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Wer meint, das sei zu dick aufgetragen hat vermutlich noch nicht Bekanntschaft mit der Sangeskunst der 32-jährigen, aus Dectur, Illinois stammenden Sängerin und Geigenspielerin gemacht. Für einen Musikfreund allemal ein grobes Versäumnis -- das sich allerdings schnell beheben lässt. Am besten mit ihrem neuen Album Lonely Runs Both Ways. In 15 Titeln läuft die genauso bewunderte wie preisgekrönte Königin des modernen Bluegrass (17 Grammys! Wer bietet mehr?) zusammen mit ihren großartigen akustischen Begleitern von "Union Station" wieder zu Höchstform auf. Erneut gelingt ihr wunderbar die Verschmelzung von Bluegrass-Roots, Woodstock-Feeling und Folk. Wer sich das Konzentrat der wirklich besten Momente von Dolly Parton, Joan Baez und Stevie Nicks vorstellen kann, bekommt eine Ahnung von dieser Stimme und Musik.
Lonely Runs Both Ways ist deshalb weit mehr als "nur" eine weitere erstklassige CD. In der feierlichen Inszenierung und der behutsamen Zusammenstellung an neuen Songs und Coverversionen (u.a. Gillan Welch und Woody Guthrie) erinnert dieses Album an ein, nun, spirituelles Ereignis. Zumindest an ein Mystisches. Wie eine gute Fee aus den Bergen der Smokey Mountains in Tennesse -- der Wiege des Bluegrass -- erscheint sie einem, wenn sie ihre glockenklare Stimme erklingen lässt. Wer hier nicht die Ohren tüchtig spitzt und -- egal was er gerade macht -- inne hält, sollte sich schleunigst von Onkel-Doktor auf akute Gefühlskälte untersuchen lassen. Vermutlich aber muss sich ein, durch Plastik- und Retorten-Pop kontaminiertes Ohr erst an diese ungewohnt intimen, ausschließlich von Stimmen und akustischen Instrumenten produzierten Töne gewöhnen. Spätestens bei Titel Nummer sechs, dem berührenden Liebeslied "Wouldnt Be So Bad", sollte der akustische Akklimatisierungs-Prozess allerdings erfolgreich abgeschlossen sein und sich die typische Alison Krauss-Hörer-Reaktion einstellen: Augen schließen, träumen, in eine andere Welt entschweben -- Kino für die Ohren. Unterbrochen wird der sanfte Trip stets dann, wenn sich Gitarrist Dan Tyminski das Mikro schnappt, um in Titeln wie "Rain Please Go Away" oder "Pastures Of Plenty" erdigere, rustikalere Töne anzuschlagen. Auch das macht richtig Laune. Und schürt dazu die Vorfreude, auf den nächsten von Alisson Krauss so wundervoll gesungenen Song. Fazit: Unschlagbar! Von zehn Punkten elf! Der nächste Grammy ist ihr sicher! -- Gunther Matejka
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
29 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Nicht zögern - kaufen!,
Von Royalist (Hamburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Lonely Runs Both Ways (Audio CD)
Es gibt zwei Country-Sängerinnen, von denen man unbesehen jede CD kaufen kann: Mary Chapin Carpenter und Alison Krauss. Von den 15 Stücken auf Lonely Runs Both Ways werden 10 von Alison Krauss gesungen, zwei von Dan Tyminski, eines von Ron Block und eines ist ein Instrumental aus der Feder des begnadeten Dobro-Spielers Jerry Douglas. Die Songs, bei denen Alison Krauss singt, sind zumeist leicht wehmütige Country-Pop-Balladen, wunderbar (rein akustisch) instrumentiert und mit großartigem Background-Gesang. Die übrigens Songs sind eher uptempo und haben einen stärkeren Bluegrass-Einschlag. Zum Glück kann man ja den CD-Spieler programmieren, und je nach Stimmung die Songs zusammenstellen. Meine aktuellen Favouriten: Restless und Borderline.Außerdem gibt es eine erstaunliche Neuerung - Alison Krauss ist auf den Fotos des Booklets in einem eleganten türkisfarbenen Abendkleid mit verführerischem Dekolletee abgebildet - so habe ich sie noch nie gesehen. Vermutlich eine Idee der PR-Abteilung ihrer Plattenfirma. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
10 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Schwere Entscheidung für Männer,
Von
Rezension bezieht sich auf: Lonely Runs Both Ways (Audio CD)
So mancher frustrierte Ehemann könnte sich angesichts dieses hinreißend schönen Albums ernsthaft fragen: Soll ich meine Frau doch lieber verlassen und mein Leben damit verbringen, Alison Krauss-Platten zu hören? Alison gelingt es nämlich, mit ihrer atemberaubend schönen Stimme und den wundervollen Songs (beides zusammen ist noch besser als nur eins von beidem) das vernarbte Männerherz heil zu singen - und deshalb gebührt ihr überdimensionaler Dank dafür, dass sie nicht nur Musik macht, um Geld zu verdienen, sondern auch um ihren Mitmenschen etwas Gutes zu tun.Eines DER Alben des Jahres 2004. Allerdings stören wirklich in dem Genuss der Balladen die männlichen Sänger mit ihren schwungvollen Auflockerungen. So begabt diese auch sind - ich überspringe sie immer. Nichts soll meine gute Stunde mit Alison trüben. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
5.0 von 5 Sternen
einfach nur genial....,
Von Marathon Man (Dreiländereck) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Lonely Runs Both Ways (Audio CD)
Ich kann mich der ersten Beurteilung nur anschliessen: eine CD von Alison Krauss kann man blind kaufen und wird sicher nicht enttäuscht. Ich habe die Sängerin vor Jahren eher zufällig beim Besuch eines Plattenladens in Kanada entdeckt und seither nahezu alle CDs gekauft. Die Stimme ist einfach nur genial, und meine Favoritenstücke "Gravity" und "Crazy as me" könnte ich stundenlang hören, ausser... es läuft "When you say nothing at all", ihre Version des Stücks aus "Notting Hill".
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