Im Gegensatz zu den anderen Rezensenten halte ich das Buch insgesamt für eher schwach. Es bietet demjenigen viele Informationen, der wissen will, wer mit wem auf welche Art geschlafen hat und welche Drogen konsumiert wurden. Über den Charakter der Musik, genauer gesagt des Blues, erfährt man außer Gemeinplätzen eher wenig. Die Chronologie der Ereignisse wird auch nur teilweise gewahrt. Die größte Schwäche dürfte indes sein, dass Fito de la Para die Bedeutung der Gruppe besonders in der neueren Zeit einfach überschätzt und dabei dann auch noch andere Bluesmusiker unfairerweise abwertet. Gut ist die Discografie am Ende, deswegen auch die drei Punkte. Gut sind auch die Informationen über de la Paras Hintergrund. Ähnliches hätte ich mir in konzentrierter Form über die anderen Bandmitglieder auch gewünscht. Was wirklich ärgerlich ist, ist das schlechte Lektorat. Kaum eine Seite, auf der nicht Rechtschreib- oder gravierende Grammatikfehler zu finden sind. Ich liebe die Musik Canned Heats, aber das Buch ist für mich eher ein Reinfall.