Diese Musik ist gefährlich - mir fliegen die Mücken in den Mund, weil mir ständig die Kinnlade runterklappt! Die aktuellen Songs werden live noch druckvoller präsentiert, und die Epen aus den früheren Studioalben des Kollektivs um Darius Keeler und Danny Griffiths machen neugierig auf ...äh... die früheren Studioalben! Archive schaffen den unglaublichen Spagat zwischen Massive Attack und Pink Floyd und mischen ArtRock mit TripHop - am eindrucksvollsten in "Lights", das sich eine Viertelstunde lang eine Schneise durch die Gefühlsgeographie fräst und dabei völlig ohne Tempowechsel und prätentiöse Fertigkeitskraftmeiereien auskommt. Frage: was ist so faszinierend ANDERS an dieser Band, die in Frankreich anscheinend (und hörbar) kultisch verehrt wird? 3 Gründe: Spannungsbögen, wie sie die Welt noch nicht gehört hat; das perfekte Handling von Laut-Leise-Dramaturgie; eine Dynamik, die trotz 2 Keyboardern und phasenweise 3 Gitarristen komplett ohne solistische Eskapaden auskommt; die phantastischen Stimmen von Polland Berrier und Maria Q ..... wie? - das waren schon 4 Gründe? Ja eben!