Aus der Amazon.de-Redaktion
Schon wieder so eine "The"-Band. The Robocop Kraus kommen aus Nürnberg und haben sich einen Namen ausgedacht, der unzählige Interpretationen ermöglicht. Dass "The Predator Nena" oder "The Terminator Heintje" eher dämlich klingen, ist schon klar.
Robocop und Peter Kraus gehen da schon besser zusammen -- Rock 'n Roll, Action und Spaß also. Und Diebstahl. Das Franken-Quintett klaut, wo es nur geht. Die Coveridee mit dem Spiegel hatten Uriah Heep schon 1971 (
Look At Yourself). Das Eröffnungsstück "Fake Boys" ist trotz seiner Saxofon-Querschläger und Kirmesmusik-Passagen eine Hommage an die Achtziger. Passend dazu treten die jungen Männer live gerne in Goldhemden, Anzügen plus Krawatten auf.
Dieser rockende Emo-Pop mit all seinen Kinkerlitzchen, dieses Vermatschen von Gitarrengeschrammel, diese zum Mitpfeifen geeigneten Melodien mit aufgeregtem Gekreische oder Singen und diese permanenten Drehungen und Wendungen innerhalb der Songs machen live mit einigen Kisten Bier bestimmt richtig Freude! Beim Sitzen vor dem Player braucht der Hörer eher einige Valium, um nicht völlig nervös zu werden. Meistens führen sich The Robocop Kraus auf wie junge Kälber, die nach einem langen Winter im Stall erstmals auf die Weide dürfen. Wer das jemals gesehen hat, lachte sich bestimmt scheckig. Wer nicht, sollte es mal mit diesen wild gewordenen, vergnügungssüchtigen Nürnbergern versuchen. --Sven Niechziol