Als typischer Lonely Planet versucht sich auch dieser manchmal etwas peinlich an seine rucksacktragende Primärzielgruppe anzubiedern. Die dauernde Verwendung des Worts "Traveller" nervt. Entweder man gibt zu, dass man ein banaler "Tourist" ist, oder man nennt sich "Reisender".
Zielgruppengenmäß enthält der Führer sehr viele Informationen zu Busverbindungen etc. die naturgemäß schnell veralten, durch die Bank weg ist der Führer aber bestenfalls auf dem Stand von 2007/08, was ich bei einer 2010 Auflage als etwas zu veraltet ansehe. Bei der hohen Auflage hätte ich mit eine aktualisiertere Überarbeitung gewünscht.
Die Übersetzung aus dem englischen wurde offensichlich nicht für den deutschsprachigen Raum überarbeitet (z.B. bei Literaturangaben oder dem Focus auf ANZAC in Gallipoli).
Für einige Regionen (z.B. Istanbul und Ankara) ist der Lonely Plant bzgl. tourstischer Sehenswürdigkeiten deutlich schlechter als andere Reisführer (z.B. Dorling Kindersley oder Dumont), dafür ist er wahrscheinlich der Reiseführer mit der komplettesten Abdeckung des Landes, was sich in weniger frequentierten Reqionen wie Kilikien oder Safranbolu deutlich auszeichnet.
Wie bei anderen LP's ist der Umfang an vorhandenen Informationen, von Hotels über Restaurants bis zu Touristen-Info, deutlich größer als bei anderen Reiseführern, er enthält aber auch jede Menge überflüssige LP Standardinformationen.