Die hilfreichsten Kundenrezensionen
|
|
28 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Deutsches Filmjuwel, 15. Dezember 2006
Leben ist das Ergebnis einer Kette von Zufällen. Jeder einzelne Tag kann in unendlich vielen Variationen erlebt werden, aber nur eine davon wird realisiert. Von den anderen potentiellen Möglichkeiten haben wir nur hin und wieder eine dunkle Ahnung. Schon unsere eigene Existenz ist reiner Zufall. Wäre vor dem Zeitpunk unserer Zeugung irgendetwas anders verlaufen, es würde uns nicht geben, ebenso wie wir mit unserer Existenz das Leben anderer Menschen beeinflussen, die wiederum nach dem Schneeballprinzip Einfluss auf das Leben anderer ausüben usw, usw.
"Lola rennt" erzählt auf unterhaltsamer Weise von den Möglichkeiten, die das Leben bieten kann. So ist es auch nur Zufall, dass die Geschichte von Lola erzahlt wird. Am Anfang des Filmes wird sie quasi aus einer Menschenmenge herausgegriffen. Es hätte auch die Geschichte von Frau Jäger, Herrn Meier, Herrn Schuster oder sonst jemanden erzählt werden können.
Es ist ein heißer Sommertag in Berlin. Manni hat Scheiße gebaut. Er ist Geldkurier für einen Gangster und vergisst in der U-Bahn eine Tüte mit 100.000 Mark. Wenn er die nicht in 20 Minuten abliefert, ist er ein toter Mann. Verzweifelt ruft seine Freundin Lola an. Die liebt Manni über alles und will ihm helfen 100.000 Mark aufzutreiben. Und so rennt Lola los, um ihren Vater, einen Bankdirektor, um Hilfe zu bitten.
Dreimal wird Lola ihren Lauf antreten, dreimal wird der Lauf durch Berlin anders verlaufen und enden. Jede Variation ergibt sich aus der Art und Weise wie Lola nach Mannis Anruf auf einen Jungen mit einem Hund im Treppenhaus des elterlichen Hauses reagiert. Dieser entscheidende Angelpunkt wird immer in einer Zeichentricksequenz dargestellt. Im weiteren Verlauf trifft Lola immer wieder auf die gleichen Personen, einmal ein paar Sekunden früher, einmal ein paar Sekunden später, wodurch Lolas Lauf schließlich immer wieder eine völlig andere Wendung nimmt, aber auch das Leben der Menschen, mit denen Lola zusammentrifft. Der Regisseur hat hier einen wunderbaren Einfall. Das zukünftige Leben dieser Menschen wird in einer kurzen Fotoreportage erzählt.
Parallel zu den Möglichkeiten des Lebens, zeigt Tykwer die Möglichkeiten des Films. So werden 35 mm, Video, Dia, Zeitlupe, Zeitraffer, Farbe, Schwarzweiß und Zeichentrick miteinander verwoben um Lolas Geschichte zu erzählen.
Die Dynamik des Films ist mitreißend. Die Schnittfrequenz ist hoch, teilweise rasant. "Moulin Rouge" schnellste Schnittfolgen wirken dagegen wie Zeitlupenaufnahmen. Das Ganze wird mit Techno-Beats unterlegt. Selten bilden Soundtrack und Bilder so eine Einheit wie bei "Lola rennt". Der keuchende Atem, der Widerhall der Schritte und der Vorwärtsdrang von Lola spiegeln sich ideal in den Techno-Beats wieder. Sieht man Potente so durch die Straßen von Berlin laufen, möchte man am liebsten selbst zu den Laufschuhen greifen und mitlaufen. Schon vom Zusehen steigt der Endorphinspiegel. ;)
Der Film ist bis in die Nebenrollen glänzend besetzt. Die Angst, die in Manni hochkommt, wird durch Bleibtreu förmlich greifbar. Potente stellt Lola voller Lebendigkeit dar, man nimmt ihr die Liebe zu Manni ab. Und so fiebert man dreimal mit Lola mit, dass ihr Lauf durch Berlin Mannis Leben rettet.
Ich kann keinen zweiten deutschen Film nennen, der mich so wie "Lola rennt" mitgerissen hat. Wer Spass an "Was wäre wenn"- Fragen hat, gerne beobachtet und Techno nicht abgrundtief hasst, für den ist "Lola rennt" wahrlich ein Highlight des deutschen Kinos.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
War diese Rezension für Sie hilfreich?
|
|
|
|
|
|
8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen
Meine Kaufempfehlung ist die DVD/Blu-Ray aus Großbritannien, 11. August 2008
Über diesen genialen Film muß ich nichts mehr sagen!!!
Ich kann leider nur von allen DVDs der deutschen Verleihern abraten!
Das Bildformat stimmt nicht und der Nachspann ist gekürzt! Das immer wieder gleiche Master glänzt auch nicht vor Quallität!
Eine bessere Alternative ist die UK DVD/Blu-Ray von Sony Pictures Home Entertainment!
Technischedaten der DVD:
Filmtitel: Run Lola Run
Freigabe: BBFC 15
Laufzeit: 76:54 Min.
Regionalcode: 2
Bildformat: 16:9, 1:1.85 (anamorphic Widescreen)
Tonformat: Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel: Englisch (ausblendbar)
Bonusmaterial:
- Audiokommentar der Beteiligten (in Englisch),
- UK Trailer (1:25 Min),
- Musikvideo "Believe" by Franka Potente (4:01),
- Filmographien von Tom Tykwer, Franka Potente und Moritz Bleibtreu.
Technischedaten der Blu-Ray:
Filmtitel: Run Lola Run
Freigabe: BBFC 15
Laufzeit: 79:50 Min.
Regionalcode: 0
Bildformat: 1,85:1 (1080p)
Tonformate:
- Englisch (Dolby TrueHD 5.1),
- Deutsch (Dolby TrueHD 5.1,
- Spanisch (Dolby Digital 5.1),
- Portugiesisch (Dolby Digital 5.1),
- Kommentar (Dolby Digital 2.0 Stereo)
Untertitel:
- Englisch,
- Englisch für Hörgeschädigte,
- Französisch, Portugiesisch,
- Spanisch, Audiokommentar.
Bonusmaterial:
- Audiokommentar,
- Making of (Kommentar von Regisseur Tom Tykwer und Franka Potente),
- Making Of "Still Running" (in englisch)(10:58 Min.),
- Musikvideo "Believe" by Franka Potente (4:01),
- Previews: Blu-Ray Disc is High Definition! (0:32 Min.),
- Close Encounters of the Third Kind (1:29 Min.).
Zugebeben, dass Bonusmaterial der DVD ist etwas sperlich ausgefallen, aber immer noch einen Blick wert!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
War diese Rezension für Sie hilfreich?
|
|
|
|
|
|
65 von 74 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen
Toller Filme - Würdelose Umsetzung auf DVD, 20. April 2005
"Lola rennt" zählt zweifellos zu den besten und vor allem originellsten deutschen Filmen der letzten Jahre. Das beweisen nicht nur die zahlreichen Preise und Auszeichnungen, die er erhalten hat, auch die Produktionsfirma "X-Filme Creative Pool" ist inzwischen ein Markenzeichen für Qualität und gute, anspruchsvolle Unterhaltung.Leider liegen die Rechte für Video und DVD immer noch beim Anbieter LASER PARADISE bzw VPS. Und die haben es einfach noch nicht drauf. Aus den billig aufgemachten Vorgängern, die seit mehreren Jahren durch den Handel geistern, hat man nun einen Doppel-DVD-Flop produziert. Äußerlich zwar schick, aber inhaltlich grotesk. Auf DVD 1 befindet sich der Film (73 min). Scheinbar war der Rohling danach voll. Auf DVD 2 locken neun Trailer von vollkommen unbekannten C-Titeln aus dem LASER PARADISE-Archiv. Das enttäuscht schon mal. Dann einige Texttafeln mit manchmal nur ein paar Zeilen, etwa fünf Minuten Interview-Material aus der Werbekiste mit Potente und Bleibtreu. Zu guterletzt zwei "Kinotrailer", die sich als pure Ausschnitte aus dem Film entpuppen. Nach knapp 20 Minuten ist der Spaß an Boni vorbei. Oder der Ärger. Wie man es nimmt. Wer nur den Film in guter Qualität zu diesem Preis möchte: zugreifen. Allen DVD-Fans und Sammlern rate ich: abwarten. Sicherlich kommt irgendwann etwas Besseres dabei raus. Der Film und sein Regisseur Tom Tykwer hätten es verdient.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
War diese Rezension für Sie hilfreich?
|
|
|
|
|
|
Die neuesten Kundenrezensionen
|