Mit der Single "Living Like David" gehen Grownup in Sachen College-Rock nun uneinholbar in Führung. Kraftvolle Gitarren, hartes Rhythmustackling, leichtfüßige Melodien: Anderthalb Wochen schwitzen sie in den Hamburger Home-Studios mit der Produzentenlegende Franz Plasa (Selig, Echt, Fury in the Slaughterhouse u. a.) . Dieser hat ganze Arbeit geleistet: Nie war der Sound von punk-beeinflusstem College Rock so druckvoll und aggressiv, dabei aber so klar und verspielt. Fast scheint es, als befänden sich Bad Religion, Glow, Blink182 und wie sie alle heißen mögen, abgeschlagen im Mittelfeld.
Keine Frage: "Living Like David" geht gnadenlos nach vorne. Grownup sehen die Lücke zwischen gnadenloser Härte und fein ziselierter Melodienseligkeit - und machen sie zu, mit Witz und Ironie. "Living Like David" ist eine gutgelaunte Persiflage auf den Traum vom Leben der Reichen und Schönen, wie ihn Promi-Blättchen wie Gala oder Bunte vorgaukeln. Ferraris, Landschlösser, Glamour-Parties: "Everybody wants to live like David/Beckham's just the one who really made it." Schon nach wenigen Takten ist klar, dass das nicht ernst gemeint sein kann: Wirkliche Träume sind anders. Ehrlicher. So wie Grown-up. Auf das Video zu dieser liebevoll-ironischen Beckham-Hommage auf MTV und VIVA darf man jedenfalls gespannt sein.