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Produktinformation

  • Darsteller: James Mason, Marianne Stone, Shelley Winters, Peter Sellers, Diana Decker
  • Regisseur(e): Stanley Kubrick
  • Komponist: Nelson Riddle
  • Künstler: James B. Harris, Oswald Morris, Vladimir Nabokov
  • Format: Dolby, HiFi Sound, PAL
  • Sprache: Deutsch (Dolby Digital 1.0), Englisch (Dolby Digital 1.0)
  • Untertitel: Deutsch, Englisch, Spanisch, Niederländisch, Schwedisch, Norwegisch, Dänisch, Finnisch, Portugiesisch, Hebräisch, Polnisch, Griechisch, Tschechisch, Türkisch, Ungarisch, Isländisch, Kroatisch, Französisch, Italienisch
  • Region: Region 2
  • Bildseitenformat: 16:9 - 1.66:1
  • FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
  • Studio: Warner Home Video - DVD
  • Erscheinungstermin: 4. Juli 2008
  • Produktionsjahr: 2001
  • Spieldauer: 147 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (28 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B0019GZ9GE
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 44.269 in DVD & Blu-ray (Siehe Top 100 in DVD & Blu-ray)

Rezensionen

Kurzbeschreibung

s/w
Der Schriftsteller Humbert mietet sich für die Sommermonate in einem kleinen amerikanischen Seebad ein. Doch als er sich in die minderjährige Tochter seiner verbitterten Hauswirtin verliebt, gerät sein Leben vollkommen aus den Fugen. Hilflos wird er in den zerstörerischen Sog einer absurden Leidenschaft gerissen...
Was als rabenschwarze Sozialsatire beginnt, endet als beklemmende, tragische Farce. Unter der Regie von Stanley Kubrick entstand eine einfühlsame, bewegende Charakterstudie - nach einem Drehbuch von Vladimir Nabokov.

Amazon.de

Als Regisseur Stanley Kubrick seine Adaption des kontroversen Romans von Vladimir Nabokov über die sexuelle Besessenheit eines hoffnungslos erbärmlichen Professors mittleren Alters von seiner zwölfjährigen Stieftochter veröffentlichte, hieß es in den Voranzeigen: "Wie ist es ihnen nur gelungen, aus Lolita einen Film zu drehen?" Die Antwort lautet: Es ist "ihnen" gar nicht gelungen. Wie bereits bei seinen Adaptionen von Barry Lyndon, Uhrwerk Orange und ganz besonders bei Shining, nahm Kubrick das Quellenmaterial und machte -- schlicht ausgedrückt -- einfach einen weiteren Stanley-Kubrick-Film daraus. Und das, obwohl Nabokov selbst das Drehbuch schrieb.

Der kühle Regisseur strich Humbert Humberts (James Mason) überwältigende Leidenschaft und Verlangen und verwandelte die Geschichte (wie bei vielen seiner Filme) stattdessen in die eines Mannes, der vom gesellschaftlichen Sittenkodex sowie von seinen eigenen Zwangsvorstellungen gefangen gehalten und schließlich zerstört wird. Kubrick stellt das allerdings nicht als Tragödie dar, sondern als schwärzeste Komödie und als schlängelnden, episodischen Road-Movie. Die anfänglichen Szenen mit Humbert, Lolita und deren lauten, grellen Mutter kommen wie eine wunderbare Farce daher. Nachdem Humbert Lolita schließlich hat, macht sich das Pärchen auf den Weg, und Kubrick bringt Peter Sellers mit ins Spiel.

In der Rolle des pädophilen Schriftstellers Clare Quilty -- Humberts spielerisches Pendant und seine größte Gefahr -- tritt Sellers in verschiedenen Masken auf, mit der Absicht, Lolita ihrem Entführer zu entreißen. An dieser Stelle kommt Kubrick der Romanvorlage wohl am nächsten. Er überträgt Nabokovs Idee der Spiele und Rätsel zwischen Schriftsteller und Leser, Quilty und Humbert, Lolita und Humbert usw. auf solche zwischen Regisseur und Zuschauer. Die Straße führt schließlich ins Nirgendwo, und Humberts Realität wird als Wahnvorstellung entlarvt.

Lolita ist vielleicht kein Kubrick-Meisterstück; auch nicht der provokative Film, den viele erwartet hatten -- aber er ist nach wie vor auf spielerische Weise faszinierend und eine der stärksten, komischsten Charakterstudien des Regisseurs. --Dave McCoy -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen

7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Wolfgang S. am 15. August 2006
Format: DVD
Die kontroversen Rezensionen auf dieser Seite zeigen, dass Kubricks "Lolita" auch zu Beginn des 21. Jahrhunderts noch immer polarisiert. Selbstverständlich ist der Film ein eigenständiges Kunstwerk geworden, das mit dem Roman nur mehr die äußere Handlung gemeinsam hat - zu Ungunsten der Komplexität. Aber Film hat nun einmal eigene Gesetze, und Nabokov hat immerhin auch das Originaldrehbuch geschrieben.

"Lolita" ist eine Tragikomödie. Kubrick ist weit davon entfernt, schmierig oder voyeuristisch zu sein. Er konterkariert manch "heikle" Szene mit Komik und nimmt ihr damit jede Schlüpfrigkeit (diesbezüglicher Höhepunkt: das geradezu slapstickartige Aufstellen des Gästebettes, bevor Humbert erstmals mit Lolita in einem Zimmer übernachtet). Dass Thema, Aufmachung und Filmtechnik noch den späten 1950er Jahren verhaftet sind, machen den Film nur noch authentischer. Die Schwarz-Weiß-Arrangements sind optisch makellos umgesetzt; Kubricks Kamera noch eher statisch.

Die schauspielerischen Leistungen stehen jenseits aller Moden: Shelley Winters als aufdringliche Witwe - nervtötend und gleichzeitig herzzerreißend in ihrer Angst vor Einsamkeit. James Mason als liebeskranker Humbert - nur nach außen hin ein stilles Wasser. Sue Lyon in der Titelrolle - von manchen als miserable Schauspielerin bemäkelt, hat aber dennoch seinerzeit den Golden Globe abgeräumt. Sie schlägt sich in der sehr komplexen Rolle der Lolita durchaus achtbar (Der Schauspielerin selbst hat der frühe Ruhm nicht gut getan, sie hatte dann Skandale, mehrere Scheidungen; seit den 1980er Jahren dreht sie keine Filme mehr).

Die DVD bietet "Lolita" pur in guter SW-Qualität, keine Extras.

Trotz mancher Längen eine interessante Auseinandersetzung mit einem zeitlosen Thema - mit herausragenden darstellerischen Leistungen.
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33 von 36 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von christine TOP 1000 REZENSENT am 13. April 2009
Format: DVD Verifizierter Kauf
1955 erschien Vladimir Nabokovs Skandalroman "Lolita", der zu recht die Frage aufwirft, ob man sich bei einer moralisch fragwürdigen Geschichte unterhalten kann. Denn, machen wir uns nichts vor, "Lolita" ist eine Geschichte um Pädophilie und Kindesmissbrauch. Die makellose Sprache Nabokovs und der geradezu satirische Blick eines Europäers auf die USA sind aber auch ein großer Genuss.
Logischerweise muss bei einer Verfilmung beachtet werden, was man ändern muss, um das brisante Thema nicht zu verharmlosen, aber auch kein langweiliges Lehrstück zu machen. Als erstes wurde der Autor selbst für das Drehbuch verpflichtet. Abweichend vom Roman ist Lolita nun nicht 12, sondern etwa 14 oder 15 Jahre alt. Sex wird nicht ausdrücklich erwähnt, geschweige denn dargestellt, so dass es der Phantasie des Zuschauers überlassen wird, wie weit die "unangemessene" Beziehung Lolitas zu Humbert Humbert geht. Als drittes wurde auf die dramaturgische Klammer verzichtet, die die schicksalhafte Verbindung der beiden verdeutlicht, indem die beiden fast zur gleichen Zeit sterben. Hier wird Lolita eine Zukunft ohne Humbert in Aussicht gestellt.
Kurz zur Handlung: Der englische Literaturprofessor Humbert Humbert (James Mason) zieht für eine neue Stelle in die USA und sucht eine neue Bleibe. Zwar fühlt er sich etwas genervt von der verwitweten Vermieterin Charlotte Haze (Shelley Winters), als er aber ihre Tochter Lolita (Sue Lyon) sieht, entschließt er sich zu bleiben. Zur Tarnung seiner Leidenschaft für die Kindfrau heiratet er Charlotte, der allerdings Humberts wahre Gefühle nicht lange verborgen bleiben. Außer sich vor Wut und Enttäuschung verunglückt sie tödlich.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von TheGame2493 am 4. Oktober 2013
Format: Blu-ray
Ich habe mir endlich mal die Stanley Kubrick Collection geholt, damit ich wenigstens sieben seiner besten Werke zusammen habe. 3 dieser Filme kannte ich schon, zu jenen zählte aber nicht Lolita. Jetzt habe ich ihn als erstes gesehen und war begeistert.

Der Autor Humbert Humbert zieht in einer kleinen Stadt in ein Haus indem ein Zimmer von einer Frau mit Tochter vermietet wird. Humbert verguckt sich schnell in die 14 jährige Tochter, kann aber natürlich nicht mit ihr zusammen sein. Er heiratet daraufhin Lolitas Mutter um in ihrer Nähe zu sein. Die Mutter stirbt allerdings und plötzlich scheint Humbert's Glück mit Lolita nichts im Weg zu stehen. Er kommt zwar mit ihr zusammen, allerdings macht es ihm Lolita nicht einfach.

Stanley Kubrick ist bekanntermaßen einer der besten und einflussreichsten Regisseure aller Zeiten. In einem Podcast habe ich einen guten Überblick über sein Filmwerk bekommen und daraufhin habe ich 3 seiner Filme gesehen und war so von ihnen überzeugt, dass ich die Collection einfach haben musste. Ich habe mir vorgenommen, die Filme in der richtigen Reihenfolge zu gucken, also habe ich mit Lolita angefangen.
Lolita würde ich als Kubrick's erstes Meisterstück bezeichnen. Der Film ist von 1962, schwarz-weiß und basiert auf dem gleichnamigen Buch von Vladimir Nabokov, dass ich aber nicht kenne. Das Buch war seiner Zeit sehr umstritten, da solche Themen wie Pädophilie damals noch heikler waren als heute.
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