicht.
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