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Lolita
 
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Lolita [Unbekannter Einband]

Vladimir Nabokov
4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (43 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Unbekannter Einband
  • Verlag: Büchergilde Gutenberg, Frankfurt am Main, (1974)
  • Sprache: Deutsch
  • ASIN: B003RUJKKG
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (43 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 2.631.817 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Lolita

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
31 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Meisterlich 4. Oktober 2002
Format:Taschenbuch
"Lolita" ist für mich ein Werk, das in einen Literaturkanon aufgenommen gehört (wenn es denn einen gäbe). Erzählt wird die verzweifelte Liebe eines mittelalten Mannes zu einem kleinen Mädchen. Diese unmögliche und kriminelle Liebe war der Grund, warum das Buch lange Zeit verboten war und in manchen Ländern sogar immer noch ist.
Aber Nabokov schreibt keineswegs obszön oder sensationsgierig, sondern melancholisch, trüb, analytisch, doch oft auch einfach nur witzig. Die Selbstironie, das Selbstmitleid und das harte, aber oft auch vor Wahrheit strotzende Urteil des Erzählers "Humbert Humbert" sind kraftvoll und sympathisch.
Die Sprache Nabokovs ist meiner Ansicht nach unübertroffen. Und damit meine ich ernsthaft, daß sie die Virtuosität z.B. Goethes, Döblins oder Hesses in den Schatten stellt. Ein großes Lob an dieser Stelle auch an die Übersetzer, die Großes vollbracht haben, so daß viele Wortspiele auch im Deutschen erhalten und v.a. auch nicht gekünstelt sind.
Nabokovs Sprache ist treffend, phantasievoll und immens kreativ. Oft fragt man sich, woher er diese wohlüberlegten Vergleiche und Assoziationen und Ausdrücke sowie Redewendungen hernimmt.
Zum Schluß sei noch erwähnt, daß es in "Lolita" vor Anspielungen auf die Literatur, insbesondere die französische, nur so wimmelt. So sind Kenntnisse auf diesem Gebiet und in der französischen Sprache zwar hilfreich und nett, jedoch kinesfalls für das Verständnis oder den Genuß des Buches notwendig.
Fazit: Ein Meisterwerk, das vor die Lesebrille eines jeden Literaturfans und dessen, der es werden will, gehört.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Slowatsch
Format:Taschenbuch
Lolita, das Wort ist bekannt, zwei mal wurde das Buch verfilmt. Wieso also das Buch lesen?

Kein Film, keine Kurzfassung oder Rezension kann den Inhalt dieses Buches korrekt wiedergeben. Man muss jeden Satz selber mindestens zweimal gelesen haben um das Buch in seinem vollen Umfang zu verstehen.

Denn man muss immer bedenken wer die Geschichte erzählt. Es ist Humbert, der Täter, der die Geschichte erzählt, soll man ihm glauben? Sind seine Erzählungen akkurat? Humbert schafft es durch unglaubliches sprachliches Geschick selbst eine Vergewaltigung in den schönsten Worten zu umschreiben. Er sagt er wurde von Lolita verführt? Stimmt es? Wer weiss. In jedem noch so unscheinbaren Satz stecken Informationen über das zwölfjährige Mädchen das von Humbert als verführerisches Dämonenkind dargestellt wird. Erpressungen seinerseits werden nebensächlich umschrieben, Lolitas Gefühle nur kurz erwähnt um sie gleich als lächerlich darzustellen.

Der Leser muss vorsichtig sein, um sich nicht vom Erzähler täuschen zu lassen. Triviale sexuelle Handlungen werden in endlosen Sätzen vom Erzähler verschleiert und verschönert. Und manchmal entdeckt man erst beim zweiten Lesen gewisse Andeutungen und Schilderungen die im ersten Moment trivial und unscheinbar erscheinen.

Humbert Humbert ist als Erzähler ein Genie, als Mensch ein Monster. Ein so redegewandtes und äusserst gutaussehendes Monster, das man ihm fast glauben mag, wenn er sich als Opfer darstellt.

Bei all der Schönheit die in den Worten steckt darf aber das Schicksal von Lolita nicht vergessen gehen. Als faktische Vollwaise folgt sie verzweifelt Humbert. "Sie kann nirgendwo anders hin" wie es der charmante Humbert kühl beschreibt. Sie ist gefangen in der Welt von Humbert Humbert. Verzweifelt versucht sie die Macht in dieser einseitigen Beziehung durch sexuelle Verweigerung an sich zu reissen. Ja sie hat eine gewisse Macht über Humbert, aber zu welchem Preis?

Immer wieder muss man an der Zerstörung dieses jungen Menschen teilhaben. Dies aus der Sicht von Humbert Humbert der erst späht selber die Zerstörung sieht die er an Lolita angerichtet hat. Viel zu späht für beide...

Dieses Meisterwerk bringt einem an vielen Stellen zum lachen, an anderen Stellen muss man sich auch bei wiederholtem lesen Tränen verdrücken. Und auch wenn man den Anfang und das Ende schon kennt, ist das Buch so lesenswert wie kein anderes. Diese teuflische und verführerische Schilderung eines abscheulichen Kapitalverbrechens braucht jede Seite und jeden Nebensatz um das Schicksal von Humbert Humbert und vor allem von Lolita authentisch zu beschreiben.

Am Ende des Buches wird man keine Jubelschreie von sich lassen, man wird sich wahrscheinlich bedrückt und hilflos fühlen. Dafür aber um viele Wertvolle Gedanken reicher. Mit einer Faszination die einem auch schnell zum erneuten Lesen anregt, um vielleicht doch noch ein paar weitere Fakten und Hinweise zu finden die einem helfen dieses traurige Drama besser zu verstehen.
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19 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
In Vladimir Nabokovs einst umstrittenen Roman "Lolita" geht es um den Schriftsteller Humbert Humbert, der, als Moerder angeklagt, sich sein Gestaendnis von der Seele schreibt. Was wir lesen, sind in der Ich - Perspektive erzaehlte Erinerungen; eine Geschichte, die zum Mord fuehrt, der doch nur Vorwand ist fuer einen psychologisch meisterhaft und eindringlich erzaehlten Text: Roadmovie und Liebesgeschichte in einem. Humbert Humbert, der sich begierig nach "Nymphchen" sehnt, entdeckt die 12jaehrige Lolita als seine grosse Liebe. Um ihr nah zu sein, heiratet er ihre Mutter, die jedoch bald stirbt. Getrieben von Verlangen und Verlustaengsten bereist er ein Jahr lang mit Lolita die Vereinigten Staaten; seinen Annaeherungen begegnet sie teils mit Amuesiertheit, teils mit Widerwillen; und das Auf und Ab ihrer Beziehung, deren heikle erotische Szenen stets elegant umschrieben werden, macht zu einem Grossteil die Faszination des Buches aus. In den 50er Jahren, als das Buch erschien, war es zunaechst wegen dieser Szenen heftig umstritten; heute wirkt es eher zurueckhaltend, nie aber pruede. Der eigenwillige Stil Nabokovs, der haeufig in alle Richtungen ausschweift (aber nie den Faden verliert), war fuer mich am Anfang nicht leicht zu lesen; im Laufe der Seiten zog er mich jedoch immer mehr in seinen Bann. Vielleicht kein Buch, das sich immer rasch und fluessig liest; dafuer wird man aber auch beim zweiten Lesen immer wieder mit Neuem belohnt. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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Die neuesten Kundenrezensionen
Guter Zustand
Ich bin mit dem Buch sehr Zufrieden,
ich hatte den film gesehen und der hat mich neugierig auf das buch gemacht,da ich denke das dort alles viel ausführlicher beschrieben... Lesen Sie weiter...
Vor 5 Monaten von tatz veröffentlicht
"Do the Senses Make Sense?"
Im "Vorwort" zum Roman wird der Leser darüber aufgeklärt, dass der Text von einem Untersuchungshäftling verfasst worden wäre, der kurz vor seinem Prozessbeginn... Lesen Sie weiter...
Vor 19 Monaten von Solzimer veröffentlicht
Begierde bis zur Selbstaufgabe
In den 50-ger Jahren des zurueckliegenden Jahrhunderts sorgt die Veroeffentlichung von Nabakovs 'Lolita' fuer einen Sturm der Entruestung. Der Grund ist offensichtlich. Lesen Sie weiter...
Vor 22 Monaten von faustino888 veröffentlicht
Schwer einzuordnen
Auf der Suche nach den Glanzlichtern der Weltliteratur bin ich natürlich auch auf Lolita von Nabokov gestoßen. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 11. April 2010 von H. Schulz
Nabokovs Lolita
Ein ca. 40 Jahre alter, pädophiler Schriftsteller kommt durch einige Zu - und Unfälle in die Lage, der Ziehvater einer elfjährigen "Nymphette" zu werden. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 9. April 2010 von C. Mertins
Gähnende Langeweile... leider
Lolita, der Skandalroman der Weltliteratur, der schon so oft verfilmt worden ist und den irgendwie jeder kennt: das weckt Hoffnungen und Erwartungen, zumal das Thema, gerade in der... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 20. Januar 2010 von minicavy
Buch
leider ist das buch nicht gekommen,und erst bei einer nachfrage,2 wochen später,wurde mir mitgeteilt,dass das buch nicht mehr geliefert werden kann. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 3. Januar 2010 von Antje Brodda
literarische Pflicht
Nabokovs Werk ist nur zu empfehlen. Sowohl literarisch, aber genauso philosophisch und psychologisch ein Muss. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 26. Oktober 2009 von Benjamin Leidenberger
Hut ab
vor Meister Nabokov! Was für eine brillante Sprache, die fesselt und in den Sog des Hauptdarstellers hineinzieht. Eines der größten Bücher des 20. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 25. Mai 2009 von L.T.B.
Ein Klassiker, der mir nicht sonderlich gefallen hat
Endlich hatte auch ich Zeit diesen Klassiker der Moderne zu lesen. Ich bin jedoch nicht sonderlich begeistert. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 25. Dezember 2008 von B. Kugler
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