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LogOut: Warum Computer nichts im Klassenzimmer zu suchen haben und andere High-Tech-Ketzereien
 
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LogOut: Warum Computer nichts im Klassenzimmer zu suchen haben und andere High-Tech-Ketzereien [Taschenbuch]

Clifford Stoll , Carl Freytag
4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)

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Taschenbuch --  
Taschenbuch, Juli 2002 --  

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Aus der Amazon.de-Redaktion

Clifford Stoll macht sich Sorgen. Große Sorgen. Ihm macht eine Kultur Gänsehaut, in der Computer wie Heiligtümer verehrt werden. "Ich sehe meine Rolle darin," so der Autor, "zu den utopischen Träumen einer digitalen Wunderwelt einige skeptische Anmerkungen beizutragen. Ich möchte eine breitere Diskussion darüber anregen, was Computer uns versprechen und was sie uns nehmen."

Seine Skepsis entsteht dabei aus dem Wunsch, unsere technologische Welt menschengerechter zu machen anstatt die Menschen maschinengerechter. Rot sieht er, wenn es um Computer im Klassenzimmer geht. Für Schüler sei es wichtiger, sich grundlegende Fertigkeiten anzueignen. Denn: "Kinder, die nicht kritisch denken können, sitzen ahnungslos vor dem Monitor und verwechseln Form mit Inhalt, Sinn mit Sinnlichkeit und aufgeblasene Wörter mit gewichtigen Gedanken." Auch angeblich unterhaltsame Lernprogramme machen die Situation in seinen Augen nicht besser. Denn "interaktive Sofortbelohnung, mit denen die Edutainment-Produkte locken, fordert die geistige Trägheit und treibt Schülern jegliche Ausdauer, Geduld und Lust am Probieren aus."

Und so nimmt seine Kritik ihren Lauf: Da geht es um die liebe Mühe mit der PC-Hotline, über die Vereinsamung durch das Internet und die "Power-Point-Pest". Doch Clifford Stoll spricht nicht als Feind: Er gehört zu den Pionieren des Internets und war schon 1972 am Aufbau des "Arpanet" beteiligt. "Ich glaube, dass auch wir Anhänger der Technologie verpflichtet sind, gegen aufgeblasene Versprechungen und maßlose Übertreibungen vorzugehen", so der Autor. Ein Buch also für alle, die sich kritisch mit Sinn und Zweck der schönen neuen Datenwelt auseinandersetzen möchten. --Gabriele Hilchenbach -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Kurzbeschreibung

Kein Zweifel, dass Computer nützlich sein können, und auch ein High-Tech-Skeptiker wie der Autor braucht seinen Rechner und zahlt brav seine Internet-Gebühren, doch wie groß ist der Segen der schönen neuen Datenwelt wirklich? Müssen Klassenzimmer tatsächlich verkabelt sein, damit unsere Kinder sich in der Welt zurechtfinden? Können Computer gute Lehrer ersetzen? Werden wir bald nur noch mailen, statt von Angesicht zu Angesicht zu kommunizieren? Wie interaktiv ist das Internet wirklich?

"LogOut ist eine präzise und sachkundige Kritik an dem unreflektierten Internetkult, der in den letzten Monaten auch das deutsche Bildungswesen infiziert hat. Doch Stoll ist kein Technikfeind und gerade das macht sein Buch glaubwürdig." Tilmann Baumgärtel, Berliner Zeitung

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Gehirn einschalten 1. Oktober 2002
Von Daniel
Format:Taschenbuch
Ich muß zugeben, daß ich eigentlich ein Befürworter von "Schulen ans Netz" bin, daß sich Schüler/innen so früh wie möglich mit dem Internet auseinandersetzen, daß sie mit neue Medien (wie Powerpoint und Beamer) umgehen lernen und kompetent im Umgang mit der Technik werden. Aber der Autor weist überzeugend darauf hin, daß die Technik nicht zum Selbstzweck werden darf, daß ein Computer einen guten (selbst einen schlechten) Lehrer nicht ersetzen kann - und das Computer nicht das Allheilmittel sind, nicht einmal zum "gleichen Zugang zu Informationen" für alle. Insbesondere das Kapitel über Powerpoint hat mit ziemlich gut gefallen (und mir etwas die Augen geöffnet, was die weitere Benutzung davon angeht).
Ein reinigendes Gewitter in all der Schwüle von blinden Technologieglauben.
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11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Stoll beschreibt hier sehr anschaulich und mit vielen Beispielen unterlegt, zu welcher unsinnigen Nutzung der Computer viele Menschen verleiten. Im Gegensatz zu vielen Technik-Kritikern ist er aber selbst ein Programmierer seit den 80er Jahren (was er in seinen anderen Büchern hervorragende niedergeschrieben hat) und sieht sehr wohl die Vorteile und den Nutzen der neuen Technik.

Aber gerade weil er die Technik kennt, kennt er auch ihre Tücken. Er zeigt Nachteile auf, die man erst auf den zweiten Blick erkennt, gerade im Schulbereich. Die Schilderung dieser Missstände sollte zur Standardlektüre jedes EDV-Beauftragten, Lehreres und allen anderen gehören, die über Technik entscheiden.

Aus meiner täglichen Praxis als Geschäftsführer einer EDV-Firma kann ich Stolls Schilderungen - leider - sehr gut nachvollziehen. Es hat mir und ich hoffe auch vielen anderen Dinge aufgezeigt, die man sonst übersieht und die man dennoch täglich beachten sollte.

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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von C. Spevak
Format:Taschenbuch
Clifford Stoll regt mit seinem Buch "LogOut" nicht nur zum kritischen Nachdenken über die Rolle der Informationstechnologie in unserer Gesellschaft an, sondern vermag den Leser dabei auch noch zu unterhalten, ja zu fesseln. Der Untertitel "Warum Computer nichts im Klassenzimmer zu suchen haben und andere High-Tech-Ketzereien" macht bereits deutlich, dass der Autor die Polemik nicht verschmäht; doch bleibt er aufgrund seines umfassenden Fachwissens stets präzise und glaubwürdig.

Das Buch gliedert sich in zwei große Abschnitte: im ersten Teil geht es um die Rolle des Computers in der Schule, während der zweite Teil die ausufernde Allgegenwart von PC und Internet im alltäglichen Leben unter die Lupe nimmt. Ein mir sehr wichtig erscheinender Kritikpunkt von Stoll ist der oft unterschätzte Zeitdiebstahl der Rechenmaschinen: die Zeit, die ich vor dem Monitor verbringe (z.B. um neue Programme zu installieren oder um diese Rezension zu schreiben), fehlt mir anderswo, und wirkt sich letztendlich auch auf mein Sozialverhalten aus. Stoll möchte mit seinem Buch niemanden dazu animieren, seinen Computer gleich aus dem Fenster zu werfen, aber er liefert eine Vielzahl von überzeugenden Beispielen dafür, dass der Einsatz der neuesten Technologie nicht automatisch einen Fortschritt bedeutet.

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