Mit einigen Mühen hab ich die Lektüre dieses Buches gerade eben beendet. Warum Mühen? Weil ich es alle paar Seiten kopfschüttelnd zusammenschlagen mußte. Entgegen aller Behauptungen der anderen Rezensionen ist Weizsäcker kein Neoliberalist, nein viel schlimmer er ist Professor für Volkswirtschaft und ein Theoretiker durch und durch, der wie ich erkennen mußte leider seinen Realitätswahrnehmung eingebüßt hat. Das Buch ist gut, es ist wirklich gut - wenn man sich lediglich auf die wirtschaftlich theoretischen Teile der Globalisierung interessiert. Leider ist Prof. Weizsäcker in seinen Graphen und Theorien so verhedert, dass ihm nicht klar ist, dass das Problem Globalisierung kein wirtschaftliches ist (bzw. war), sondern vor allen Dingen ein SOZIALES. Natürlich sieht auf den Tabellen und Statistiken alles rosig aus. Niemals wurde mehr Geld gescheffelt als heute, trotz Asienkrise und 11. September - gewaltige Geldberge werden dank der weltweiten Vernetzung hin und her geworfen. Aber keiner der von Herrn Weizsäcker so verachteten Globalisierungsgegner würde sich darüber beschweren.
Fazit: gutes Buch, um die wirtschaftlichen Zusammenhänge zu begreifen, allerdings bereiten die Argumente, Prämissen und Konklusionen einem doch Kopf- und Bauchschmerzen.