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Logik der Forschung
 
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Logik der Forschung [Taschenbuch]

Karl R. Popper
4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Taschenbuch
  • Verlag: Mohr Siebeck (2002)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3161478371
  • ISBN-13: 978-3161478376
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
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Karl R. Popper
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Produktbeschreibungen

Klappentext

"Poppers sehr klar und faßlich geschriebene Logik der Forschung ist nicht nur schon lange ein Klassiker der Wissenschaftstheorie, sondern mittlerweile geradezu Allgemeingut geworden." -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Über den Autor

Karl R. Popper, geboren am 28. Juli 1902 in Wien, gestorben am 17. September 1994 bei London. Er emigrierte 1937 nach Neuseeland, wo er am University College in Christchurch lehrte. Von 1946 bis 1969 war er Professor an der London School of Economics. 1965 wurde er von Königin Elizabeth II. geadelt. Zahlreiche Veröffentlichungen.


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Kundenrezensionen

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
70 von 73 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Es gibt Bücher, die werden als Klassiker bezeichnet, weil sie zwei Eigenschaften haben: (1) Jeder ist der Meinung, dieses Buch müsse man gelesen haben, und (2) niemand hat es wirklich gelesen. Im Zeitablauf bildet sich dann der Mythos, dieses Werk zähle zur Rubrik der Klassiker oder Must-Reads.

Karl Poppers "Klassiker" (im positiven Sinne) gehört mit Sicherheit in diese Kategorie. Schade ist daran, daß "Logik der Forschung" aus diesem Grunde scheinbar mit einer ungebührlichen Ehrfurcht und Scheu betrachtet wird. Dabei ist es nicht nur verständlich geschrieben, sondern in Teilen geradezu unterhaltsam zu lesen! (Das glaubt jetzt wahrscheinlich wieder keiner!)

"Logik der Forschung" bietet jedem wissenschaftlich Interessierten einen grundlegenden Zugang zu den Methoden der empirischen Wissenschaft. Dort, wo viele Bücher über wissenschaftliche und/oder statistische Methoden anfangen, geht Popper noch einen oder zwei Schritte zurück, indem er dem Leser erst einmal plausibel macht, WARUM es eigentlich nötig ist, Althergebrachtes neu zu hinterfragen und sich von traditionellen Vorstellungen zu lösen. Jedem, der wissenschaftlich arbeiten oder nur kritisch denken will, sei dieses Buch ans Herz gelegt. Denn jede noch so moderne wissenschaftliche Methode läßt sich nicht zweckmäßig anwenden und vor allem interpretieren, wenn einem nicht z.B. die Induktionsproblematik geläufig ist, die Tatsache, daß sich Theorien und Modelle empirisch nicht verifizieren, sondern nur falsifizieren lassen. (Nach dem Motto: "Ich habe bisher nur schwarze Raben gesehen, also sind alle Raben schwarz!")

Dieses Buch schult den kritischen Geist und ist deshalb eigentlich für jeden interessant. Darüber hinaus ist es wirklich gut geschrieben, vor allem im ersten Teil. Eine wirklich lohnende Investition. Laßt es nicht zum verstaubten "Klassiker" verkommen!!! (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)

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12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Als die Logik der Forschung im Herbst 1934 beim Julius Springer Verlag erschien, war sie eine zusammengestrichene Version von Poppers 'Grundprobleme der Erkenntistheorie'. Der Verlag bestand damals auf maximal 15 Bögen (240 Seiten), sodass Popper eine Kürzung seines Textes vornehmen musste, die er nicht übers Herz brachte. Diese Arbeit erledigte daher sein Onkel, der ungefähr die Hälfte der 'Grundprobleme der Erkenntnistheorie' zusammenstrich. Darüber hinaus arbeitete Popper viele Passagen um oder erweiterte sie, sodass am Ende ein neues Buch heraus kam. Bemerkenswert ist, dass Popper immer wieder Kritik an diesem 1934 erschienen Buch aufnahm und es in den folgenden 60 Jahren ständig überarbeiten und erweitern sollte.

Wie von Mohr Siebeck gewohnt, hat das Buch eine hervorragende Qualität in der Verarbeitung und ist sehr angenehm zu lesen. Auch der Preis ist für Mohr Siebeck günstig; was nicht heißen soll, dass das Buch günstig ist. Der Preis ist dennoch fair. Mit Herbert Keuth als Herausgeber hätte Mohr Siebeck wohl kaum eine bessere Wahl treffen können. Keuth hat noch weitere Zusätze der englischen Ausgabe, die bisher in der dt. Ausgabe fehlten, übersetzt, sodass nun auch die dt. Ausgabe vollständig ist. Auch sonst ist der behutsame editorische Aufwand bemerkenswert. Praktisch ist auch die von Piecha erstellte Seitenkonkordanz, die Vergleiche mit früheren Ausgaben und der englischen Ausgabe ermöglicht. Man sollte daher beim Kauf darauf achten, dass man die 11. und damit neuste Auflage erwirbt.

Gerade die ersten sieben Kapitel und einige Anhänge dürften für Einsteiger in Poppers Werk interessant sein. Die späteren Kapitel der Forschung werden aber teilweise sehr speziell, sodass Kenntnisse der Wahrscheinlichkeitstheorie, der Quantenmechanik und der formalen Logik von Vorteil sind. Wer einen Einstieg in die Wissenschaftstheorie von Popper möchte, kann dennoch zugreifen. Wer sich darüber hinaus auch für seine politischen Ansichten interessiert und einen günstigeren und leichteren Einstieg bevorzugt, der sollte zu 'Alles Leben ist Problemlösen' greifen, das m.E. eine noch bessere Einführung als 'Ausgangspunkte' ist.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Rolf Dobelli HALL OF FAME REZENSENT TOP 500 REZENSENT
Format:Taschenbuch
In "Logik der Forschung" vollzog Karl Popper eine radikale Abkehr von der bislang üblichen Wissenschaftstheorie. Diese hatte immer versucht, Hypothesen oder Theorien zu verifizieren und so zu begründen. Dem stellte Popper sein Prinzip der Falsifizierbarkeit entgegen, das bis heute in der Forschung verwendet wird: Nur die Theorie, für die im Prinzip ein Gegenargument oder ein Gegenbeispiel gefunden werden kann, ist eine wissenschaftliche Theorie. Wenn ein Forscher also einen Satz wie "Alle Raben sind schwarz" formuliert hat, dann muss er beginnen, Gegenbeispiele zu suchen. Findet er sie, so ist das gut, denn darüber entwickelt sich die Wissenschaft weiter: Sie hangelt sich von Vermutung zu Widerlegung und wieder zu neuer Vermutung. Nur Theorien, die viele Falsifizierungsversuche überstehen, bewähren sich - für immer gültig sind sie dennoch nicht, denn vielleicht findet sich ja doch noch ein Gegenargument. Mit seiner neuen Wissenschaftstheorie nahm Popper den empirisch arbeitenden Forschern seiner Zeit eine schwere Last von den Schultern: Viele hatten große Probleme damit, dass neue Theorien wie etwa die Relativitätstheorie das Weltbild der Physik in Frage stellten. Popper zufolge ist das aber gar kein Problem für die Wissenschaft, sondern ein Zeichen für ihren ganz normalen Fortgang: Entwicklung gibt es nur, wenn nichts ewige Gültigkeit hat.
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