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Lob des Schattens: Entwurf einer japanischen Ästhetik
 
 
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Lob des Schattens: Entwurf einer japanischen Ästhetik [Gebundene Ausgabe]

Jun'ichiro Tanizaki , Eduard Klopfenstein
4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)

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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

«Von Ferne denkt man auch an das ähnliche Konzept des deutschen Jugendstils: Überlebensstrategien im Kampf gegen das ewig Hässliche. Tanizakis 'Lob des Schattens' könnte den vom Fortschrittsdenken erschöpften Europäer retten... Bei Tanizaki kommt das Menschenrecht des Auges zur Geltung.» (Süddeutsche Zeitung )

«Tanizaki setzt einer elektrisch erhellten westlichen Welt mit weißen Wänden und strahlendem Besteck ein abgedunkeltes japanisches Schönheitsideal mit bewusster Patina alten Teegeschirrs entgegen.» (Architektur Aktuell )

»Wer Japan gerade jetzt verstehen will, muss Tanizaki lesen.« (Hamburger Abendblatt, 21.04.2011 )

Kurzbeschreibung

«Ein wundersames Buch» (Süddeutsche Zeitung)

Japanische Räume beeindrucken durch karge Schlichtheit und ungewohntes Halbdunkel. Am Beispiel des Umgangs mit Farbe, Licht und Schatten gelingt Tanizaki Jun’ichiro (1886-1965) der geniale Entwurf einer japanischen Ästhetik. Einfühlsam und originell spürt dieser vielzitierte Essay den Unterschieden zwischen östlicher und westlicher Kultur nach. Er unterstreicht Tanizakis Bedeutung als einer der wichtigsten japanischen Autoren des 20. Jahrhunderts.

Über den Autor

Tanizaki Jun'ichiro (1886-1965) wurde in Tokio geboren. Beide Eltern stammten aus alten Kaufmannsfamilien. Der hochbegabte Jun’ichiro, der schon in der Schule durch stilistische Glanzleistungen Aufsehen erregt hatte, studierte in Tokio englische und japanische Literatur. Er verließ die Universität jedoch ohne Abschluss und entschied sich für die Schriftstellerlaufbahn. Beeinflusst von Oscar Wilde, Edgar Allan Poe, Charles Baudelaire und seinem Lehrer Nagai Kafu nahm er von Anfang an einen antinaturalistischen Standpunkt ein und wurde zum Bannerträger des Ästhetizismus. Sein Hauptthema ist die Suche nach Schönheit und nach einer oft übersteigerten, sich am Rande des Abartigen bewegenden Sinnlichkeit und Erotik.
1923 zog er in das Gebiet von Kyoto-Osaka und wandte sich vermehrt der traditionellen Kultur zu. Sein Hauptwerk, der umfangreiche Familien- und Gesellschaftsroman «Sasame yuki» («Feiner Schnee»), entstand 1943-1948. Tanizaki schreibt eine breit angelegte, kraftvolle, präzise Prosa.
Der lange Essay «In’ei raisan» («Lob des Schattens», 1933) ist ein Schlüsselwerk für Tanizakis Ästhetik, zeugt sowohl von seinem ausgeprägten Sensualismus wie für seine Hinwendung zur Tradition und reflektiert in einzigartiger Weise die Situation des Umbruchs, die Spannung zwischen Alt und Neu, zwischen Ost und West, in der sich Japan in den dreißiger Jahren befand und noch heute befindet.
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