Einen "Lonely Planet" kauft man sicher nicht wegen der vielen bunten Bildern, sondern weil man viele Informationen möchte, um möglichst individuell und eigenständig ein Land zu bereisen. Beim Reiseführer zu Neuseeland kann der Verlag mal wieder seine Stärken ausspielen. Man bekommt eine Menge an Tipps und Hinweisen, die einen ermutigen, auch kleine Orte zu besuchen. Gerade hier sind Hinweise, zum Beispiel ob es eine Bank vor Ort gibt, ungemein praktisch und heben den Reiseführer sicher eher über Konkurrenten hinweg als durch Empfehlungen, wo man essen oder übernachten sollte.
Hilfreich ist dabei, dass in den teils schon etwas längeren Beiträgen die Namen von beispielsweise Hotels fett gedruckt sind, so dass man sie leichter findet. Karten sollen bei der Orientierung helfen, zum Teil sind aber die Wegbeschreibungen in den Beiträgen praktischer, denn sie können eher noch vermitteln, wie man von A nach B kommt, als eine Karte, die eine ganze Region abdecken soll.
Dass man zu Beginn einer neuen Region auch schon Highlights oder vielleicht sogar ein eigenes kleines Inhaltsverzeichnis für die Region bekommt, erleichtert die Benutzung des Reiseführers ungemein und dürfte vor Ort auch etwas Zeit einsparen.
Wer den Individualtourismus bevorzugt und sich in Neuseeland selbstständig auf Entdeckungsreise begeben möchte, der dürfte mit dem "Lonely Planet Neuseeland" gut aufgehoben sein. Sicher ein Reiseführer für Leute, die bereit sind, etwas Zeit in die Vorbereitung zu investieren und auch nicht auf allzu viele Farbfotos angewiesen sind.