Aus der Amazon.de-Redaktion
Man soll den Inhalt eines Buches ja nicht anhand seines Covers vorverurteilen. Das dunkle Bild namens „Trophyroom“ des schwedischen Künstlers Thomas Broomé aber lässt eine Vorahnung aufkommen: Peter Bjorn And John setzen mit
Living Thing nicht einfach dort an, wo sie mit
Writer’s Block aufhörten. Also nicht bei leichtfüßigem und aufregenden Pop, nicht bei dem Ohrwurm, dem Pfeifsong
Young Folks. 2006 war das, und die drei Männer aus Stockholm hätten nach diesem Durchbruch einen ruhmmehrenden Nachfolger präsentieren können. Allen Erwartungshaltungen und Konsequenzen zum Trotze machen Peter Bjorn And John lieber das, wozu sie Lust haben...und das verdammt gut.
Living Thing wird dominiert von kräftigen Beats, die wohl den Drum-Computer zum Glühen brachten. Von Tracks mit gebrochenen Melodien und Strukturen, dezenten Störgeräuschen und kleinen Klang-Gimmicks. Songs wie der brillante, reduziert arrangierte Opener „The Feeling“, „It Don’t Move Me“ oder „“I’m Losing My Mind“ tauchen tief in den Elektro-Pop der 80er ein, erreichen locker Depeche-Mode-Niveau. Peter Morén, Björn Yttling – der Anna Ternheims
Leaving On A Mayday auf höchster Qualitätsstufe produzierte – und John Eriksson scheuen sich nicht vor einem schrägen, Semi-a-cappella Stück wie „Living Thing“, unterkühltem Minimal-Digi-Dub in „Last Night“ oder sprödem Gitarren-Pop („I Want You!“). So übersichtlich arrangiert die Songs von
Living Thing auch oberflächlich klingen mögen, so sehr stecken sie voller liebevoll eingearbeiteter Details und tragen eine unüberhörbare, diesmal eben nicht locker geschwungenen Handschrift. -
Sven Niechziol
Produktbeschreibungen
PETER, BJORN & JOHN LIVING THING