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Es beginnt mit dem alten Traum vom Aussteigen. Ein deutsches Pärchen -- er ein gut situierter leitender Angestellter, sie seine wesentlich jüngere, völlig auf ihn fixierte Freundin -- plant, künftig auf der Karibik-Insel Barbados mit einem Charterschiff ihr Leben zu verbringen. Weil den beiden Schiffseignern auf Gran Canaria die ursprüngliche Crew davonläuft, wird schnell eine neue angeheuert: zwei junge Männer vom Bodensee, die im Trip über den Atlantik das große Ferienabenteuer wittern, und ein segelerfahrenes Paar, für das diese Reise die Existenzgrundlage sichern muss.
Schon am ersten Segeltag gibt es in dem zusammengewürfelten Team Reibereien. Schließlich eskaliert die Situation und gipfelt in einem Blutbad. Angelehnt an eine wahre Tragödie schildert Hympendahl, wie sich aus alltäglichen Meinungsverschiedenheiten tödlicher Hass entwickelt. Obwohl sein Blickwinkel als der eines neutralen Betrachters außen vor bleibt, werden die Motive und Gefühle der Akteure erstaunlich klar. Der Leser beginnt, die Konflikte zu verstehen und stellt sich am Ende des Buches entsetzt die Frage, ob man weder brutal noch abartig sein muss, um zum Mörder zu werden. Es reicht bereits, mit anderen Menschen auf engem Raum zusammenleben zu müssen. Das einzige Manko dieses ansonsten überaus spannenden Psychogramms: Die weiten Passagen, die sich mit Segeltechniken, Navigation und diversen Reparaturarbeiten an Schiff und Motor befassen, sind zuweilen anstrengend und erinnern an ein -- wenn auch sehr gut geschriebenes -- Nautik-Lehrbuch. --Carmen Krippl
Wie ein Traum zum Albtraum wird: "Logbuch der Angst" ist der Tatsachenroman über den aufsehenerregenden Fall APOLLONIA. Akribisch recherchiert und brillant erzählt.
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
sehr gelungene Darstellung,
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Logbuch der Angst (Gebundene Ausgabe)
Der höchst tragische Fall, der sich an Bord einer Segelyacht zugetragen hat - die Ermordung des Eignerpaares - wird in diesem Buch hervorragend vom Autor analysiert und dargestellt. Als langjährige Fahrtensegler mit zahlreichen Ozeanüberquerungen hat uns besonders die spannende und qualifizierte Schilderung der Entwicklung an Bord angesprochen. Es ist aber auch ein Buch für den Nichtsegler. Klaus Hympendahl hat sehr gut recherchiert und das Ergebnis ist ein rundum gelungenes Buch.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Dramatisch und spannend.,
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Logbuch der Angst (Gebundene Ausgabe)
" Wer erinnert sich nicht an den "Fall Appolonia". 'Stern und Spiegel haben seinerzeit ausführlich berichtet - aber trotzdem möchte man die Hintergründe dieses unglaublichen Doppelmordes gerne noch einmal nachlesen. Klaus Hympendahl hat alle Fakten aus den Gerichtsakten und in persönlichen Interviews akribisch zusammengetragen. Und dann dieses eher trockene Material in seinem Roman so packend und spannend, so dramatisch im Handlungsaufbau verarbeitet, dass man das Buch buchstäblich nicht mehr aus der Hand legen kann. Man kann am Ende einfach nicht glauben, dass solche Gefühlsexplosionen möglich sind und - ganz real - zu diesen Morden geführt haben. Krimis sind spannend? Die Realität ist viel spannender! "
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
unterm Strich - ärgerlich.,
Von
Rezension bezieht sich auf: Logbuch der Angst. Der Fall Apollonia (Broschiert)
Zufällig bin ich im Buchhandel auf das "Logbuch der Angst" gestoßen. Nach dem Klappentext erwartete ich eine spannende, detailreiche und verstrickte Geschichte. Tatsächlich wartete das Lesevergnügen mit erheblichen Untiefen auf:Der Autor, Hympendahl, beherrscht sein Handwerk - das Schreiben - nur mäßig. Er beschreibt Dinge oft schlecht, es gelingt ihm nicht immer, sich in die Lage des Lesers zu versetzen, dem die Umstände noch nicht bekannt sind. Ich weiß nicht, ob das nur mir so ging, aber es hat mich sehr gesört, dass man ständig mehrzeilige direkte Reden erst lesen muß, bevor man dann im nachfolgenden Satz endlich einmal den gnädigen indirekten Hinweis darauf bekommt, wer denn nun gesprochen hat. Dagegen war es noch ein harmloseres Übel, dass man oft absatzweise mit Aneinanderreihungen von Segler-Fachausdrücken überschüttet wird, die man als Nicht-Segler unmöglich verstehen kann: "Er steigt aus dem Bootsmannstuhl, löst das Fall und legt es in vier Törns um die Windentrommel. 'Hochkurbeln könnt ihr das Tuch. Vorher müsst ihr die Schot im Cockpit fieren, aber das wisst ihr ja selber. Achtet nur dieses Mal darauf, dass das Fall richtig auf der Klampe am Mast befestigt wird.'" Die Handlung ist simpel. Ich erwartete mehrere bedeutungsvolle Geschehnisse, die jeweils noch um einen psychologischen Aspekt bereichert werden, der durch die Spezialsituation auf dem Boot zustande kommt. Statt dessen läßt sich die Handlung m. E. auf einen Satz reduzieren: Einer von sechs Besatzungsmitgliedern hat Selbstwertprobleme, rastet schließlich völlig aus und erschießt zwei Crewmitglieder; einen weiteren erschießt er versehentlich beinahe. Darauf muss man bis etwa Seite 200 von 250 warten. Die Story ist dennoch spannend, weil man weiß, dass sich alles, was man liest, so oder recht ähnlich zugetragen hat. Und man wird ja hingehalten, bis Seite 200... Zum Schluß kam aber noch das (für mich) dicke Ende: Es wird um Verständnis für den ach-so-in-die-Enge-getriebenen Mörder geworben! Seitenweise wird sein Verteidiger vor Gericht zitiert und dem Leser nahegelegt, dass die Opfer quasi die Situation herbeigeführt hätten und der Täter eh keinen Mordvorsatz gehabt habe, obwohl es sich m. E. um regelrechte Hinrichtungen handelte. Obwohl der Täter seine beiden Hinrichtungen ankündigte, versehentlich einen weiteren Mann um haaresbreite getötet hätte, die Spuren beseitigte, den Mitwissern gefährlich drohte, falls sie plauderten und auch noch finanziell Kapital aus seinem Verbrechen schlagen wollte, resümiert Hympendahl: "Wo Verteidigung, Gutachter und die Presse [v. a. der Spiegel] Fragezeichen hinter dem Motiv und hinter dem Urteil [lebenslänglich] sahen, gab es für das Gericht keinen Urteilsnotstand." Zum Glück war lebenslänglich für den Mörder nur 17 Jahre. Seit 1999 ist er wieder frei und treibt sich wieder auf Hafen-Marinas herum... Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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