Ich hatte, bevor ich mir Anfang März 2009 bei Amazon diese Logitech Pro Quick Cam für Notebooks kaufte, schon eine Quickcam Pro 9000 gehabt. Die kostete etwas mehr und hatte im Prinzip die gleiche, tolle Bildqualität und die gleiche Software.
Als ich dann mit der Quickcam Pro 9000 über Skype einige Bekannte anrief ereichte ich damit, dass sich 3 der 5 SOFORT, noch am selben Tag (!) ebenfalls die Quickcam 9000 pro kauften. Nr. 4 war meine Mutter, und sie wollte auch so ein Teil haben. Also überlies ich ihr meine.
Nun wollte ich erneut eine Quickcam Pro 9000 für mich kaufen, aber der Preis lag jetzt deutlich über dem Preis, den ich im Januar bezahlt hatte. Ich verschob und überlegte lange. Dann sah ich mich auf der Logitech Webseite um und kam darauf, dass diese, weit günstigere QuickCam Pro für Notebooks so ziemlich das gleiche kann.
Das USB-Kabel ist kürzer. Klar: Bei einem Notebook reicht das. Bei einem PC zu Hause kommt man damit nicht weit udn braucht ein USB-Verlängerungskabel.
Die Befestigung ist für "normaldünne" Notebook-Displays perfekt. Man kann die Kamera in gewissem Rahmen rauf und runter justieren.
Wenn man möchte kann man auch einen mitgelieferten Plastikständer zusammenstecken, auf dem die Kamera dann in etwa 30cm. Höhe (über den Notebook-Rand) aufnehmen kann.
Für mein "normales" TFT-Display zu Hause ist beides nicht zu gebrauchen, aber dafür ziehe ich natürlich keine Punkte ab, da die Kamera dafür ja eigentlich nicht gebaut ist.
Die "Notlösung", die Kamera seitlich neben das Display zu stellen, ist auch nicht wirklich gut. Damit verbaut man sich die Chance die mitgelieferten "Gimmicks" der Software zu benutzen und es sieht "merkwürdig" aus, so von der Seite gefilmt zu werden.
Zumindest Anfangs spielt man mit der Software ein wenig. Sie erlaubt, dass man sich virtuell Dinge auf den Kopf setzt oder diverse Figuren Mund und Augen bewegen, so wie man selbst vor der Kamera agiert. Nice to have. Macht anfangs wirklich Spaß. Braucht man dann aber immer weniger...
Irgendjemand schrieb hier schon Mal, man solle auf die Software verzichten und nur die Treiber installieren. Zum Glück gibt es diese Möglichkeit. Vor 6-7Jahren, bei meiner ersten Logitech Webcam, hatte man keine Chance und wurde mit nutzloser Software begraben...
Ich empfehle auch, nur die Treiber zu installieren und die Spielereien mit der Grafik zu vergessen.
Kostet wirklich viel Rechenleistung, man braucht viel Licht und auf langsameren Systemen kommt man schnell an Grenzen, wie ich auf dem 2,4GHz P4 meiner Mutter merkte.
Bei der Quickcam Pro 9000 funktionierte die Gesichtsrkennung wunderbar. Bei der Quickcam Pro für Notebooks erhalte ich aus der gleichen Perspektive häufig Warnmeldungen, dass es zu dunkel sei, mein Gesicht nicht erkannt würde usw.
Der Bildausschnitt ist sehr weit. Ich sitze ca. 60cm. von der Kamera entfernt. Man sieht also viel "drumherum". Ich muss nun öfter aufräumen ;-)
Auch erkennt die Person am anderen Skype-Ende viel klarer, was hinter mir steht/liegt. Unterwegs mit dem Notebook sicher nebensächlich oder gar gewollt. Zu Hause überlege ich, ob ich nun einen Vorhang hinter mir spanne, damit es besser aussieht...
Die Bildqualität ist am eigenen PC meist perfekt. Ganz so scharf kommt es aber gegenüber nicht an. Zumindest aber immer noch um Galaxien besser als mit einer "Standard Webcam". Ich kann z.B. einen Brief vor die Kamera halten und mein Gegenüber kann Überschriften und einige größer geschriebene Worte lesen. Bislang mit einer Webcam praktisch unmöglich...
Da die Quickcam Pro 9000 ein längeres Kabel hat und auch an einem Notebook-Display befestigt werden kann würde ich die sogar noch bevorzugen, auch wenn es um den Betrib an einem Notebook geht. Man ist durch das längere Kabel flexibler und kann auch mal woanders hinzeigen.
Ansonsten kann ich die Quickcam Pro für Notebooks uneingeschränkt empfehlen, wenn genügend Rechenpower vorhanden ist. Wessen Notebook schon 4-5 Jahre alt ist sollte die Kamera erst kaufen, wenn er sich einen neuen Notebook zugelegt hat.
Die Bildqualität ist ein wirklicher Meilenstein in der Historie der Webcam Technik.
Ach ja: Mit Skype hat man auch wirklich was davon. Live (MSN) Messenger können mit der hohen Auflösung noch nichts anfangen und zeigen weiterhin ein kleines Bild.