Der Film ist mit Sicherheit nicht schlechter, als andere hingeschluderte Werke dieses Genres, aber die 7 Tacken, die Amazon derzeit für ihn haben will, ist er auf keinen Fall wert (vom Platz im Regal ganz zu schweigen). Das Drehbuch macht nicht einmal den Versuch, die eigenen Sinnlosigkeiten zu erklären: Da wandert Nessie unterirdisch von Schottland nach Amerika, und kann (obwohl es das einzige Exemplar der Welt ist) Eier legen, der (ohnehin äußerst dünne) Grusel- bzw. Trashanspruch verflüchtigt sich mit Auftritt eines markigen Großwildjägers schnell zu Gunsten einer smarten Crocodile Dundee-Geschichte, und die Schauspieler sind (muss man das überhaupt noch erwähnen?) so hölzern, dass selbst die Hintergrundvegetation ein besseres Bild abgibt.
Wenn aber nun, in Gottes Namen, jeder andere Monsterfilm gerade ausgeliehen ist, dann - und auch nur dann - kann man sämtliche Eigenansprüche über Bord werfen, und sich 90 Minuten lang auf einem B-Movie-Niveau unterhalten lassen, das an der äußersten Untergrenze kratzt, man muss es ja keinem erzählen. Ich möchte niemandem ausdrücklich empfehlen, diesen Film zu sehen: Er ist schlecht gefilmt, schlecht erzählt und schlecht gespielt, aber er bewegt sich noch im Bereich des Konsumierbaren - das muss man fairerweise sagen.