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Produktinformation
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Buchnotiz zu : Die Zeit, 04.10.2001
Ganz unterhaltsam findet Dieter Borchmeyer Ortheils Buch über seine Kinder und das, was er mit ihnen erlebt - auch wenn das Thema seiner Meinung nach durchaus etwas komprimierter Form abzuhandeln gewesen wäre. In diesem Umfang ist es nach Ansicht des Rezensenten zu viel des Guten, zumindest für "kinderfremde Leser". Die Frage, weshalb Ortheil sich dieser Thematik überhaupt annimmt - "darf man so affirmativ über ... Kinder schreiben, wie Ortheil es tut" - beantwortet Borchmeyer mit einem Zitat des Autors, in dem dieser selbstironisch bekennt, es sich "in der Postmoderne bequem gemacht" zu haben. Ansonsten lobt Borchmeyer die "einschmeichelnde Prosa" der beschriebenen Episoden. Das Lesevergnügen wird für ihn nur durch ein paar überflüssige Anglizismen und schlampige grammatikalische Ausdrücke getrübt, die der Rezensent dann auch ausführlich geißelt.
© Perlentaucher Medien GmbH
Buchnotiz zu : Frankfurter Rundschau, 27.11.2001
Angesichts dieses Romans über das Alltagsleben eines Vaters mit seinen beiden Kindern kommt Martin Luchsinger aus dem Schwärmen gar nicht heraus. Wortreich bewundert er die "gelungene Mischung" der Gattungen, die "glasklare Sprache", das interessante Sujet, findet das Buch ganz und gar "geglückt" und preist den Autor als "Meister seines Handwerks". Durch den "leichten Hang zum Mythischen, zum Märchenhaften" werde das Alltagsgeschehen aufgewertet und dem Roman ein besonderer Reiz verliehen, so der Rezensent begeistert, der recht dankbar zu sein scheint, dass Ortheil diskret die profanen Seiten der Kinderfreuden wie volle Windeln und Babybrei verschweigt. Luchsinger betont, dass der Autor die Realität "idealisiert" und den Alltag "konsequent ästhetisiert", doch tue er dies mit einem Augenzwinkern, so der Rezensent angetan.
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Buchnotiz zu : Frankfurter Allgemeine Zeitung, 24.12.2001
Der Roman eines berauschten Vaters, geschrieben "mit leichter Hand, mit vollem Herz", so die Rezensentin Alexandra Kedves über Hanns-Josef Ortheils neustes Buch. Überall nur hört und sieht der Vater seine Kinder, noch im Singen der ICE-Räder. Die Geschichte einer Obsession, bei der eines die Rezensentin sofort versöhnt: der Ton, die "Mischung aus fragloser Liebe, völliger Erschöpfung und gutmütigem Spott". Zum Schreiben kommt Ortheil darüber kaum noch - und doch hat er es, irgendwann, wie die Rezensentin erleichtert bemerkt, zurück an den Schreibtisch geschafft. Seine historische Romantrilogie schrieb er bereits als Vater, hier liefert er das Dokument seiner Vaterschaft. Und Kedves findet es "wunderbar ungekünstelt".
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