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"London to Brighton" ist ein intensives, nicht immer schönes Drama, das einen Teil menschlichen Daseins zeigt, den man am liebsten ausblenden würde. Der Low-Budget-Film, der mit nur 80.000 britischen Pfund entstanden ist, erzählt eine bittere Geschichte und bedient sich dabei einer Rückblickstruktur, die bis zum Ende offen lässt, was es war, weswegen die beiden Frauen die Flucht antraten. Vereinzelt gibt es Szenen absoluter Brillanz, die dem unbedarften Zuschauer einen Einblick in die Seele von Menschen geben, die schreckliche Dinge tun müssen, wohlwissend, dass es falsch ist, die es aber des eigenen Überlebens Willen dennoch tun. Der Film wartet am Ende mit einem Twist auf, der jedoch vorhersehbar ist. Das erweist sich jedoch nicht als Nachteil, da dies nicht die Art Film ist, die von einem Twist lebt. Fazit: Kein Feel-Good-Movie und keine Popcorn-Unterhaltung, sondern ein bitteres und grimmiges Drama, über das man auch nach seinem Ende noch lange nachdenkt.
Moviemans Kommentar zur DVD: Bild und Ton sind nicht überragend, passen aber zu einem urbanen Drama wie diesem sehr gut. Das Bonusmaterial ist hochinformativ, lässt aber leider einen wichtigen Kurzfilm vermissen.
Bild: Das Bild sieht dem Film angemessen aus. Es ist körnig und realistisch ausgefallen. Die Farben sind matt und unscheinbar, ein Abbild einer tristen Realität. Rauschen ist in starkem Maße vorhanden (00:07:11). Dazu kommt, dass die Kompression immer wieder auffällig ist (00:16:46 oder 00:52:48). Die Schärfe ist bestenfalls Durchschnitt. Bei Totalen fehlt jede Detailzeichnung (00:32:24), aber auch bei Nahaufnahmen muss das Bild zurückstecken, was jedoch auch dem Film angemessen ist, denn hier werden weder schöne Menschen noch schöne Ereignisse gezeigt. Die Realität ist hässlich - und der Film hat sie eingefangen.
Ton: Für den Ton gilt praktisch dasselbe wie für das Bild. Die Dialoge sind gut dargeboten und nutzen auch Effekte, etwa, wenn jemand vor einem Auto durch eine Scheibe spricht und dumpfer klingt. Allerdings gilt für beide Tonspuren, dass mit dem Ton nicht viel gemacht wird. Manchmal gibt es einen Hauch von räumlicher Atmosphäre, etwa am Anfang in den Toiletten, dann wiederrum ist alles zentral vorne fokussiert. Die Sprachverständlichkeit ist gut, aber im Original klingt der Film einfach authentischer.
Extras: Der Audiokommentar gibt viel Aufschluss über das Machen eines Low-Budget-Films und ist von daher für angehende Filmemacher interessant. Die entfallenen Szenen sind nett, etwa jene mit dem neugierigen Mann im Zug. Es gibt mehr von dem Schlüsselereignis des Films bei dem alten perversen Mann zu sehen, was noch durchdringender wirkt. Das alternative Ende unterscheidet sich nur minimal vom jetzigen, ist aber weniger wirksam, da es überzogen erscheint. Die Behind-the-Scenes-Featurette ist eine B-Roll. Interessanter ist das fast halbstündige Q&A, das jedoch recht billig gefilmt wurde. Immerhin hat der Regisseur viel zur Entstehung seines Films zu erzählen und geht z.B. auch auf das Budget ein. Unverzeihlich ist jedoch, dass der Kurzfilm "Royalty" fehlt, der auf der britischen DVD enthalten ist. Diese erste Arbeit von Regisseur Paul Andrew Williams stellt Derek und Kelly in den Mittelpunkt. --movieman.de
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Gemeinsam mit ihrem Zuhälter soll die erfahrene Hure Kelly dem Gangsterboss eine Lolita besorgen. In der allenfalls zwölfjährigen Ausreißerin Joanna werden sie fündig, doch nimmt das anschließende Tête-a-tête ein unerwartete Wendung, als Kelly sich spät eines besseren besinnt, die weinende Joanna befreit und der Boss mit Messerstichen in den Unterleib das Zeitliche segnet. Den Sohn vom Boss aber dürstet nach Rache, und so sendet er dem aus London flüchtenden Damenpaar seine kriminellen Kohorten hinterher.
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Fesselnder Krimi und dichte Milieustudie gehen ein Bündnis ein, wenn in diesem britischen Thriller eine alternde Hure ihr Herz für eine designierte Nachfolgerin entdeckt und der Ersatztochter gegen den Widerstand der versammelten Londoner Unterwelt ein Schicksal wie das ihre zu ersparen sucht. Glänzende Darstellungen des generationenübergreifenden Damenduos tragen den Film, doch die Show stiehlt Sam Spruell als psychotischer Jungpate mit ganz eigener Agenda. Stimmungsvoll, differenziert und brutal, ein guter Griff für Freunde des besseren Gangsterfilms.
Blickpunkt: Film
Gemeinsam mit einer minderjährigen Ausreißerin flüchtet die Hure Kelly vor der Londoner Unterwelt aus der Stadt aufs Land. Atmosphärisch dichte Mischung aus Milieustudie und Gangsterthriller.
Kurzbeschreibung
Genau 24 Stunden hat Derek Zeit, um Kelly und Joanne wieder aufzutreiben. Er war es nämlich, der die Londoner Straßenprostituierte und die kleine Ausreißerin zu seinem wichtigsten Kunden geschickt hatte. Der reiche Perversling mit den speziellen Wünschen hatte wieder einmal nach ganz jungem, unverbrauchten Fleisch verlangt. Und die 12jährige Joanne brauchte dringend Geld. Jetzt sind das Mädchen und ihre ungewöhnliche Beschützerin auf der Flucht. Und in 24 Stunden wird irgend jemand büßen für das, was geschehen ist ... Extras (ca. 50 Min.): Audiokommentar vom Regisseur, Deleted Scenes, Interview Grogia Groom, Fragen und Antworten, Behind the scenes
Rezension
Wird dich mit ungeheurer Härte durch die Mangel drehen, aber du wirst die Reise nicht bereuen." (British Broadcasting Corporation (BBC))
"Ein furchtbar spannender Thriller, der raffiniert geschnitten ist und von einem cleveren Drehbuch und einem erstklassigen Cast profitiert." (Tiscali UK)
"Der beste britische Film des Jahres." (The Observer)
Produktbeschreibungen
Genau 24 Stunden hat Derek Zeit, um Kelly und Joanne wieder aufzutreiben. Er war es nämlich, der die Londoner Straßenprostituierte und die kleine Ausreißerin zu seinem wichtigsten Kunden geschickt hatte. Der reiche Perversling mit den speziellen Wünschen hatte wieder einmal nach ganz jungem, unverbrauchten Fleisch verlangt. Und die 12jährige Joanne brauchte dringend Geld. Jetzt sind das Mädchen und ihre ungewöhnliche Beschützerin auf der Flucht. Und in 24 Stunden wird irgend jemand büßen für das, was geschehen