Nachdem Juan Luis Guerra mit seinem letzten Album einen Ausflug - oder besser einen Absturz - in die Welt der sakralen Popmusik gemacht hat, kann man der neuen Scheibe wenigstens bescheinigen, dass sie "back to the roots" führt. An Vorgängeralben wie die "Großen 4" - Bachata Rosa, Ojalá que llueva café, Areito und Fogaraté - kommt der Meister jedoch auch diesmal wieder nicht heran. Allerdings ist das Titelstück - auch in der englischen Coverversion als Starter - ein Hammer: eine Salsa-Mambo-Mischung mit fetzigen Bläsern und frechem Spanglisch-Rap, einfach zum abtanzen und wenigstens für mich das Geld alleine schon wert. Dazu gesellt sich ein sehr angenehmes Duett mit Chiara Civello ("Something good") und eine gefällige Bonus-Nummer ("A la vera"). Schade nur, dass der Rest keinen Wiedererkennungswert hat.