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Living With War
 
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Living With War

Neil Young Audio CD
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Produktinformation

  • Audio CD (12. Mai 2006)
  • Anzahl Disks/Tonträger: 1
  • Label: Reprise Records (Warner)
  • ASIN: B000FI9OSG
  • Weitere Ausgaben: Vinyl  |  MP3-Download
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (41 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 35.059 in Musik (Siehe Top 100 in Musik)

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Hörproben
Song Länge Preis
Anhören  1. After The Garden 3:21EUR 0,98
Anhören  2. Living With War 5:03EUR 0,98
Anhören  3. The Restless Consumer 5:46EUR 0,98
Anhören  4. Shock And Awe 4:51EUR 0,98
Anhören  5. Families 2:24EUR 0,98
Anhören  6. Flags Of Freedom 3:40EUR 0,98
Anhören  7. Let's Impeach The President 5:07EUR 0,98
Anhören  8. Lookin' For A Leader 4:02EUR 0,98
Anhören  9. Roger And Out 4:23EUR 0,98
Anhören10. America The Beautiful 2:56EUR 0,98


Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Die seit 1969 andauernde Solo-Karriere von Neil Young ist gezeichnet von Höhen und Tiefen, musikalisch wie textlich. Das nur in wenigen Tagen eingespielte , sehr kraftvolle Rockalbum Living With War gehört nicht nur auf die Positivliste gesetzt, es ist wohl das beste Studioalbum seit Ragged Glory. Das erschien immerhin schon 1990 und Youngs Begleitung hieß damals Crazy Horse. Sechszehn Jahre später klingt Living With War, als hätte diese überragende Backing-Band erneut mitgewirkt – dem ist aber nicht so.

Neben einem 100-köpfigen Chor aus Freiwilligen (es kamen viel mehr Menschen als geplant) ging der gebürtige Kanadier Young, der seit Ewigkeiten in den USA lebt, mit Chad Cromwell, Rick Rosas, und Tommy Bray ins Studio. Aber davon werden die Diskussionen, die Living With War begleiten, nicht bestimmt. Der Patriot und ewige Hippie Neil Young hat sich nämlich auf die Seite der Bush-Gegner geschlagen und zeigt sich politisch so aktiv, wie lange nicht mehr.

Wo er steht, wusste Young wohl selber nicht immer. Einmal protestiert er gegen eine brutale Niederschlagung von Studentenprotesten („Ohio“), sympathisiert mit rechtskonservativen Gedanken (Hawks & Doves), unterstützt Ronald Reagan trotz aller Fanproteste und hinterlässt in „Let’s Roll“ (Are You Passionate?) einen bitteren Beigeschmack, weil er im Eifer wohl die gesellschaftlichen Folgen von Terroristenbekämpfung übersah. Young hat mal über sich selber gesagt: “I don't have a view, I have an opinion that changes because everyday is a different day.”

So, wie er es roh und vital auf Living With War krachen lässt, muss der Saft, in dem er 2006 im Alter von 60 Jahren steht, wohl gebrodelt haben. kein Wunder nach Hurrikane Katrina, dem Irak-Krieg und so manch anderen Blindgängern der Bush-Administration. Ärger ist manchmal doch ein guter Ratgeber! Und der musste schnell raus. Deshalb wurden Album wie die Songtexte schon vor der Veröffentlichung des physischen Tonträgers frei im Internet zugänglich gemacht. Im Radio dürfte „Let’s Impeach The President“ mit der seiner offenen Aufforderung, Bush Jr. aus dem Amt zu jagen wohl genauso wenig in die Rotation kommen wie „Restless Consumer“, der von all den Lügen im Fernsehen handelt. Dafür wird Living With War sich noch auf Plattentellern und in Playern drehen, wenn diejenigen, die in neun grandiosen Songs und einer dick aufgetragenen („America Is Beautiful“) Hymne angesprochen werden, sich ganz woanders drehen... --Sven Niechziol

Stern

Nun kommt er wieder vom Berg wie einst Moses und poltert und dröhnt: Neil Young, die knorrige kanadische Eiche des Rock, brüllt auf "Living With War", dass Präsident Bush ein Lügner und Kriegstreiber sei - Neil Young als Michael Moore mit Musik, sozusagen. Das ist wirklich nicht neu, ebenso nicht, wie er seine Gitarre und seine nölig-unverwechselbare Stimme durch die zehn Songs scheucht. Er klingt, wie Neil Young immer klingt - nach Garage, alten Verstärkern, ungemachten Betten, vollen Aschenbechern und Bierdosen. Mit "Living With War" vollzieht der Mann allerdings eine politische Kehrtwende. Nach den Anschlägen vom 11.September hatte der Rocker noch einen Bush-freundlichen Ton angeschlagen. Sein neues Album hat Young in schnellen zwei Aprilwochen aufgenommen und ohne große PR-Maschinerie auf den Markt gebracht - man hört die Eile auf jedem Stück.Auf seiner Internetseite vergleicht er die CD mit der Musik der Protestsänger der 60er Jahre. "Ich werde mich niemals den Regeln der Gedankenpolizei ergeben", sagt Young. Manche mag seine neues Werk und die Pose des Protestlers langweilen, andere werden es mögen, weil das gelegentlich schiefe Geschrammel dennoch eine seltene Qualität hat: Authentizität. -- Jochen Siemens

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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen "I am living with war in my heart every day." Ich merke es., 17. August 2007
Von 
Hugo Humpelbein "das Viech" (in Sicherheit) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Living With War (Audio CD)
Da hatte der Altmeister des Folk Rock wohl Wut im Bauch. Und er hat sich hundert Leute gesucht, die auch Wut im Bauch haben und mit ihnen als Chor hat er dieses in Windeseile aufgenommene Protest-Album eingespielt. Bei einem Mann wie Neil Young ist es kein Argument gegen eine Platte, dass sie in kürzester Zeit fertig war. Wut muss eben besonders schnell raus dürfen, bevor sie verraucht.

Auch wenn die Arrangements der einzelnen Lieder viel Übereinstimmendes haben und kaum eines anders klingt als die übrigen, so strahlt das Gesamtwerk doch viel Energie und Dynamik aus und überzeugt damit auf ganzer Linie.

Für meine Ohren finden sich auch zwei Lieder auf dem Album, die ich zu meinen Top 30-Neil-Young-Stücken zählen würde:"Roger and out" und "Living with war".
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20 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen eines der besseren Alben des Altmeisters, 30. Mai 2006
Von 
Rezension bezieht sich auf: Living With War (Audio CD)
Da ist er etwas wankelmütig. Von "Keep on Rockin` In the Free World" über "9/11 Let`s Roll" folgt jetzt der politische Turnaround. Weg von Kriegsbegeisterung hin zu Bush-Bashing mit eindeutigen Titeln wie "Let`s Impeach The President". Ansonsten ist für ihn die Regierung verlogen, korrupt, schickt die Jungs in den Tod und vieles anderes mehr.

Musikalisch geht es mit dem Opener "After The Garden" endlich wieder in die rockig rumpelige Richtung wie früher mit Crazy Horse - unterstützt jedoch von einem 100 köpfigen Chor. Dieser begleitet und unterstützt Young bei seinen endlosen Tiraden und schafft es, immer wieder Gänsehaut zu erzeugen (insbesondere bei "Let`s Impeach..." und "The Restless Consumer"). Ebenfalls ungewöhnlich ist die weitere Begleitung durch den Trompeter Tommy Bray, der dem Titeltrack eine besondere Note (für mich eine unpassende Kombination Gitarre/Trompete) hinzufügt.

Erfreulich ist an diesem Album aber, dass es mal wieder richtige Songs und elektrische Gitarren von Neil Young gibt. Wenn man den Abschluss - das pathetische "America The Beautiful" - abzieht, eines der besseren Alben des Altmeisters.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Young auf dem Kriegspfad, 25. Mai 2006
Rezension bezieht sich auf: Living With War (Audio CD)
Von der Aufnahme des Albums an einigen Tagen im April bis zur Veröffentlichung vergin­gen nur wenige Wochen. Neil Young hatte es versprochen. Und das Resultat dürfte jeden Freund seines Schrammel-Rocks zufrieden stellen. Kritiker vergleichen „Living With War“ mit „Ragged Glory“ von 1990. Ich nehme an, damals ließ er sich wesentlich mehr Zeit. Trotzdem ist die neue LP ein Glanzlicht und eine Rückkehr zu einer Tradition, die ihre Hochzeit am Ende der Sechziger und Anfang der Siebziger hatte, als in der Rock­musik Tagesthemen bearbeitet wurden, und sie, um glaubwürdig zu klingen, einfach roh sein musste. Das ist „Living With War“ auf jeden Fall. Young schert sich nicht um den Mainstream, sondern meint, dass er etwas zu sagen hat, und er sagt es gleich und direkt. Das ist sehr sympathisch und glaubwürdig. Auch wenn es manchmal infantil klingt. Aber so infantil und platt wie seine vorherige LP „Prairie Wind“ vom September 2005 noch lan­ge nicht. „Living With War“ überzeugt mit seiner inhaltlichen und musikalischen Geschlos­senheit. Auf 41 Minuten (Young hängt nach wie vor am alten LP-Format) feuert er mit ei­ner Minimalbesetzung (Gitarre, Bass, Drums – und ab und zu eine Trompete) sein elektri­sches Feuerwerk ab und erinnert auch damit musikalisch an längst vergangene Zeiten, als „elektrisch“ noch ein Begriff für hypermodern war. Im Verlauf der Songs kommt ein bisschen Gospel dazu und am Ende der Platte ein sehr schöner, ergreifender und großer Chor, der „America Is Beautiful“ singt wie das Hallelujah. Altmodisch ist Young auf dieser Platte deshalb aber nicht. Seine Stimme bricht manchmal weg (er scheut schon seit einiger Zeit die hohen Tonla­gen, die einst eines seiner Markenzeichen waren), die Gitarre klingt aber immer noch wie auf „Eldorado“, dem Album, das er genau wie „Living With War“ mit Chad Crom­well und Rick Rosas einspielte und dabei Crazy Horse in der Garage ließ. In den Texten greift er an; nicht nur in „Let's Impeach The President“ - „Lasst uns den Präsidenten sei­nes Amtes entheben“ (wegen Lügen, Unfähigkeit und Geldverschwendung...), sondern auch im Titel­song („Jeden Tag lebe ich mit dem Krieg/ jeden Tag lebe ich mit dem Krieg in meinem Herzen... und auf dem Flachbildschirm töten und töten wir immer wieder/ und wenn die Nacht kommt bete ich für Frieden“)“ und stellt simple politische Fragen. Ein­drucksvoll, wie das zu Herzen geht.
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