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1.0 von 5 Sternen
Der schlechteste Lonely Planet aller Zeiten..., 8. Februar 2011
...und das ist kein Witz. Ich bin maßlos enttäuscht. Normalerweise sind LP gute Reiseführer auf die man sich eigentlich verlassen kann.
Ich reise viel und vor allem individuell mit eigenem Fahrzeug. Da ist es vor allem wichtig, das Anfahrts- / Ortsbeschreibungen exakt sind und stimmen. Dies ist hier definitiv nicht der Fall. Auch wenn im Text ein Ort/Campingplatz/Restaurant o.ä. erwähnt wird sollte man selbiges dann auch auf der Detailkarte eingezeichnet vorfinden...hier: Fehlanzeige!
Man könnte meinen, die Autoren waren gar nicht dort....es ist äußerst schwierig in Patagonien einen bestimmten Platz zu finden wenn er nur vage beschrieben wird, da die Zufahrten weder mit tollen Leuchtreklamen Marke USA noch sonstigem an Wegweisen ausgestattet sind, vergilbte Holzschilder sind das Maximum, in unterschiedlichen Höhen, hinter Büschen oder überwachsen angebracht...
Ein Verwenden der meist vorhandenen Kilometerzahl auf den Straßen wäre echt toll, und diese Idee ist nun wirklich nicht neu...a la "auf der Ruta 3 nördlich von Ort XYZ ungefähr 200m nach Kilometer 23 geht rechts eine kleine unmarkierte Schotterpiste ab"...ist das soooo schwer?
Dafür gibt es unzählige Beschreibungen wie schön da im Frühling die Blumen in allen Farben blühen und so weiter...hilft mir nur nicht viel, wenn ich den besagten Ort/Platz gar nicht finde...und nicht jeder spricht fließend spanisch...überhaupt habe ich das Gefühl, daß der Reiseführer von der Hauptautorin nicht als Handbuch zur Reisedurchführung sondern als Reiselektüre für zwischendurch geschrieben wurde...
Anfahrtsbeschreibungen sind einfach zu ungenau, Ortsbeschreibungen viel zu persönlich (ist ja schön wenn die Autorin oder der Informant an besagtem Ort eine ganz tolle Zeit und die Liebe ihres/seines Lebens getroffen hat hilft mir nur so gar nicht beim einschätzen des Ortes weiter, ob ein Besuch lohnt) und im allgemeinen wird vieles viel zu sehr gelobt, seitenweise beschrieben und andere zwingende Informationen fallen dafür einfach unter den Tisch!
Beispiele: Torres del Paine Nationalpark (und der gehört zu CHILE, außerdem weiß eigentlich jeder der da hin geht schon drüber bescheid, weil man sowas vorab ernsthaft planen muß wenn man mehrere Tage dort wandern möchte), seitenweise erklärt, oh wie toll ist es doch das "W" zu wandern uswusw, dafür fallen dann sämtliche Querverbindungen im argentinischen Patagonien einfach mal locker unter den Tisch. Informationen wären da aber auch wichtig (wo gibt's Essen/Trinken, wo gibt's Benzin, wo kann man für eine Nacht stehen bleiben etc). Überhaupt sehr wichtig: Darf / kann man mit eigenem Fahrzeug einfach irgendwo stehen bleiben oder nicht. Und wenn ja wo? Gibt's ne Liste mit solchen Plätzen, wie sieht's in welchem Nationalpark damit aus. Gibt's im NP Benzin? Geldautomaten? Kann mit Kreditkarte bezahlt werden oder braucht man Bargeld? Nehmen Chilenen Arg. Pesos und umgekehrt. Alles essentielle Dinge die in einem Reiseführer für Individualreisende (zu denen sich LP ja immer zählt) stehen MÜSSEN. Hier: NIX, nada, Flasche leer.
Auch die Information wie man z.B. in den T. d. P. kommt ist sehr dürftig...Grenzöffnungzeiten sind ultra wichtig, wenn man selbst durch die Gegend fährt...man muß zwangsläufig mehrfach die Grenze zu Chile querren wenn man viel sehen möchte...alles Fehlanzeige.
Zudem wäre es toll, wenn man EINEN Patagonienreiseführer hätte, und nicht 2, 1*Chile, 1* Argentinien. Beim "Trecking in Patagonia" geht das doch auch...dann müßte man nicht 2 Bücher mit sich rum schleppen...und für 2 Tage Buenos Aires oder Santiago de Chile tut's auch ein Marco Polo oder sowas in der Art. Oder ich mach einfach eine Stadtrundfahrt...
Außerdem glaube ich nicht, dass viele Reisende ganz Argentinien und Chile in einer Reise abdecken...viel zu groß. Das wäre so, wie wenn man einmal nach Australien geht und gleich alles abfährt / anschaut...da gibt's aber auch für jeden Bundesstaat einen eigenen Lonely Planet...wieso nicht auch für Patagonien?
Dass die Preise nicht stimmen finde ich hingegen nicht so tragisch, in einem Land mit 15 % Inflationsrate (in guten Jahren) ist es schwierig aktuell zu bleiben, da sind 2 Jahre einfach eine lange Zeit zwischen Recherche und erscheinen des Buches. Auf alle Fälle kostet das meiste mindestens das Doppelte bis 3-fache wie im Buch angegeben, Stand Januar 2011.
Naja, genug gemotzt, ich würde diesen Reiseführer ganz sicher nicht nochmal kaufen. Hätte ich ihn nicht benötigt wäre er unterwegs aus dem Fenster geflogen...
Schade für LP, da bin ich einfach besseres gewöhnt, das südliche Südamerika scheint aber nicht zu den Stärken zu zählen.
Unschwer zu erkennen, ich habe mich über diesen Reiseführer oft und intensiv aufgeregt....
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11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
LP - as always... very helpful!, 26. November 2009
Highly recommend this guide! We travelled mainly the nort-western part of Argentina with it and it was as -so far- LP always has been very helpful!
German edition - "Argentinien" Please note, that the german edition is nominally from 2009, but still represents "only" a translation of the English version from 2008. The prices listed in the book you should therefore increase respectively! In our case (Nov 2009) the increase went from 20%-60%.
The other book we had with us ("Reise Know-How", though from 2005) provided good information on country/culture/history, but was far less helpfull with the practical things (linke accommodation/food).
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