Fashion Sale Hier klicken Sport & Outdoor b2s Cloud Drive Photos Alles für die Schule Learn More designshop Hier klicken Fire Shop Kindle PrimeMusic Summer Sale 16

Kundenrezensionen

5,0 von 5 Sternen
1
5,0 von 5 Sternen
5 Sterne
1
4 Sterne
0
3 Sterne
0
2 Sterne
0
1 Stern
0
Format: Audio CD|Ändern
Preis:29,99 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime

Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel

Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

TOP 500 REZENSENTam 8. August 2013
Es ist eindeutig Wagners romantische Oper, die unter Karl Böhms Leitung erklingt, und doch ist etwas anders. Ähnlich seiner Meistersinger-Aufnahme, die ohne Zweifel eine besondere ist, entlockt der Dirigent auch diesem Werk eine selten gehörte Facette: das psychische Element.

Böhms einzige Aufzeichnung des Lohengrins wurde von Orfeo remastert und in der vorliegenden 3-CD-Box erstmals auch offiziell veröffentlicht. Sie entstand am 16. Mai 1965 im Zuge der Opernpremiere an der Wiener Staatsoper.

Die Interpretation

Dem Werk wird stets ein silbrig blauer Glanz nachgesagt. Doch hier ist es anders. Die Oper glimmt glutrot, dieses Gefühl überkam mich gleich beim ersten Hören. Alles scheint sich in dem von Böhm psychisch zugespitzten zweiten Aufzug zu bündeln. Da ist Ortruds und Telramunds (Walter Berry) brillantes Duett: Das Geschehen glüht in diesem Moment von tiefster Niedergeschlagenheit, aufbrausendem Selbstbewußtsein und feuriger Rachelust.

Böhms helle und modern-schlanke Interpretation flimmert vor lauter Anspannung und glänzt durch ihr Sängerensemble, zuvorderst Christa Ludwig. Ihre Ortrud ist elementar. Spürbar ist sie das Optimum der Verkörperung der Rolle. Ungewöhnliches passiert, das ergriffene Publikum honoriert Ludwigs Leistung mit einem Jubelsturm mitten im zweiten Akt. Zu begeistern weiß auch das andere Bühnenpaar, Jess Thomas (Lohengrin) und Elsa (Claire Watson). Höchstleistung bieten ebenso Orchester und Chor der Staatsoper. Das Magazin "Opernwelt" sprach damals zu Recht davon, daß "der künstlerische Gipfel der Wiener Opernsaison erreicht" sei.

Der Klang

Unter allen Lohengrin-Einspielungen gilt Kempes Interpretation, wenige Jahre zuvor in Wien entstanden, als Referenz. Das wird mit Blick auf die Klangqualität auch so bleiben, da Kempes Aufnahme merklich vor dem Mitschnitt von 1965 rangiert. Orfeo bietet ein etwas zu leises und ein wenig dumpfes, nicht unbedingt für die damalige Technik zeitgemäßes Klangbild. Aber dies wird der Live-Aufnahmesituation geschuldet sein.

Fazit

Wer einen klassisch "perfekten", silbrig blauen Lohengrin will, sollte zu Kempe greifen. Wer ihn glutrot, mit einer etwas an Elektra erinnernden psychischen Spannung versuchen will, dem sei zu Böhm geraten. Ich bin von dieser Aufnahme begeistert, weil sie nicht nur von hoher Qualität ist, nein, sie ergänzt auch das "Lohengrin-Bild" um eine hochspannende, neue Sicht.

Interpretation: 5/5 Sterne
Klangqualität: 4/5 Sterne

(Das Begleitheft ist in deutscher, englischer und französischer Sprache.)
33 Kommentare| 12 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden

Haben sich auch diese Artikel angesehen

21,09 €