oder
Loggen Sie sich ein, um 1-Click® einzuschalten.
 
 
Alle Angebote
110 Angebote ab EUR 4,89

Möchten Sie verkaufen? Hier verkaufen
 
   
Lizenz zum Essen: Warum Ihr Gewicht mehr mit Stress zu tun hat, als mit dem, was Sie essen
 
Größeres Bild
 

Lizenz zum Essen: Warum Ihr Gewicht mehr mit Stress zu tun hat, als mit dem, was Sie essen (Broschiert)

von Gunter Frank (Autor)
4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (24 Kundenrezensionen)
Preis: EUR 16,90 Kostenlose Lieferung. Siehe Details.
o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o
Auf Lager.
Verkauf und Versand durch Amazon.de. Geschenkverpackung verfügbar.

Noch 3 Stück auf Lager.

Lieferung bis Donnerstag, 11. Februar: Wählen Sie an der Kasse Overnight-Express. Siehe Details.
86 neu ab EUR 13,00 24 gebraucht ab EUR 4,89

Wird oft zusammen gekauft

Kunden kaufen diesen Artikel zusammen mit Mein Ich-Gewicht: Wie das Unbewusste hilft, das richtige Gewicht zu finden von Maja Storch

Lizenz zum Essen: Warum Ihr Gewicht mehr mit Stress zu tun hat, als mit dem, was Sie essen + Mein Ich-Gewicht: Wie das Unbewusste hilft, das richtige Gewicht zu finden
Preis für beide: EUR 24,85

Verfügbarkeit und Versanddetails anzeigen


Kunden, die diesen Artikel gekauft haben, kauften auch


Produktinformation

  • Broschiert: 336 Seiten
  • Verlag: Piper; Auflage: 4 (Juli 2008)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3492050743
  • ISBN-13: 978-3492050746
  • Größe und/oder Gewicht: 20,8 x 13,4 x 2,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (24 Kundenrezensionen)
  • Amazon.de Verkaufsrang: Nr. 71.543 in Bücher (Die Bestseller Bücher)

    Beliebt in diesen Kategorien:

    Nr. 22 in  Bücher > Kochen & Genießen > Esskulturen
    Nr. 26 in  Bücher > Ratgeber > Gesundheit & Medizin > Beschwerden & Krankheiten > Stress
    Nr. 31 in  Bücher > Ratgeber > Lebensführung > Stress & Stressbewältigung

Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Großmütter, gute Küche und die Franzosen haben es schon immer gewusst: Essen, worauf man Appetit hat und genießen. Der Arzt und Ernährungsspezialist Gunter Frank spricht in seinem Buch Lizenz zum Essen aus, was viele Diäterprobte seit langem ahnen - Sport und die vermeintlich gesunde Ernährung halten den Hüftspeck nicht in Schach. Denn nicht das, was wir essen oder die Menge dessen hat Einfluss auf unser Gewicht, sondern ganz andere Faktoren. Vererbung, Hektik, Licht, Bekömmlichkeit und die Verdauung bestimmen die Anzahl der Kilos auf der Waage.

Doch natürlich ist das Buch keine Aufforderung zur Völlerei. Vielmehr geht es darum, Ernährungsmythen sowie verschobene Schönheitsideale zurecht zu rücken und darüber aufzuklären, was Verzicht, Stress und das stets schlechte Gewissen beim Essen alles anrichten können. Denn weniger das Stück genussvoll verzehrte Sahnetorte schadet der Gesundheit und der Figur, als die permanente Selbstkasteiung bei Tisch. Der gesunde Menschenverstand ist hier gefragt und die Erkenntnis, das Menschen nun mal unterschiedlich aussehen und eben auch unterschiedlich viel wiegen. Das Buch ist ein Befreiungsschlag für verkümmerte Essgewohnheiten und die längst fällige Revolution auf dem unüberschaubaren Markt der Ernährungs- und Diätratgeber. Das Muster der dicken Sünder hat ausgedient, die mit Herablassung und Herzinfarkt bestraft werden, wohingegen ihre dünnen Mitmenschen ewige Jugend und niedrige Krankenkassenbeiträge auf ihr Konto verbuchen dürfen. Dafür braucht der Autor keine umständlichen wissenschaftlichen Erläuterungen, sondern er lässt einfach den Praxisalltag für sich sprechen. Frau Rundlich und Herr Hager stehen sinnbildlich für die Probleme der Patienten, die nach zahlreichen Erfahrungen lernen, endlich wieder auf ihren Bauch zu vertrauen. Und davon hat noch keiner zugenommen!

Sandra-Kathrin Buck

Kurzbeschreibung

Alle wollen abnehmen, kaum einer schafft es. Obst essen und Sport treiben, dann purzeln die Kilos? Eher nicht. Was hilft denn wirklich? Darauf kann es nach allem, was Medizin, Ernährungswissenschaft und Psychologie wissen, nur eine Antwort geben: belastenden Stress vermeiden. Nicht das, was wir essen oder wie viel wir essen, hat den größten Einfluss auf unser Gewicht, sondern ganz andere Faktoren: Hormone und Licht, Stress und Sorgen. Weil der Arzt und Ernährungsspezialist Gunter Frank in seiner Praxis jeden Tag den immensen Leidensdruck von eigentlich gesunden, aber mit ihrem Gewicht unzufriedenen Frauen und Männern sieht, hat er dieses revolutionäre Ernährungsbuch geschrieben. Wir müssen Schluss machen mit Verzicht, schlechtem Gewissen und Stress beim Essen, sagt Frank und zeigt: viel mehr als eine ordentliche Portion Rührei mit Speck schadet es, dass kaum noch jemand nach Herzenslust isst.

Was kaufen Kunden, nachdem sie diesen Artikel angesehen haben?

Lizenz zum Essen: Warum Ihr Gewicht mehr mit Stress zu tun hat, als mit dem, was Sie essen
77% kaufen den auf dieser Seite vorgestellten Artikel:
Lizenz zum Essen: Warum Ihr Gewicht mehr mit Stress zu tun hat, als mit dem, was Sie essen 4.2 von 5 Sternen (24)
EUR 16,90
Mein Ich-Gewicht: Wie das Unbewusste hilft, das richtige Gewicht zu finden
13% kaufen
Mein Ich-Gewicht: Wie das Unbewusste hilft, das richtige Gewicht zu finden 4.1 von 5 Sternen (16)
EUR 7,95
Eßt endlich normal!: Das Anti-Diät-Buch
5% kaufen
Eßt endlich normal!: Das Anti-Diät-Buch 3.7 von 5 Sternen (18)
EUR 7,95
Lexikon der populären Ernährungsirrtümer: Mißverständnisse, Fehlinterpretationen und Halbwahrheiten von Alkohol bis Zucker
3% kaufen
Lexikon der populären Ernährungsirrtümer: Mißverständnisse, Fehlinterpretationen und Halbwahrheiten von Alkohol bis Zucker 3.3 von 5 Sternen (70)
EUR 9,95

Tags, die Kunden mit diesem Produkt verbinden

 (Was ist das?)
Klicken Sie zum Suchen verwandter Artikel, Diskussionen oder Personen auf ein Tag.
 

 

 

Kundenrezensionen

24 Rezensionen
5 Sterne:
 (17)
4 Sterne:
 (1)
3 Sterne:
 (2)
2 Sterne:
 (1)
1 Sterne:
 (3)
 
 
 
 
 
Durchschnittliche Kundenbewertung
4.2 von 5 Sternen (24 Kundenrezensionen)
 
 
 
 
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel:
Die hilfreichsten Kundenrezensionen

 
69 von 71 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Es lebe der Genuss!, 7. Juli 2008
Textauszug aus Lizenz zum Essen: Macht immun gegen Ernährungszwänge, Schlankheitsterror, genussfeindliche Scheinwissenschaft und fördert dagegen Lebensqualität, Selbstvertrauen, Wohlbefinden.

Doch, zuallererst: Ich bin durchschnittlich schlank & bin zufrieden mit meinem Gewicht. Es passt zu mir. Weil ich meinen Körper mag, versuche ich mich bewusst & gesund zu ernähren. Ich treibe regelmäßig, aber ohne inneren Zwang Sport und fühle mich wohl. Gesundes Verhalten ist ja nicht unbedingt schwierig! 5x Obst oder Gemüse am Tag, wenig Fleisch, dafür lieber Milch- und Vollkornprodukte, Reis mit Schale, und und und. Irgendwann ist mir die 5x täglich Obst/Gemüse-Esserei auf die Nerven gegangen, ich konnte keine Äpfel mehr sehen, vor Vollkornbrot (das ich immer gerne mochte) hat mir plötzlich gegraust, wenn ich es nur roch.
Kurz: mir hing alles Gesunde zum Hals heraus! Als ich aufgrund von Darmproblemen meinen Vollkornkonsum auf Null reduzierte, ging es meinem Darm plötzlich gut. Na so was, das darf ja gar nicht sein. Vollkorn ist ja gut! Dann habe ich das Buch -Lizenz zum Essen- geschenkt bekommen. Wer hat schon die -Lizenz zum Essen- ??? Vorne am Cover eine Schwedenbombe (oder ein Dickmann) - na super!

Beim Durchlesen habe ich mich allerdings sehr häufig wiedergefunden und festgestellt, dass ich meinen gesunden Hausverstand & normalen Appetit bereits tief begraben hatte, absolut beeinflusst durch Werbung (probiot. Jogurt - rechtsdrehend, linksdrehend, Nahrungsergänzungsmittel, Vitamine, fettfrei, Süßstoffe,...) und schlechtes Gewissen, auferlegen lassen von Büchern, Zeitschriften, Medien, Politik. Schließlich muss ich mich ja gesund halten, denn wir werden immer fetter, vor allem auch unsere Kinder, jeder zweite leidet unter Übergewicht, unsere Cholesterinspiegel sind jenseits von gut & böse, wer sich ungesund ernährt, liegt später allen anderen als Pflegefall auf der Tasche, wir brauchen Omega-3-Fettsäuren und unsere Vitamin-(C)-Versorgung muss unbedingt gewährleistet sein,...

Interessante Auszüge aus dem Buch:
Vitamin C (Ascorbinsäure) wird in der Nahrungsmittelindustrie (Konserven) als Konservierungsmittel verwendet, daher werden wir nur sehr, sehr schwer eine Unterversorgung an Vitamin C erleiden müssen, weil wir diese automatisch zuführen.

Habt ihr gewusst, dass Süßstoffe in der Ferkelmast verwendet werden. Die Schweinderl kriegen es nicht zum Abnehmen, sondern damit sie zulegen!!!

In den Schalen der Vollkornfrüchte sind Inhaltsstoffe, die unser Körper gar nicht verdauen kann, deswegen Blähungen & Probleme mit dem Darm.

Außerdem beinhaltet das Buch einen Streifzug durch die Welt der Bioprodukte.

...und vieles Interessante mehr...

Das heißt jetzt aber nicht, dass wir nun ohne Ende Chips, Süßigkeiten,... in uns hineinstopfen sollen. Diese Umkehr-Empfehlung darf man daraus nicht entnehmen. Es ist einfach so, dass wir kein schlechtes Gewissen haben brauchen, wenn der Bauch uns sagt, dass er z. B. Vollkornbrot nicht mag, oder uns der weiße Reis lieber ist, als der mit Schale.

Das Buch ist in jedem Fall lesenswert und ich finde es toll, dass sich ein Arzt für unser gesundes Bauchgefühl einsetzt. Mir haben sich zumindest die Augen für den Genuss geöffnet. Ich werde auf jeden Fall kein schlechtes Gewissen haben, wenn ich meine Zähne in ein Steak (medium) schlage!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen  
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


 
112 von 117 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Das ist es, 2. Juni 2008
Von Janne Hoffmann (Bad Schwalbach) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REVIEWER)   
In diesem Buch zu lesen ist geradezu befreiend. Endlich mal ein Fachmann, der uns ermuntert, so zu essen, wie wir es taten, als wir noch (von alleine) schlank waren: unseren Vorlieben folgend, mit Genuss und immer so viel, dass wir auf wohlige Art satt wurden. Nicht mehr - aber auch nicht weniger. Auf diese Art findet der Körper instinktiv sein ideales Gewicht und hält es, ohne dass wir uns Gedanken machen müssen. Ohne dass wir ins Fitness-Studio traben, wo es nach Schweiss stinkt, grässliche Musik unsere Gehörgänge quält und wir uns mit abstrusen "Kraftmaschinen", "Laufbändern" und "Steppern" abplagen müssen. Stattdessen ein schöner Abendspaziergang an der lauen Luft, ein Feierabendbierchen im Freien - und man schläft viel besser, als wenn man, fix und fertig vom Sport, wie eine lebende Leiche vorm flackernden Fernseher abhängt und Rohkost mümmelt. Vorbei die Zeit, als Vollkornnudeln und Körnerbrot einem den Bauch blähten, zwanghaft Punkte oder Fettaugen gezählt wurden, man sich zum Sport quälte - und letztendlich immer dicker wurde. Denn in den Phasen der Völlerei, die den Askeseprogrammen so sicher wie das Amen in der Kirche folgen, legt der ausgehungerte Körper wieder kräftig zu. Nach der Lektüre von Franks Buch gönne ich mir wieder mein geliebtes Weissbrot und die knusprigen Croissants vom Franzosen an der Ecke. Ich koche mein Gemüse wieder und tue einen ordentlichen Klacks Butter drauf. Das Fitness-Studio habe ich gekündigt, die 60 Euro monatlich werden nun für eine ayurvedische Massage angelegt.Ein Traum! Vom gigantischen Abspeckstress befreit habe ich - oh Wunder - in fünf Wochen zwei Kilo abgenommen, vermutlich, weil die Fressattacken entfallen. Ich bin ja immer satt und zufrieden, Körper und Seele bekommen, was sie brauchen. So einfach kann das alles sein - unglaublich. Franks Buch ist ein ideales Geschenk für Diätgeschädigte - noch besser wäre es, wenn es in jeder Arztpraxis ausliegen würde.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen  
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


 
214 von 228 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen neueste Erkenntnisse statt vermeintlicher Binsenweisheiten, 4. März 2008
Von Arne Hoffmann (Springen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Gunter Frank, Arzt für Allgemeinmedizin und Ernährungsberatung, stellt in diesem Buch das, was wir über Abnehmen und gesunde Ernährung zu wissen glauben, den durch wissenschaftliche Untersuchungen gesicherten Fachkenntnissen gegenüber. Dabei enthüllt er viele weit verbreitete Irrtümer, die einem bei gründlicher Beobachtung auch selbst hätten auffallen können. Beispielsweise ist einer der beliebtesten Mythen, dass man sein Gewicht doch schlicht dadurch reduzieren könne, dass man durch Sport mehr an Kalorien verbraucht, als man durch Nahrung zu sich nimmt. Klingt zunächst logisch - tatsächlich aber quälen sich zahllose Mollige mit Dauerfasten, während sie sich gleichzeitig in Fitnessstudios abstrampeln, bis sie schweißüberströmt sind, und werden doch nur immer dicker. Zu allem Übel bekommen sie dann von dünnen Leuten noch unterschwellige Vorwürfe zu hören, wie dass sie offenbar noch nicht GENUG Selbstdisziplin besäßen, irgendwo "schummelten" oder einfach irgendetwas grundsätzlich falsch machen - also praktisch dick UND doof seien.

Gunter Frank zeigt auf, dass diese allgemein vorherrschende Denkweise in mehrfacher Hinsicht falsch ist: Mollige nehmen tatsächlich oft weniger Kalorien zu sich als Dünne. Sowohl das Hungern als auch der widerwillig ertragene Sport richteten häufig mehr Schaden an, als Nutzen zu bringen. Alle medizinischen Fachgesellschaften, die empfehlen abzunehmen, räumen mittlerweile ein, dass die Langzeitergebnisse ihrer Programme äußerst bescheiden sind. Manche Personen, insbesondere mollige Kinder, nehmen durch Abspeckprogramme sogar eher zu. Fettreduzierte Nahrung macht genausowenig schlank wie Süßstoff statt Zucker, und auch Vollwertkost ist keineswegs so gesund, wie immer getan wird. Dafür belegt eine ganze Reihe von Studien, dass zwischen der Menge an Snacks, die man z. B. beim Fernsehen futtert, und der Gefahr übergewichtig zu werden, kein Zusammenhang besteht. Und es kommt noch besser: Dicke sind in vielerlei Hinsicht gesünder als Dünne und leben länger. Sogar fettleibige Herzkranke, das ergab 2006 eine Untersuchung über 250.000 Betroffene, leben länger als ihre normalgewichtigen Leidensgenossen.

Es gebe zwar durchaus Möglichkeiten, zumindest eine Kleidergröße abzunehmen, führt Frank aus. Diese Erfolge bestünden allerdings gerade nicht in der momentan geradezu fanatisch betriebenen Missionierung zu mehr Selbstgeißelung und Askese, sondern zeigten sich bei seinen Patienten bezeichnenderweise erst dann, sobald es ihnen gelungen sei, "über die jahrelange gehirnwäschegleiche Berieselung von wegen Fettfallen im Essen, falschem Essverhalten und sonstigen Diätschwindeleien nur noch zu lächeln". Erfreulicherweise erkennen inzwischen immer mehr Fachkollegen Franks, dass die momentan so weit verbreiteten Ratschläge zu wenig anderem als zum Entstehen von immer mehr Essstörungen dienen. Längere Zeit war Udo Pollmer hier fast der einsame Rufer in der Wüste, und als Leser war man sich nie sicher, ob Pollmer nicht vielleicht nur eine sehr fragwürdige Minderheitsmeinung vertrat. Tatsächlich aber lassen die neuesten Erkenntnisse die Auffassungen von Pollmer, Frank und Co. immer solider erscheinen.

Für mich als Medienwissenschaftler ist Franks Buch an jenen Punkten besonders interessant, an denen es grundsätzlich wird. Ich habe in einem ganz anderen Themengebiet (der Geschlechterdebatte) erlebt, dass das, was Medien und Politik als allgemeinen Kenntnisstand verbreiten, sich fundamental von dem tatsächlich seit Jahrzehnten etablierten Stand der Wissenschaft unterscheidet. Längst widerlegte Ansichten werden fröhlich weiterkolportiert, weil ein Journalist vom anderen abschreibt und die Politiker, die unmöglich allesamt Fachleute für die verschiedensten Unterthemen sein können, glauben, auf Nummer sicher zu gehen, wenn sie sich mit ihren Forderungen dem Medientrend anschließen.

Beim Thema Ernährung scheint es nicht anders zu sein. "Würden sie nur einmal einen Tag in eine ordentliche Recherche investieren", befindet Gunter Frank, "dann müssten allen kompetenenten Journalisten Zweifel kommen" an den verschiedenen Auffassungen, die sie tagtäglich verbreiten. Als beispielsweise im Frühjahr 2007 durch die Presse ging, drei Viertel aller deutschen Männer seien zu dick, war das "eine statistische Ente, die man mit ein bisschen Recherche leicht hätte entlarven können, aber trotzdem ist sie durch alle Redaktionen geflattert, von der Boulevardpresse bis zu den angesehenen Zeitungen und Nachrichtensendungen". Die deutsche Politik reagierte darauf sogar mit einer Regierungserklärung ("Aktionsplan gegen Übergewicht"). Gefördert werde dieser Unfug zwar durch eine große Zahl von akademisch verbildeten Ernährungsberatern, die Essen nicht mehr genießen können und aus dieser Einstellung eine Art staatlicher Ersatzreligion machen: "Sie alle brauchen nämlich einen Job, sie drängen in die Gesundheitsämter und Krankenkassen, Landratsämter, Gesundheitsbehörden. Dort versuchen sie, alle anderen mit ihrem dürren Weltbild zu missionieren und üben starken Druck aus." (Auch das kommt mir vom Grundprinzip her aus dem Themenbereich Geschlechterdebatte und Feminismus bekannt vor.) Aber wie Frank zutreffend schreibt, entschuldigt das die einseitige und nachlässige Recherche vieler Journalisten keineswegs, die er auch aus eigener Erfahrung kennt: "Wenn ich Anfragen von der Presse bekomme, merke ich immer wieder, dass kaum Interesse an den wirklichen Hintergründen besteht. Oft wird (...) jegliche journalistische Sorgfalt unterlassen. Das gilt leider auch für anerkannte Medien wie STERN, SPIEGEL, FOCUS, STIFTUNG WARENTEST etc., die sicher bei anderen Themen ihre Verdienste besitzen, wenn es um Anprangerung von gesellschaftlichen Missständen und Aufklärung geht. Beim Thema Ernährung versagen sie jedoch und beteiligen sich im Gegenteil an der Hexenjagd auf mollige Mitmenschen."

Das letztgenannte ist der einzige Punkt, bei dem ich Frank definitiv nicht zustimmen würde. Die Ernährung ist lediglich das Thema, bei dem Gunter Frank die Mängel des deutschen Journalismus auffallen, weil er dort selbst Fachmann ist. Interessanterweise entdecke ich dieselbe Nachlässigkeit bei den zwei oder drei Themenbereichen, bei denen ich mich selbst besonders gut auskenne. Das deutet schon sehr darauf hin, dass hier ein generelles Problem vorliegt und auch in anderen Feldern die Kluft zwischen dem gesicherten Fachwissen und der Berichterstattung in den Medien recht groß ist.

Nun könnte man alles, was Frank in seinem Buch schildert, auch auf eine langatmige und akademisch trockene Weise ausführen. Das aber tut Frank keineswegs: Sein Buch ist so eine Freude zu lesen, dass man es kaum aus der Hand legen kann. Dies ist das erste Buch in meinem Leben, von dem ich mir ernsthaft überlege, mehrere Exemplare zu kaufen und Bekannte damit zu versorgen. Das, was Frank aufdeckt, gehört eigentlich auf die Bestsellerliste. Deshalb gibt es von mir eine dringende Leseempfehlung für dieses Buch.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen  
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein

Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel: Eigene Rezension erstellen
 
 
 
Die neuesten Kundenrezensionen

5.0 von 5 Sternen Lernen auf sich selbst zu hören
Es ist einfach ein tolles Gefühl "endlich wieder alles essen zu können auf was man lust hat".
Und genau auf das zielt das Buch von Herrn Gunter Frank ab. Lesen Sie weiter...
Vor 8 Tagen von Kretz Sebastian veröffentlicht

4.0 von 5 Sternen Die Ernährungspyramide einfach mal auf den Kopf stellen
Das Buch hat mich zum Nachdenken gebracht. Natürlich bin ich nicht befähigt, die Angaben von Gunter Frank zu überprüfen. Lesen Sie weiter...
Vor 9 Tagen von Joroka veröffentlicht

5.0 von 5 Sternen Als Hausarzt kann ich Dr.Franks Aussagen nur bestätigen
Vieles von dem was mein Kollege schreibt kann ich nur bestätigen.
Nach 17 Jahren Berufserfahrung als Internist und vielen Patienten mußte auch ich im Laufe der Zeit... Lesen Sie weiter...
Vor 3 Monaten von A. Nisius veröffentlicht

1.0 von 5 Sternen Schwachsinn
Der Titel verspricht viel und hält doch sehr wenig.Endlich was neues über Ernährung dachte ich und fing voller Euphorie an das Buch zu lesen.Ich wurde leider bitter entäuscht. Lesen Sie weiter...
Vor 5 Monaten von Hanna Alice veröffentlicht

5.0 von 5 Sternen Nach 20 Diätbüchern im Schrank endlich etwas Befreiendes zum Thema!!!
Endlich ein Buch welches sich gegen den grassierenden Diätwahn stellt. Ich habe es schon mehrmals verschenkt und auch meinen gertenschlanken Töchtern als Lektüre empfohlen, damit... Lesen Sie weiter...
Vor 5 Monaten von Heiko Ratteit veröffentlicht

3.0 von 5 Sternen ein bisschen enttäuschend
Nach der erst Leseeuphorie, ist die Lust, das Buch zu Ende zu lesen, abgeschwächt. Zuerst interessante Informationen zur Zusammenhang Übergewicht/Stress und Schlaf, dann aber... Lesen Sie weiter...
Vor 7 Monaten von Babble veröffentlicht

5.0 von 5 Sternen Abnehmen ohne Sport
Habe in 6 Wochen schon über 4 kg abgenommen ohne Streß und ohne Jogging. Als alte Naschkatze habe ich abends kein Verlangen nach Süßem oder anderen Kohlehydraten. Lesen Sie weiter...
Vor 8 Monaten von Dieter J. Laier veröffentlicht

1.0 von 5 Sternen Und doch nichts Neues
Jede Kritik - die ich schon mal über Diäten gehört hatte - habe ich in diesem Buch gefunden. Und oben drauf als Sahnehäubchen, dass ich mich so lieben soll wie ich bin und beim... Lesen Sie weiter...
Vor 8 Monaten von R. Voß veröffentlicht

5.0 von 5 Sternen Essen ohne Gewissensbisse
Die "Lizenz zum Essen" möchte ich allen empfehlen, die, wie ich auf der Suche nach wirkungsvollen Ratschlägen zum Thema Ernährung sind. Lesen Sie weiter...
Vor 8 Monaten von M. Lösch veröffentlicht

5.0 von 5 Sternen Gefahr erkannt, Gefahr gebannt
Ich habe Gunter Frank im TV gesehen und fand mich und meine Lebensumstände in seinen Aussagen total wieder. Lesen Sie weiter...
Vor 8 Monaten von Hexengel veröffentlicht

Nur in den Rezensionen zu diesem Produkt suchen



Kunden diskutieren

Das Forum zu diesem Produkt
Diskussion Antworten Jüngster Beitrag
Noch keine Diskussionen

Fragen stellen. Meinungen austauschen. Neues erfahren.
Neue Diskussion starten
Thema:
Erster Beitrag:
Eingabe des Log-ins
 


Aktive Diskussionen in ähnlichen Foren
   
Ähnliche Foren


Lieblingslisten


Ähnliche Artikel finden


Anhand des Sachgebietes nach ähnlichen Produkten suchen:












Das bedeutet, jeder Titel/Artikel muss zu Sachgebiet 1 UND zu Sachgebiet 2 UND... gehören.

Ihr Kommentar


Für Sie dokumentiert

 (Was ist das?)

Sobald Sie sich Produktseiten oder Suchergebnisse angesehen haben, finden Sie diese Seiten zu Ihrer Information hier aufgeführt.