Es spielt zwar keine große Rolle, aber müsste es nicht "Lob dem Sexismus" heißen? Ich meine, wem gilt denn das Lob? - Dem Sexismus. Und nicht: Wessen Lob ist das? - Das des Sexismus.
Also ich bin auch immer für korrektes Deutsch. Aber in diesem Fall, bei diesem Thema, dürfte es mal egal sein. Das ist wie bei Arzneien. Wenn auf der Flasche Husdensafd steht, aber das Zeug hilft, was solls?
Kleiner Schuss Senf von mir -> A "Lob dem Sexismus" oder "Lob des Sexismus" ist beides möglich, wobei aber ersteres unelegant und letzteres grammatikalisch (auch inhaltlich, s.u.) mehrdeutig ist. B Dass das Buch Verleumder en masse auf den Plan ruft, liegt nicht zuletzt an eben dem Wort "Sexismus". Würde man also auf dieses Wort im Titel verzichten, könnte man zwei Probleme auf einmal lösen (das zweite wenigstens teilweise).
P.S.: Zum Buch: Die beiden aktuell zu lesenden Rezensionen ergänzen sich wunderbar. Biologische Evolution (vergleiche die Tierwelt, aus der wir hervorgehen, da gibt es ALLES) und zivilisatorisch-spirituelle Evolution sind zwei Seiten der Medaille "Sexualität", die irgendwie kein Ganzes zu bilden vermag... P.P.S.: Noch was zu A: Inhaltlich wäre "Lob dem Sexismus" eine Lobrede auf den "real existierenden" (also dem uns geläufigen, vulgären) Sexismus, was ja nicht beabsichtigt sein dürfte. "Lob des Sexismus" meint (als genitivus explicativus) eine Lobrede, die den Sexismus im Sinne von "Ansicht, dass die Sexualität eine vorherrschende Rolle im Zusammenspiel der Geschlechter spielt", durch Belege aus dem Alltag stützt. Letzteres muss hineingelesen werden, nachdem der Schock der political incorrectness verdaut wurde. Und das ist offenbar nicht jede(r) bereit zu leisten.
Es ist das Lob des Sexismus. Warum? Der Mensch soll sich auf seine Triebhaftigkeit zurückbesinnen. Wer dies macht, wird auch in der Partnersuche Erfolg haben. Erfolg = Belohung = Lob. OK; das ist jetzt etwas unwissenschaftlich ausgedrückt, kommt aber in praxi an das Geschehen heran.