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Lolita
 
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Lolita

James Mason , Marianne Stone , Stanley Kubrick    Freigegeben ab 12 Jahren   DVD
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Darsteller: James Mason, Marianne Stone, Shelley Winters
  • Regisseur(e): Stanley Kubrick
  • Komponist: Nelson Riddle
  • Format: Dolby, HiFi Sound, PAL
  • Sprache: Deutsch (Dolby Digital 1.0), Englisch (Dolby Digital 1.0)
  • Untertitel: Deutsch, Englisch, Spanisch, Niederländisch, Schwedisch, Norwegisch, Dänisch, Finnisch, Portugiesisch, Hebräisch, Polnisch, Griechisch, Tschechisch, Türkisch, Ungarisch, Isländisch, Kroatisch, Französisch, Italienisch
  • Region: Region 2
  • Bildseitenformat: 16:9 - 1.66:1
  • FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
  • Studio: Warner Home Video - DVD
  • Erscheinungstermin: 4. Juli 2008
  • Produktionsjahr: 2001
  • Spieldauer: 147 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B0019GZ9GE
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 14.840 in Filme & TV (Siehe Top 100 in Filme & TV)

Rezensionen

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In einer amerikanischen Kleinstadt wird Literaturprofessor Humbert Humbert neuer Mieter bei der Witwe Charlotte Haze. Er entbrennt in Liebe für ihre 15jährige Tochter Lolita und heiratet die Mutter, um die Nähe der Kind-Frau für immer genießen zu können. Als Charlotte die wahren Gründe seiner Tat erfährt, läuft sie, vor Verzweiflung blind, unter ein Auto und stirbt. Die Freude des Stiefvaters Humbert an Lolita währt jedoch nur kurz, da er in dem Schriftsteller Clare Quilty einen Konkurrenten um die Gunst des Mädchens hat.

Produktbeschreibungen

LOLITA 1962

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25 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von christine TOP 500 REZENSENT
Von Amazon bestätigter Kauf
1955 erschien Vladimir Nabokovs Skandalroman "Lolita", der zu recht die Frage aufwirft, ob man sich bei einer moralisch fragwürdigen Geschichte unterhalten kann. Denn, machen wir uns nichts vor, "Lolita" ist eine Geschichte um Pädophilie und Kindesmissbrauch. Die makellose Sprache Nabokovs und der geradezu satirische Blick eines Europäers auf die USA sind aber auch ein großer Genuss.
Logischerweise muss bei einer Verfilmung beachtet werden, was man ändern muss, um das brisante Thema nicht zu verharmlosen, aber auch kein langweiliges Lehrstück zu machen. Als erstes wurde der Autor selbst für das Drehbuch verpflichtet. Abweichend vom Roman ist Lolita nun nicht 12, sondern etwa 14 oder 15 Jahre alt. Sex wird nicht ausdrücklich erwähnt, geschweige denn dargestellt, so dass es der Phantasie des Zuschauers überlassen wird, wie weit die "unangemessene" Beziehung Lolitas zu Humbert Humbert geht. Als drittes wurde auf die dramaturgische Klammer verzichtet, die die schicksalhafte Verbindung der beiden verdeutlicht, indem die beiden fast zur gleichen Zeit sterben. Hier wird Lolita eine Zukunft ohne Humbert in Aussicht gestellt.
Kurz zur Handlung: Der englische Literaturprofessor Humbert Humbert (James Mason) zieht für eine neue Stelle in die USA und sucht eine neue Bleibe. Zwar fühlt er sich etwas genervt von der verwitweten Vermieterin Charlotte Haze (Shelley Winters), als er aber ihre Tochter Lolita (Sue Lyon) sieht, entschließt er sich zu bleiben. Zur Tarnung seiner Leidenschaft für die Kindfrau heiratet er Charlotte, der allerdings Humberts wahre Gefühle nicht lange verborgen bleiben. Außer sich vor Wut und Enttäuschung verunglückt sie tödlich. Humbert scheint am Ziel seiner Wünsche zu sein, Lolita für sich zu haben. Allerdings hat er nicht mit Clare Quilty (Peter Sellers) gerechnet, der ihm sehr bald Lolita abspenstig macht.

Manche Puristen vermissen in "Lolita" den typischen Kubrick-Touch. Mag sein, in erster Linie ist der Film erstklassiges Darstellerkino. James Mason zieht alle Register und ist als bitterböser, kühl vorgehender Egoist genauso abstoßend wie als hoffnungslos Liebender bemitleidenswert. Eine Schlüsselszene für seine sexuelle Obsession ist, als er Lolita die Zehnägel lackiert und sich über die Hausarbeit beklagt, bei der sie ihm nicht hilft. Als er ganz zum Schluss erkennen muss, dass er Lolita für immer verloren hat, ist er nur noch ein Häufchen Elend.
Shelley Winters, die in den 40er Jahren auf die starke, sexuell attraktive Frau abonniert war, zeigt eine zu Herzen gehende Darstellung einer vereinsamten, liebeshungrigen Frau. Wie schon in "Ein Platz an der Sonne" ist sie hier die ungeliebte, betrogene Frau, die durch die Schuld ihres Geliebten stirbt. Ihre Schwäche wird sowohl von Humbert als auch von Quilty ausgenutzt und auch noch der Lächerlichkeit preisgegeben.
Peter Sellers spielt den Literaten Clare Quilty, in den sich Lolita verliebt. Begabt, chamäleonhaft und destruktiv benutzt er die Menschen zu seinem Vergnügen. Dass er kein adäquater Partner für Lolita ist, mindert aber Humberts Schuld nicht. Im Gegensatz zum Buch, in dem die Figur Quiltys erst langsam in das Bewusstsein Humberts und des Lesers einsickert, ist die Darstellung durch einen so exaltierten Schauspieler wie Sellers auch ein Problem, da der aufmerksame Zuschauer schnell merkt, dass sich hinter den scheinbar vielen Leuten (Polizist, Schulpsychologe, nächtlicher Anrufer usw.) immer derselbe Mann verbirgt. Da aber "Lolita" kein Thriller ist, sondern das Psychogramm eines Intellektuellen, der wenig reflektiert seine Libido auslebt, fällt dies nicht so ins Gewicht.
Manche Nörgeleien an der Darstellung Sue Lyons kann ich nicht nachvollziehen. Gerade weil sie keine brillante Schauspielerin ist, ist sie für die Rolle sehr geeignet. Lolita ist ein Kind, das die Beziehung zu Humbert nur als geringeres Übel gegenüber einem Erziehungsheim ansieht. Ihre vermeintliche Raffinesse ist nur ihre Rache gegenüber dem Gefühl des Ausgeliefertseins. Eine raffinierte Darstellung hätte sie nicht wie das Opfer, das sie ist, erscheinen lassen können. Es ist gut nachvollziehbar, dass Sue Lyon darauf nur schwer eine solide Schauspielkarriere gründen konnte.

Grund für die sehr zwiespältige Aufnahme des Films ist sicherlich sein zeitweise rabenschwarzer Humor. Dialog und Schnittfolge führen zu mancher Pointe, das Lachen bleibt aber im Halse stecken. Kurz nachdem Humbert mit dem Gedanken gespielt hat, seine Frau zu ermorden, wirkt die Pistole plötzlich wie ein Hinweis darauf, dass sich der trauernde Witwer womöglich das Leben nehmen möchte. Und woran Humbert denkt, wenn seine Frau pausenlos auf ihn einredet, ist bitterböse und unterhaltsam absurd.
Sue Lyon erhielt einen Golden Globe als beste Newcomerin, das Drehbuch ist oscarnominiert.
Der Film liegt in guter Bildqualität vor, Untertitel in Deutsch, Englisch und 17 weiteren Sprache. Als Extra gibt es nur den Originaltrailer.

Eine gelungene Literaturadaption mit darstellerischen Topleistungen. Sehr zu empfehlen.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Skandal hin oder her 19. Juli 2011
Von Timo Brandt TOP 500 REZENSENT
Lolita, ein Buch wie ein Gerücht - wer hat es gelesen und wer hat es verstanden? Gibt es überhaupt mehr zu verstehen, kann man überhaupt etwas falsch verstehen an diesem Buch? Kann man es billigen und darf man es lieben. Von Philippe Djian bis zu Marcel Reich-Ranicki sind viele Menschen von diesem Buch fasziniert worden, von der Geschichte, von den Charakteren; doch alle haben sie nicht den letzten Schritt gewagt und es ganz und gar belobigt. Djian meint, ihm werde bei der Sprache schwindelig und Marcel Reich-Ranicki mag den Autor überhaupt nicht.

Wie verfilmt man ein Buch das ganz aus eigener Sprache besteht, ein Kunstprojekt ist, wie feines gesponnenes Garn. Gar- nicht eigentlich, oder?
Ich zumindest war skeptisch, als ich heute begann den Film zu sehen. Ich schätze nahezu alles, was Stanley Kubrick je gedreht hat, alles. Aber ich hatte immer die Idee, die Vorstellung, dass selbst Kubrick es nicht schaffen würde, so ein Buch zu verfilmen, seine ganze Breite auszulegen.

Nun, er hat es besser gemacht, als es eigentlich geht, aber er hat es nicht ganz geschafft. Für ein Werk, das sich auf der Ebene des Films, mit Kameraeinstellungen, Mimik und Darstellung bewegt, ist es wahrlich ein Meisterwerk. Vor allem die Darsteller, allen voran der wunderbare, komische, geniale Peter Sellers, aber auch James Mason und Shelley Winters leisten Hervorragendes. Die Atmosphäre stimmt und ist mit Musik und Dialogen nah am süßlichen Geschmack des Buches, das doch so bitter bei jedem Biss werden konnte.
Was fehlt dann eigentlich?

Ich kann es nicht wirklich sagen. Ich denke, dass jeder der diesen Film sieht mit Beklemmung aus dem Sessel aufstehen wird, aber auch mit dem Gefühl etwas Großes bezwungen/geschluckt/gesehen zu haben. Wer wissen will, was ich sonst noch meine, wird wohl den Roman lesen müssen.
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3 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von M. Brandt
Sehr zu empfehlen! Dafür, dass sie in die "Moderne" versetzt ist, relativ Lolitanahe am Original.
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