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Lo und Lu: Roman eines Vaters
 
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Lo und Lu: Roman eines Vaters [Taschenbuch]

Hanns-Josef Ortheil
3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 352 Seiten
  • Verlag: btb Verlag (1. März 2003)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3442727987
  • ISBN-13: 978-3442727988
  • Größe und/oder Gewicht: 18,8 x 11,9 x 2,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 33.817 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über den Autor

Hanns-Josef Ortheil
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Produktbeschreibungen

Perlentaucher.de

Buchnotiz zu : Die Zeit, 04.10.2001
Ganz unterhaltsam findet Dieter Borchmeyer Ortheils Buch über seine Kinder und das, was er mit ihnen erlebt - auch wenn das Thema seiner Meinung nach durchaus etwas komprimierter Form abzuhandeln gewesen wäre. In diesem Umfang ist es nach Ansicht des Rezensenten zu viel des Guten, zumindest für "kinderfremde Leser". Die Frage, weshalb Ortheil sich dieser Thematik überhaupt annimmt - "darf man so affirmativ über ... Kinder schreiben, wie Ortheil es tut" - beantwortet Borchmeyer mit einem Zitat des Autors, in dem dieser selbstironisch bekennt, es sich "in der Postmoderne bequem gemacht" zu haben. Ansonsten lobt Borchmeyer die "einschmeichelnde Prosa" der beschriebenen Episoden. Das Lesevergnügen wird für ihn nur durch ein paar überflüssige Anglizismen und schlampige grammatikalische Ausdrücke getrübt, die der Rezensent dann auch ausführlich geißelt.

© Perlentaucher Medien GmbH

Buchnotiz zu : Frankfurter Rundschau, 27.11.2001
Angesichts dieses Romans über das Alltagsleben eines Vaters mit seinen beiden Kindern kommt Martin Luchsinger aus dem Schwärmen gar nicht heraus. Wortreich bewundert er die "gelungene Mischung" der Gattungen, die "glasklare Sprache", das interessante Sujet, findet das Buch ganz und gar "geglückt" und preist den Autor als "Meister seines Handwerks". Durch den "leichten Hang zum Mythischen, zum Märchenhaften" werde das Alltagsgeschehen aufgewertet und dem Roman ein besonderer Reiz verliehen, so der Rezensent begeistert, der recht dankbar zu sein scheint, dass Ortheil diskret die profanen Seiten der Kinderfreuden wie volle Windeln und Babybrei verschweigt. Luchsinger betont, dass der Autor die Realität "idealisiert" und den Alltag "konsequent ästhetisiert", doch tue er dies mit einem Augenzwinkern, so der Rezensent angetan.

© Perlentaucher Medien GmbH

Buchnotiz zu : Frankfurter Allgemeine Zeitung, 24.12.2001
Der Roman eines berauschten Vaters, geschrieben "mit leichter Hand, mit vollem Herz", so die Rezensentin Alexandra Kedves über Hanns-Josef Ortheils neustes Buch. Überall nur hört und sieht der Vater seine Kinder, noch im Singen der ICE-Räder. Die Geschichte einer Obsession, bei der eines die Rezensentin sofort versöhnt: der Ton, die "Mischung aus fragloser Liebe, völliger Erschöpfung und gutmütigem Spott". Zum Schreiben kommt Ortheil darüber kaum noch - und doch hat er es, irgendwann, wie die Rezensentin erleichtert bemerkt, zurück an den Schreibtisch geschafft. Seine historische Romantrilogie schrieb er bereits als Vater, hier liefert er das Dokument seiner Vaterschaft. Und Kedves findet es "wunderbar ungekünstelt".

© Perlentaucher Medien GmbH
-- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .

Pressestimmen

"Es könnte auch Tagebuch aller Eltern' heißen: Lo und Lu' ist ein Tagebuch, das uns aus der Seele geschrieben wurde, mit leichter Hand, mit vollem Herz." Frankfurter Allgemeine Zeitung

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Martin Schnackenberg TOP 1000 REZENSENT
Format:Taschenbuch
Da ich nicht der erste Rezensent bin, bemühe ich mich, nicht die Vorgänger zu wiederholen, deren Bedenken bezüglich dieses Buches berechtigt sind, denn es bietet in der Tat nicht durchgängig die angekündigte hohe Qualität an, manche Kapitel sind dafür aber sehr gelungen. Was mir sehr gefallen hat: An manchen Stellen beoachtet Ortheil sehr genau und gut sich und die Umgebung und damit uns - das macht richtig Spaß, wenn man da das eigene Leben wiedererkennt. Gut auch der erkennbar ironische Blick auf sich selbst. Was mich aber beschäftigt, das ist die Frage, ob es wirklich gut ist, wenn wir unsere Kinder (ich habe selbst drei Kinder) so sehr in den Fokus stellen, wie das hier der Fall ist. Ich (wir) bin anders aufgewachsen. Wir durften machen, unsere Eltern hatten gar keine Zeit, uns ständig zu beobachten und sich mit uns zu beschäftigen. Wir haben nie das Gefühl gehabt, so "wichtig" zu sein, wir sind einfach spielen gegangen. Niemand wusste, wo wir waren, bis wir dann am Abend verdreckt, abgespielt und glücklich nach Hause kamen. Ortheils Buch zeigt nun, wie es heute, jedenfalls im Bildungsbürgertum, ist (ich schließe mich absolut nicht aus!). Die Kinder werden ständig begleitet, beoachtet, angeleitet, irgendwo hingefahren, gefördert, musisch früherzogen und so weiter und so fort. Und manchmal habe ich dann das Gefühl, dass das eigentlich nicht richtig ist und das es eigentlich früher natürlicher und richtiger war. Und genau dieser Gedanke ging mir immer wieder durch den Kopf, als ich dieses Buch las. Das jedenfalls hat der Autor erreicht bei mir, und lachen musste ich auch manchmal und mich selbst habe ich auch mitunter erkannt. Gar nicht so wenig eigentlich!
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Nachdem ich mit Axel Hackes „kleinen Erziehungsberater" und Jochen Malzheimers „Halt mal, Schatz" zwei äußerst gelungene Werke über die Erlebnisse junger Väter gelesen hatte, ging ich mit relativ hohen Erwartungen an dieses Werk des preisgekrönten Autors heran. Leider wurden diese Erwartungen ein wenig enttäuscht. Gerade der Anfang (in etwa die ersten 100 Seiten) erreichen deutlich nicht die Qualität der vorgenannten Autoren. Sicher, man merkt, dass der Autor mit dem geschriebenen Wort umzugehen vermag. Einige Passagen bzw. Wortspiele sind wirklich klasse. Aber gerade am Anfang wirkt ein Grossteil seiner Erzählungen bemüht, manchmal gewollt lustig bzw. betont sensibel. Nachdem diese ersten 100 Seiten überwunden sind, blitzt immer häufiger das Können von Hans Josef Ortheil auf. Nicht wenige Kapitel sind von hoher Qualität, d.h. tatsächlich mit „leichter Hand" und „mit vollem Herzen" (Zitat FAZ) geschrieben und sind im Nu verschlungen. Leider hält der Autor nicht dieses hohe Niveau, so dass dieses Buch meiner Ansicht nach insgesamt nur von durchschnittlicher Qualität ist. D.h. es ist keine Zeitverschwendung, dieses Buch zu lesen, aber in meinen Augen auch kein absolutes „Muss".
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Kinderszenen 29. Januar 2012
Von Villette TOP 500 REZENSENT
Format:Taschenbuch
"Lo und Lu" ist eine Sammlung von Szenen über die Erlebnisse Hanns-Josef Ortheils mit seinen beiden Kindern zwischen 1995 und 2001. Lu ist gerade geboren, da verändert sich für Ortheil die Welt. Er setzt mit dem Schreiben aus, kann nur mehr notieren und worüber er am liebsten Notizen macht, sind seine Kinder und die Welt, die durch die Kinder hindurch eine völlig neue zu sein scheint. Von Ortheils Romanen ist man einen Stil gewöhnt, der eine genauste Beobachtung der Welt widerspiegelt. So auch hier. Beobachtend und reflektierend erschließt sich der Autor das Leben neu. Das ist teilweise sehr verzaubernd, nicht selten regt es zum Schmunzeln an. Denn Ortheil nimmt sich nie ganz ernst. Er weiß, dass er allzu sehr fokussiert, er weiß, dass man es nicht ganz ernst nehmen darf, wenn ein Erwachsener fast selbst wieder in die Kinderrolle schlüpft. Das macht die kleinen Geschichten umso sympathischer. Meist enden sie mit einer Pointe und man fragt sich als Leser das eine oder andere Mal, wieviel - angesichts der Häufung von Pointen - hier schriftstellerisch erfunden wurde oder ob das Leben tatsächlich die besten Geschichten schreibt. Dass Lo und Lu sicherlich ein gutes Stück 'erfunden' sind, steht außer Frage. Das wird aber unbewusst passiert sein, und zwar dadurch, dass es Ortheil als Erwachsener eben nie gelingen kann, die Welt vollständig aus Kinderaugen zu sehen. Vielmehr zieht er die Kinder durch seine Betrachtungen und Reflexionen in die Erwachsenenwelt hinauf. Das merkt man schon an der Sprache, die die Kinder benutzen. Es ist Ortheils eigene Sprache, die durchgängig von höchstem Niveau ist. Ortheil kann einfach gut schreiben und macht das Lesen dadurch zu einem ästhetischen Erlebnis, selbst wenn er den Ton der Kinder nicht trifft. Aber das war sicher auch nicht gewollt. Meine persönliche Lieblingsgeschichte ist "Mondscheinsonate", wo der Autor mit seiner kleinen Tochter bei Dunkelheit durch den Wald geht, um ein Stück Verlorenes wiederzuholen.
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