Aus der Amazon.de-Redaktion
Seiner Streitschrift, die dem überkommenen Laisser-faire-Leitbild der 68-erPädagogen das Scheitern attestiert, hat der Autor einen Fontane-Vers vorangestellt, der den Kern seines Erziehungskonzepts auf den Punkt bringt: Freiheit freilich. Aber zum Schlimmen. / Führt der Masse sich selbst Bestimmen. / Und das Klügste, das Beste, Bequemste / Das auch freien Seelen weitaus Genehmste / Heißt doch schließlich, ich habs nicht Hehl: / Festes Gesetz und fester Befehl!
Manches Elternohr wird bei solchen Worten erröten. Und dies aus guten Gründen. Das weiß natürlich auch Bernhard Bueb, der auch um die Ursache für solcherlei Unbehagen nur zu genau weiß: Zutiefst erschüttert wurde die pädagogische Kultur in Deutschland durch den Nationalsozialismus, der im Anschluss an den Kadavergehorsam der kaiserlichen Kadettenanstalten Begriffe wie Disziplin und Autorität in der pädagogischen Praxis vollends pervertierte. Die 68-er-Pädagogik war der Pendelschlag in die Richtung des anderen Extrems, der scheinbar völligen Beliebigkeit. Gegen diese Beliebigkeit zieht Bueb bei aller Irritation, die seine provokant klingenden Thesen bei vielen Lesern hervorrufen wird, mit guten Gründen zu Felde. Wir wünschen dem Autor jedenfalls, dass sein Lob der Disziplin eine heftige Debatte auslöst. Schließlich ist das der Sinn einer jeden Streitschrift. Aus unserer Sicht jedenfalls: Unbedingt lesenswert! -- Hasso Greb
Pressestimmen
'Der rastlose Ruheständler hat zum rechten Zeitpunkt gesagt, was bislang verpönt war: Erziehung ist vor Jahrzehnten das Fundament weggebrochen; die vorbehaltlose Anerkennung von Autorität und Disziplin . . . Und dennoch, die Zeit scheint reif zu sein für eine Debatte über die neuen, alten Werte: Einen Satz Buebs dürfte jeder unterschreiben. Der zentrale Anfang aller Erziehung heißt: den Glauben junger Menschen an sich selbst zu stärken.' (SÜDKURIER)
'Bueb will mehr Mut zur Erziehung machen. Damit meint er, die Erwachsenen sollten sich nicht verstecken. Sie schulden den Kindern Lebensformen und Herausforderungen. Sie mögen doch bitte für das, was sie für richtig halten, einstehen. Bueb will die Würde der Erwachsenen wieder herstellen.' (DIE ZEIT, Reinhard Kahl, 28.09.06)
'Ich stimme Herrn Bueb voll zu. Man fährt in einer Dreißiger-Zone nicht aus Höflicheit 30, sondern weil man Angst vor dem Strafzettel hat. Angst muss sein, auch als Schüler muss man Angst vor Strafen haben. Jugendliche sind provokant und testen Grenzen aus. Da muss die Schule gegensteuern.' (Eugen Lamotte, 21 Student Bachelor)
'Bernhard Bueb hat mit seiner Streitschrift Lob der Disziplin wahrlich einen Aufreger verfasst. Und er ist einer, der es wissen muss: 30 Jahre lang leitete er die Eliteschule Schloss Salem am Bodensee . . . Sein Buch sorgt in Deutschland für Furore - nun auch in Österreich.' (NEWS, Österreich, 21.09.06)
'Mit seiner Streitschrift für radikale Umkehr in der Erziehung hat der frühere Lehrer Bernhard Bueb einen Nerv getroffen. Überforderte Eltern, verzweifelte Lehrer, Jugendliche, die sich nach der Schule als kaum ausbildungsfähig erweisen - das Scheitern von Erziehung, früher mal ein Randphänomen, ist zu einem Top-Thema in der Politik und Gesellschaft geworden. Da verwundert es nicht, dass der pensionierte Lehrer Bernhard Bueb mit seiner schmissigen Streitschrift Lob der Disziplin den Nerv traf und auf Anhieb einen Bestseller landete.' (NEUE RUHR ZEITUNG, Frank Steglein, 22.09.06)
'Was mussten wir nicht alles erleiden! Unser langjähriger Schulleiter bei Johannes B. Kerner, bei Sabine Christiansen, gekürt zum strengesten Lehrer der Nation auf der Titelseite der Bild Zeitung. Aber Bernhard Bueb ist kein Lackaffe. Buebs christlich-humanistisches Menschenbild ist heutzutage kaum noch jemandem geläufig, am allerwenigsten den Erziehenden. Genau darin steckt die stärkste Wahrheit seines Buchs . . . Das Buch hat sein Ziel schon längst erreicht: Die Debatte um Erziehung in Deutschland ist angestoßen.' (18.01.07 Frankfurter Allgemeine, Dustin Klinger)
