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Lokaltermin: Roman (suhrkamp taschenbuch)
 
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Lokaltermin: Roman (suhrkamp taschenbuch) [Taschenbuch]

Stanislaw Lem , Hubert Schumann
4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 340 Seiten
  • Verlag: Suhrkamp Verlag; Auflage: 7 (23. August 1987)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3518379550
  • ISBN-13: 978-3518379554
  • Größe und/oder Gewicht: 17,8 x 10,9 x 2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 179.819 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Der Erzähler heißt Ijon Tichy: der Held der Sterntagebücher setzt hier seine außerirdischen Erkundungen fort. Zunächst betreibt er in der Schweiz Studien im Institut für Geschichtsmaschinen, einer Filiale des Ministeriums für Außerirdische Angelegenheiten. Dort wird mit allen verfügbaren Daten die Geschichte ferner Planeten simuliert. Ausgangspunkt ist Tichys Darstellung des Planeten Entia in der 14. Reise: anscheinend hat Tichy einen Vergnügungsmond, ein kosmisches Disney-Land, mit dem Planeten selbst verwechselt. Während der wichtigsten Reise seiner Laufbahn führt Tichy Gespräche mit Russell, Popper, Feyerabend und Shakespeare, d.h. mit kybernetischen Persönlichkeitskopien auf Kassetten.

Über den Autor

Stanislaw Lem wurde am 12. September 1921 in Lwów (Lemberg) geboren, lebte zuletzt in Krakau, wo er am 27. März 2006 starb. Er studierte von 1939 bis 1941 Medizin. Während des Zweiten Weltkrieges musste er sein Studium unterbrechen und arbeitete als Automechaniker. Von 1945 bis 1948 setze er sein Medizinstudium fort, nach dem Absolutorium erwarb Lem jedoch nicht den Doktorgrad und übte den Arztberuf nicht aus. Er übersetzte Fachliteratur aus dem Russischen und ab den fünfziger Jahren arbeitete Lem als freier Schriftsteller in Krákow. Er wandte sich früh dem Genre Science-fiction zu, schrieb aber auch gewichtige theoretische Abhandlungen und Essays zu Kybernetik, Literaturtheorie und Futurologie. Stanislaw Lem zählt heute zu den erfolgreichsten und meist übersetzten Autoren Polens. Viele seiner Werke wurden verfilmt.


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14 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Lem in Bestform, 15. Januar 2003
Rezension bezieht sich auf: Lokaltermin: Roman (suhrkamp taschenbuch) (Taschenbuch)
Wie verpackt man Gesellschaftskritik möglichst unauffällig? Richtig, in einem satirisch-philosophischen Science-Fiction-Roman! Das mag nicht sofort einleuchten, aber wer wissen möchte, wie so etwas funktioniert, dem sei dieses Buch aufs wärmste empfohlen.

Stanislaw Lem lässt den Leser zusammen mit der Hauptfigur Ion Tichy durch drei völlig unterschiedliche Geschichten gehen:

Während man in der ersten erfährt, welche juristischen Verwicklungen Immobiliengeschenke in der Schweiz zur Folge haben können, kommt unserem Helden im zweiten Abschnitt ein Auftrag als Botschafter auf einem fernen Planeten gerade Recht, um der Schweizer Justiz zu entfliehen.

Der Planet selbst ist ein alter bekannter, Ion Tichy hat ihn selbst entdeckt, dabei aber einen schwerwiegenden Fehler begangen (welchen, wird nicht verraten ;-). Um nun vor weiteren Fettnäpfchen sicher zu sein, ist erst einmal Informationsbeschaffung angesagt.
Lem nutzt hier Tichys Aufenthalt in einer "Bibliothek", um dem Leser einen Zerrspiegel aller möglichen menschlichen Verhaltensweisen vorzuhalten. Egal was - Politik, Wirtschaft, Kultur, Religion, Sport, Sex - die "Manschen" machen alles völlig anders, trotzdem erkennt man aber schnell: Manschen sind auch nur Menschen.

Für mich ist allerdings der dritte Abschnitt des Buches der absolute Höhepunkt, in dem Tichy den Planeten dann endlich besucht. Hier nimmt Lem die Ost-West-Beziehungen in den 80ern so auf die Schippe, dass man sich wundert, dass das Buch damals auch in der DDR veröffentlicht wurde. Da ist nichts mehr übrig von dem Autor solcher prokommunistischen Frühwerke, wie etwa "Gast im Weltraum".

Bleibt nur noch zu sagen, dass Lem das Werk mit soviel Humor gewürzt hat, wie selten ein anderes. Wem's nicht gefällt, der braucht sich "Kyberiade" auch nicht durchzulesen ;-)

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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Eine neue irrwitzige Reise des weltberühmten Ijon Tichy, 24. Mai 2000
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Lokaltermin: Roman (suhrkamp taschenbuch) (Taschenbuch)
Wieder ist es Lem gelungen, Science-Fiction, Humor, Philosophie und Gesellschaftskritik erfolgreich unter einen Hut zu bringen. Er nimmt dabei sowohl die heutige "Schadenersatzklage"- Kultur aufs Korn sondern behandelt satirisch auch die Themen Propaganda, Beeinflussung des Individuums durch die Regierung, völlig unsinnige prophetische Pseudowissenschafter, die absolute Technikgläubigkeit und dergleichen mehr. Auch dieses wahnwitzige Kaleidoskop an Ideen sollte sich kein philosophisch oder ironisch veranlagter Science-Fiction Fan oder jemand, der Spaß am Denken hat, entgehen lassen.
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Das tiefste Werk Lems, 23. Juli 2002
Rezension bezieht sich auf: Lokaltermin: Roman (suhrkamp taschenbuch) (Taschenbuch)
"Der Lokaltermin" ist wohl das tiefste Romanwerk Lems. Wie oft man es auch lesen mag, man findet immer wieder eine neue Facette, eine verborgene (oder auch offensichtliche) Bedeutung, die vorher der Aufmerksamkeit entging. Das Buch ist eine Parabel zum Ost-West-Konflikt, zur Verlogenheit der Politik, zum Irrwitz der Technologie, zum "Zanna" des Kampfes philosophischer Schulen und zur Festkörperphysik der Zukunft. Vor allem aber ist es immer eines: unglaublich komisch.

Keiner, der den "Lokaltermin" zu lesen beginnt, legt ihn vor dem Ende wieder aus der Hand. Versprochen.

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