Na, das ist ja mal was anderes. An der Stelle eines langweiligen Reiseberichtes steht hier die kurzweilige Schilderung eines ganzen Jahres, in dem die beiden Autoren versuchten, ohne Unterstützung von außen und nur mit Mut, Witz und wenig Geld ausgestattet in der englischen Metropole zu überleben. Hauptzweck des Aufenthaltes sollte wohl die Verbesserung der englischen Sprachkenntnisse sein. Dies wurde aber Anfangs dem täglichen Existenzkampf zwischen Burger-King-Buletten und Hotel-Handtüchern geopfert, in dem hauptsächlich Inder, Armenier, Kirgisen... nur keine Engländer als Konkurenten auftraten. Erst mit der Zeit und dem allmählichen Kennenlernen Londons konnte das ursprüngliche Vorhaben wieder mehr in den Mittelpunkt der Betrachtung geraten. Dabei waren sich die Autoren zu keiner (legalen!!) Arbeit zu schade.
Das Buch ist mit leichter Hand geschrieben und ließt sich flüssig.
Vom Prinzip stören beim Lesefluss des Erstlingswerkes der beiden Autoren nur die lästigen Querverweise auf noch kommende oder bereits gelesene Kapitel.
Man darf auf die nachfolgenden Werke gespannt sein... in der Hoffnung, dass es sie auch geben wird.