Die Kultur und Geschichte Japans werden beschrieben und alle Regionen Japans werden vorgestellt. Es werden nicht nur Sehenswürdigkeiten erwähnt und erklärt, wie man in einem Onsen (japanisches Thermalbad) baded. Man erfährt auch, wie man wo hinkommt.
Hervorzuheben ist, dass auch Okinawa als Reiseziel erwähnt wird. Wenn man in deutschsprachigen Medien etwas über Okinawa hört, geht es immer nur um den Zweiten Weltkrieg, das amerikanische Militär oder eventuell noch um Okinawa-Karate. Das Okinawa-Kapitel in diesem Buch hebt sich angenehm davon ab.
Es gibt drei Aspekte, die mir am Kapitel über Okinawa weniger gefallen:
1. Es entsteht möglicherweise der Eindruck, japanische Tauchschulen würden Ausländer ablehnen. Ich habe sehr gute Erfahrungen mit japanischen Tauchlehrern und -lehrerinnen gemacht und finde den Service der Tauchschulen sehr gut. Allerdings spreche in Japanisch.
2. Es werden nur Budget-Unterkünfte erwähnt. Es wird nicht einmal erwähnt, dass Tagesgäste die Strände der Resorthotels von Onna-son, den Strand des Miyakojima Tokyu Resorts, den Strand des ANA-Hotels und einiger anderer Hotels von Ishigakijima benutzen können. Das Hotel Nikko Yaeyama auf Ishigakijima arrangiert Tagesausflüge ebenso wie Tauch- oder Schnorcheltouren. Das ist gerade für ausländische Touristen sehr angenehm. Erwähnt wird dieses Hotel aber nicht.
3. Die Transportmöglichkeiten auf den Inseln der Okinawa-Region könnten etwas ausführlicher beschrieben sein. Der Autor des Kapitels sollte wissen, dass in einem Land mit Linksverkehr nicht jeder Tourist aus dem Ausland einen Mietwagen fahren will.
Fazit: dieses Buch ist sicher sehr hilfreich für die Vorbereitung einer Japanreise. Eine Beratung durch ein spezialisiertes Reisebüro wird dadurch aber nicht überflüssig.