Dieses Buch ist ein einfacher, direkter und lehrreicher Weg zu guten Bildern. Damit unterscheidet es sich durchaus von anderen Werken, die sich eher an den sehr ambitionierten Hobby-Fotographen wenden. Der Aufbau des Buches befriedigt die Bedürfnisse von Anfängern und Fortgeschrittenen: Die Wahl der Ausrüstung, Reisevorbereitung und wichtige Informationen über das Reisen mit einer Ausrüstung. Auch die Frage, welche Bilder will ich eigentlich machen, wird erörtert.
I'Anson zwingt den Leser nicht in den nächsten Photoladen, um sich dort Festbrennweiten, Zweitgehäuse, 500¤-Fotorucksäcke und einen Satz Profidiafilme zu kaufen. Er argumentiert, dass man auch mit einer Kompaktkamera unterwegs sein kann, weil Bilder immer für sich und damit vom Motiv und der Idee hinter dem Bild sprechen.
Letztlich geht der Autor von einer Spiegelreflexkamera im Kleinbildformat und damit auf die Möglichkeiten dieses Systems aus. Aber Besitzer anderer Kameratypen können viele Passagen und Empfehlungen gleichfalls nutzen und umsetzen.
Zu kritisieren ist sein Aussage, dass ein externer Belichtungmesser keinen Sinn ergibt. Gerade Einsteigergehäuse lassen sich mit einem Belichtungsmesser und dem manuellen Operationsmodi manchmal zu Profigehäusen umfunktionieren. Insofern würde ich hier abweichend raten, einen externen Belichtungsmesser mitzunehmen oder sogar anzuschaffen. Zudem sieht man viele Profis mit diesen Geräten, was wohl auch für den Nutzen spricht.
Sehr positiv zu erwähnen sind die Bilder und Beispiele, die alle von guter Qualität sind und gewissermassen für sich sprechen. Trotz des einen Kritikpunktes vergebe ich die Höchstzahl, weil dieses Buch handlich, einfach, pädagogisch gut durchdacht und einfach zu lesen ist.