7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Mittelmäßiger Titan-Quest-Verschnitt, 2. Mai 2010
= Spaßfaktor:3.0 von 5 Sternen
Rezension bezieht sich auf: Loki - Im Bannkreis der Götter [Software Pyramide] (Computerspiel)
Nachdem ich das Spiel vor einer Weile erstmal in die Ecke gelegt hatte, da zu viele Bugs den Frust förderten, habe ich es nun wieder herausgeholt und mit aktuellstem Patch gespielt. Nachdem ich es einmal durchgezockt habe, ist es Zeit, ein Fazit zu ziehen.
Das Spiel: Man hat die Auswahl zwischen vier Helden, zwei Kämpfer und zwei Zauberer. Je nach der Wahl des Helden startet man im entsprechenden Startgebiet, also als nordischer Barbar im mittelalterlichen Skandinavien, als griechische Amazone im antiken Griechenland, als ägyptischer Kampfmagier zur Pharaonenzeit und als aztekische Schamanin in Lateinamerika zur Zeit der spanischen Eroberung. Hat man die Welt des Helden abgeschlossen, kann man sich an die anderen machen, denn man reist durch die Zeit, was zur Story gehört. Der böse ägypische Gott Seth möchte nämlich die verschiedenen Welten erobern, indem er sich dort mit den entsprechenden bösen Göttern verbündet und seine Jünger ausschickt. Klar, daß unser Held dem Einhalt gebieten muß.
Im Endeffekt spielen sich die Welten aber alle relativ gleich. Sie alle sind in quadratische Gebiete unterteilt, in denen Massen an Gegnern warten. Am Ende steht man dem jeweiligen Bossgegner der Welt gegenüber, nach dessen Niederlage man sich an die nächste Welt macht.
Leider ist die Gestaltung der Gebiete meistens eher eintönig. Anfänglich sieht es vielleicht schick aus, doch wenn gleich drei oder vier gleichaussehende Gebiete aufeinanderfolgen, wird es monoton. Da hilft auch die Zufallsgenerierung der Level nichts. Auch bei der Musik hätten es ruhig ein paar mehr Stücke sein können, denn das Hintergrundgedudel wird mit der Zeit ebenso eintönig.
Einige Leveldesigns werden auch in den verschiedenen Welten mehrfach verwendet. Wenn die Vulkangrotte im Nordland genauso aussieht wie Hephaistos Schmiede, ist das schon etwas einfallslos. Gleichermaßen werden auch andere Höhlentypen mehrfach verwendet. Angesichts dessen, daß immerhin ca. 1/3 der Spielwelt unter der Erde liegt, nicht sonderlich reizvoll.
Die Gegner treten unabhängig von der Welt immer in Massen auf, die meisten sind schon nach einem Klick tot. Nur ab und an mischen sich auch etwas kräftigere Gegner darunter. Hin und wieder gibt es auch einen kleineren Zwischenboß. Nach dem kompletten Abgrasen eines Abschnitts steht man erstmal kurz vor einer Sehnenscheidenentzündung und kann das erbeutete Geraffel beim Händler verkaufen.
Leider ist auch die Gegnerauswahl nicht unbedingt kreativ. Skelette und Untote trifft man fast überall, ebenso Spinnen und designmäßig nur leicht geänderte Schlangen. In den jeweiligen Welten gibt es dann die üblichen Verdächtigen, die sich einem in den Weg stellen: Amazonen, Satyre und Zentauren in Griechenland, Mumien, riesige Skarabäen und Skorpione in Ägypten, Eiswölfe und Bären in den Nordlanden und Jaguare und Koltekenkrieger im aztekischen Dschungel. An der Gegnerauswahl sieht man auch, daß das Spiel(natürlich hätte ich nichts anderes erwartet) die Mythologie ohnehin eher oberflächlich und in einer fiktiven Art und Weise streift, denn wie der Phönix in die nordische Welt kommt, ist etwas seltsam. Daß sich eigentlich unsterbliche Götter umlegen lassen, ist auch hier wieder der Fall.
Die Bossgegner erfordern in der Regel auch keinerlei taktisches Geschick, bloßes Raufhauen, wegrennen bei Spezialattacken und Heiltrank-Taste hämmern reicht hier. Lediglich beim Fenriswolf mußte man diesen in die Falle locken, um ihn zu besiegen.
Die Skillung des Helden verläuft auch nach Schema F. Stärke, Intelligenz, Geschicklichkeit etc. - dazu Fähigkeitenbäume für göttliche Fähigkeiten, da 1/4 der Erfahrungspunkte an einen angebeteten Gott geht, der einem beim Levelaufstieg dann Talentpunkte gibt. Allerdings ist die Auswirkung dieser göttlichen Fähigkeiten teils geringer als angenommen.
So oder so ist die Balance eher schlecht - zumeist ist das Spiel sehr einfach, denn nach Überwindung der Startprobleme hat man bald in prächtiger Rüstung und mit über einer Million Goldstücke(geht sehr schnell) keine wirklichen Sorgen mehr. Abschnittsweise gibt es dann zwar mal auch stärkere Gegnermassen, doch das war es schon.
Skilltechnisch ist das Spiel ohnehin ein Reinfall. Unwissend über die Konsequenzen skillte ich meinen nordischen Barbaren auf Zweihänder, investierte fleißig Thor-Punkte in den Ausbau, nur um am Ende als lahmer Klopper dazustehen, dessen größtes Problem es war, die Ein-Klick-Gegner möglichst schnell zu erledigen. Also stattete ich ihn mit einem zweiten Waffensatz aus(einhändige Klaue, eine Art Stachelfaust), nur um festzustellen, daß die Gegner damit trotz geringeren Schadens schneller über den Jordan gingen, da die Ein-Klick-Gegner auch so mit einem Hieb starben und der Rest maximal 1-2 Schläge mehr benötigte. Da 90 % der Gegner Ein-Klick-Gegner sind, sollte man also tunlichst nicht auf Zweihänder skillen. Da beim nordischen Barbaren standardmäßig Thor als Gott eingestellt ist, würde ich nach Beginn gleich eine Umstellung auf Tyr empfehlen, denn der Ausbau einhändiger Fähigkeiten(mit der Möglichkeit, zwei einhändige Waffen zugleich zu verwenden) klingt dann doch vielversprechender.
Technisch betrachtet ist das Spiel Durchschnitt, die Grafik ist ok, aber kein Überflieger. Dennoch ist es relativ leistungshungrig. Die Musik ist - wie schon geschrieben - zumeist eher eintönig.
Trotz aktuellstem Patch kommt es hin und wieder zu unerklärlichen Abstürzen. Auch scheint es immer wieder Clipping-Probleme zu geben, da ab und an der Held nicht mehr weiterkämpfte, da er scheinbar leicht in den Boden hineinrutschte - ein Wechsel des Waffensatzes brachte hier seltsamerweise Abhilfe. Besonders bei den Jaguaren im Dschungel gab es oft dieses Problem. Auch reagiert das Programm manchmal etwas träge auf Klicks - das Kämpfen artet also oft zur Totklick-Orgie aus. So kämpft man also nicht nur gegen die Gegner im Spiel, sondern zuweilen auch gegen die Steuerung.
Der Witz an der Sache ist dann am Ende, daß man das Spiel theoretisch auf allen drei Schwierigkeitsgraden durchzocken müßte, um endlich dem wahren Endgegner gegenüberzustehen. Nur: Dann müßte man dreimal das exakt gleiche Spiel durchzocken, mit den exakt gleichen(wenn auch vom Aufbau her neugenerierten) langweiligen Welten, langweiligen Gegner und den gleichen technischen Problemen, lediglich mit einigen wenigen neuen Räumen und ein paar neuen Items mehr. Dazu bietet es allerdings einfach nicht genügend Wiederspielanreiz, anders als Titan Quest, wo man trotz der vorgegebenen Welt mehr Spaß hatte, da alles einfach runder und innovativer wirkte. So ist die Spielidee zusammenfassend zwar ganz nett, aber einfach zu unausgeglichen, um einen wirklich dauerhaft vor den Rechner zu fesseln.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen
Schlaftablette, 21. September 2011
= Spaßfaktor:1.0 von 5 Sternen
Rezension bezieht sich auf: Loki - Im Bannkreis der Götter [Software Pyramide] (Computerspiel)
Eigentlich wollte ich keine Rezension schreiben, aber ich kann einfach nicht sehen, dass dieses Machwerk mit einem Schnitt von drei Sternen hier geführt wird.
Bei mir ist es schon einige Zeit her, dass ich diese Spiel versucht habe zu spielen und was mir in Erinnerung geblieben ist sind eine miese Grafik, die schlechteste Karte die ich je gesehen habe, dies langweiligsten Level aller Zeiten und ein Speichersystem zum Weinen.
Loki war das bisher einzige Spiel, bei dem ich vor Langeweile aufgehört habe zu spielen.
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