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Moviemans Kommentar zur DVD: Bild und Ton sind nicht überragend, passen aber zu einem urbanen Drama wie diesem sehr gut. Das Bonusmaterial ist hochinformativ, lässt aber leider einen wichtigen Kurzfilm vermissen.
Bild: Das Bild sieht dem Film angemessen aus. Es ist körnig und realistisch ausgefallen. Die Farben sind matt und unscheinbar, ein Abbild einer tristen Realität. Rauschen ist in starkem Maße vorhanden (00:07:11). Dazu kommt, dass die Kompression immer wieder auffällig ist (00:16:46 oder 00:52:48). Die Schärfe ist bestenfalls Durchschnitt. Bei Totalen fehlt jede Detailzeichnung (00:32:24), aber auch bei Nahaufnahmen muss das Bild zurückstecken, was jedoch auch dem Film angemessen ist, denn hier werden weder schöne Menschen noch schöne Ereignisse gezeigt. Die Realität ist hässlich - und der Film hat sie eingefangen.
Ton: Für den Ton gilt praktisch dasselbe wie für das Bild. Die Dialoge sind gut dargeboten und nutzen auch Effekte, etwa, wenn jemand vor einem Auto durch eine Scheibe spricht und dumpfer klingt. Allerdings gilt für beide Tonspuren, dass mit dem Ton nicht viel gemacht wird. Manchmal gibt es einen Hauch von räumlicher Atmosphäre, etwa am Anfang in den Toiletten, dann wiederrum ist alles zentral vorne fokussiert. Die Sprachverständlichkeit ist gut, aber im Original klingt der Film einfach authentischer.
Extras: Der Audiokommentar gibt viel Aufschluss über das Machen eines Low-Budget-Films und ist von daher für angehende Filmemacher interessant. Die entfallenen Szenen sind nett, etwa jene mit dem neugierigen Mann im Zug. Es gibt mehr von dem Schlüsselereignis des Films bei dem alten perversen Mann zu sehen, was noch durchdringender wirkt. Das alternative Ende unterscheidet sich nur minimal vom jetzigen, ist aber weniger wirksam, da es überzogen erscheint. Die Behind-the-Scenes-Featurette ist eine B-Roll. Interessanter ist das fast halbstündige Q&A, das jedoch recht billig gefilmt wurde. Immerhin hat der Regisseur viel zur Entstehung seines Films zu erzählen und geht z.B. auch auf das Budget ein. Unverzeihlich ist jedoch, dass der Kurzfilm "Royalty" fehlt, der auf der britischen DVD enthalten ist. Diese erste Arbeit von Regisseur Paul Andrew Williams stellt Derek und Kelly in den Mittelpunkt. --movieman.de
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Gejagt.,
Von
Rezension bezieht sich auf: London to Brighton (DVD)
Die Prostituierte Kelly und die zwölfjährige Joanne verstecken sich Nachts um drei Uhr auf einer öffentlichen Toilette. Sie haben Angst. Kelly's Gesicht ist übel zugerichtet. Dennoch zieht sie los, um Geld zu beschaffen. Wenige Stunden später sitzen die beiden im Zug nach Brighton.Langsam gibt es vorsichtige Rückblenden über das, was zuvor geschah. Kelly's Zuhälter Derek bekam den Auftrag von einem wohlhabenden Mann aus der gehobenen Kriminalität ein junges Mädchen für seine eigenen Zwecke zu beschaffen. Nun ist dieser wohlhabende Mann tot und sein Sohn verlangt von Derek Aufklärung über die Vorfälle dieser Nacht. Insbesondere will er aus erster Hand erfahren, was da passiert ist. Er lässt Derek spüren, das er es ernst meint. Derek setzt alles daran Kelly und Joanne zu finden. Die Geschichte wird äußerst spannend erzählt. Dem Zuschauer werden zu Anfang gleich zwei Geheimnisse serviert, was ist vorgefallen und was wird deshalb passieren? Die Story ist sehr kompakt und lässt sich nur wenige Verschnaufpausen, um den agierenden Charaktern ein Profil zu geben. Die Protagonisten bekommen ihre Ecken und Kanten und zeigen immer wieder wozu sie in der Lage sind. Die Kameraführung ist ausgezeichnet. Regie und Schauspieler liefern eine Spitzenleistung ab. Eine Filmperle. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Flucht ins Seebad Brighton...,
Von
Rezension bezieht sich auf: London to Brighton (DVD)
Immer wenn in englischen Filmen unsere Helden nach Brighton fliehen müssen, ist Gefahr im Verzug:Nach Eddie und Michael aus Philip Savilles "Fruit Machine" und George und Simone in "Mona Lisa" trifft es nun die Prostituierte Kelly (Lorraine Stanley) mit zugeschwollenem Auge und die noch nicht mal Zwölfjährige Herumtreiberin Joanne (Georgia Groome). Brighton Rocks... Gehetzt wie Tiere laufen die Zwei vor ihren Verfolgern davon, dabei verstecken sie sich auf irgendeiner Toilette in der Stadt, Joanne soll dort warten, denn Kelly will das Geld für die Zugfahrt von London nach Brighton schnell bei einem Freier machen. Doch Brighton ist nicht sicher. Denn verfolgt werden sie deshalb, weil sich im Schlafzimmer des reichen Gangsterbosses Duncan Allen (Alexander Morton). Dabei war am Anfang alles so einfach und es sah nach leicht verdienter, allerdings schmutziger Kohle aus. Kellys Zuhälter Derek (John Harris) bekommt einen Anruf von diesem gefürchteten Allen, der bekannt dafür ist, dass er besonders für noch ganz junge Mädchen schwärmt. Kelly soll am Bahnhof nach einem solchen Mädchen suchen und sie wird auch schnell fündig. Die Kleine geht sogar auf den Deal ein, Kelly ekelt sich vor sich selbst bei einem Kinderschänder-Deal behilflich zu sein und schon sind sie in der Wohnung des Freiers. Doch die Lage eskaliert, als Kelly Schreie aus dem Schlafzimmer hört, wird sie aktiv. Nun werden die beiden vom Sohn des Gangsters (Sam Spruell) unerbittlich gejagt bzw. dieser lässt Derek und Kompagnon Chum (Nathan Constance) mit viel Druck nach den Verschwundenen suchen. Kelly und Joanna kommen vorläufig bei einer Freundin Kellys unter, ein Haus, in dem eigentlich nur Drogen genommen werden und man gemütlich tagelang zusammen auf der Couch sitzt... Paul Andrew Williams drehte "London to Brighton" 2006, also zwei Jahre vor seiner HorrorComedy "The Cottage". Mit dem kleinen dreckigen Thriller aus der Subkultur ist ihm allerdings ein sehr authentischer Film gelungen, der über einen drastischen Kindesmißbrauch und seine Folgen berichtet. Dabei bringt der Director das Kunststück fertig, über weite Strecken die Balance zu halten zwischen den Elementen Thriller und Drama. Die Story ist recht einfach, aber geschickt konstruiert und durch die Rückblenden eine geniale Verschachtelung vornimmt, die dem Zuschauer Raum geben sich über die Figuren des Films Gedanken zu machen und sie besser kennenzulernen. Hilfreich dabei sind die durchwegs sehr guten Darstellerleistungen, vor allem Lorranie Stanley als Kelly erweist sich als würdige Nachfolgerin von Gloria, der Gangsterbraut, für die wir uns dank Gena Rowlands begeistern konnten. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Teils sehr langwierig aber die dahinter stehende Geschichte..regt zum Denken an,
Rezension bezieht sich auf: London to Brighton (DVD)
Die Geschichte über die Flucht des Mädchens mit der Unterstützung der Prostituierten ist sehr gelungen und erschütternd dargestellt. An manchen Szenen wirkt der Film sehr langwierig aber das Fazit zum Ende des Films: einfach gelungen.Es regt zum Nachdenken an. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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